Audi-Chef mit Klartext

Audi: Verbrenner oder Elektroauto - Duesmann mit Hammer-Aussage

Audi-Chef Markus Duesmann hat ehrgeizige Ziele.
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Markus Duesmann setzt Audi unter Strom.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Audi setzt künftig voll auf Elektroautos, auch dank Markus Duesmann. Am Rande der IAA hat der Manager Klartext geredet.

Noch stehen viele Kunden beim Kauf eines Neuwagens vor der entscheidenden Frage: Solls ein herkömmlicher Verbrenner sein oder doch schon ein Elektroauto? Wer sich noch nicht entscheiden kann, für den gibt es den Kompromiss Hybrid. Doch auch die Plug-in-Hybride stehen wohl bald vor dem Aus, zumindest Daimler so. Und auch bei Audi sind die Tage der Hybride wohl spätestens dann gezählt, wenn der Verbrenner 2033 in Rente geschickt wird.

Die Entscheidung künftig voll auf die Elektromobilität hat Markus Duesmann - der wegen einer Corona-Erkrankung lange ausfiel - getroffen. „Ich war jahr­zehnte­lang Entwickler von Verbrennungs­motoren. Ich habe geliebt, was ich gemacht habe“, erklärte der Audi-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) auf der IAA Mobility in München.

Audi-Chef Duesmann setzt trotz Verbrenner-Vergangenheit auf Elektroauto

Auch seine Vergangenheit im Motorsport - Duesmann war in der Formel 1 für McLaren-Mercedes und BMW-Sauber tätig - dürfte ihm diese Entscheidung alles andere als einfach gemacht haben. Doch sie war notwendig, wie der Audi-Chef selbst weiß: „Der Abschied vom Verbrenner fällt mir auch schwer, aber auf dem Weg in die CO₂-Neutralität ist er aus meiner Sicht notwendig.“

Doch die Entscheidung von Duesmann beruhte dabei nicht nur auf klimatechnischen, sondern auch wirtschaftlichen Gründen. So müsste man „jetzt die Entscheidungen treffen, um auch in zehn Jahren noch konkurrenzfähig zu sein. Die Batterie wird die Wett­bewerbs­fähigkeit bestimmen“, stellt Duesmann klar. Daher sei es ihm wichtig, dass die Ressourcen für die Batterie-Entwicklung im Konzern gebündelt sind.

Audi-Chef Duesmann glaubt nicht an E-Fuels

Zudem sieht der Audi-Chef auch keine Zukunft mehr für den Verbrennungsmotor. Dem Tagesspielgel (Artikel hinter Bezahlschranke, Anm. d. Red.) erklärte er, dass die synthetischen Kraftstoffe (E-Fuels) zwar eine Alternative seien um die Verbrenner umweltfreundlich zu betreiben, allerdings sei dies eine sehr langfristige Lösung.

Ein Problem sei auch, dass es große Mengen erneuerbarer Energie brauche, um diese herzustellen und das dauere eben noch. Daher sei es „sehr fraglich“, ob bis dahin überhaupt noch Verbrenner produziert würden. Der Audi-Chef kann sich zumindest nicht vorstellen, dass es weltweit einen Hersteller gebe, der langfristig weiter Autos mit Diesel- oder Benzinmotoren bauen würde. Audi-Vorständin Hildegard Wortmann erteilte zudem jüngst eine Absage an die Brennstoffzelle.

 

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