Zurück in die Werkstatt

Audi ruft e-tron GT zurück - ohne Software-Update droht Gefahr

Ein Audi e-tron GT in Rot auf einer Bühne.
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Audi hat den e-Tron GT wegen eines Fehlers zurückgerufen.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Audi muss sein Vorzeige-Elektroauto e-tron GT zurückrufen. Der Grund ist ein Fehler der schon vom Porsche Taycan bekannt ist. 

Rückruf-Schock bei Audi! Einige Fahrzeuge des e-tron GT müssen zurückgerufen werden. Der Grund ist dabei derselbe wie beim Konzernbruder Porsche Taycan. Bei der elektrischen Sportlimousine sorgte ein Softwarefehler dafür, dass die Fahrzeuge aus Zuffenhausen außerplanmäßig in die Werkstatt mussten.

Da beide Fahrzeuge technisch eng miteinander verwandet sind, könnte das Problem nun auch bei dem Audi e-tron GT auftreten. Daher werden nun laut dem Portal Auto Service Praxis alle vom 20. November 2020 bis 20. April 2021 gebauten e-tron GT zurückgerufen.

Audi: Rückruf von e-tron GT wegen Software-Update

Dem Bericht zufolge sollen in Deutschland 548 e-tron GT betroffen sein, bei denen der Antrieb wegen des Softwarefehlers ausfallen könnte. Weltweit sind 1.728 Audi e-tron GT betroffen, beim Porsche Taycan fiel der Rückruf mit 43.000 Elektroautos etwas größer aus. Um das Problem zu lösen, wird in der Werkstatt ein Update der Software des Antriebssteuergerätes vorgenommen.

Bislang habe es jedoch noch keine Kundenreklamationen gegeben, dass auch der e-tron GT ohne Vorwarnung oder konkreten Anlass in den Notmodus gehe. „Allerdings spielen wir prophylaktisch auch auf die früh gebauten Audi e-tron GT den aktuellen Stand der Software auf, den die neueren Autos – unter anderem alle in Nordamerika ausgelieferten – in der Mehrzahl bereits ab Werk haben“, betonte ein Audi-Sprecher auf Anfrage von ecomento.de.

Audi: e-tron-GT-Rückruf trotz neuerer Software als Porsche Taycan

Doch warum müssen sowohl der Porsche Taycan als auch der Audi e-tron GT für dieses Update zurück in die Werkstatt? Immerhin ist bei beiden ein Over-the-Air“-Update der Software über das Netz möglich. In diesem Fall geht das aber nicht, da laut Porsche ein Software-Update auf beide Hauptsteuergeräte für die E-Motoren vorne und hinten gespielt werden muss. Der Werkstattaufenthalt dauert rund eine Stunde.

Es ist daher anzunehmen, dass es sich bei Audi e-tron GT ähnlich verhält. Dass die Sportlimousine aus dem Werk in Neckarsulm erst jetzt zurückgerufen wird, liegt daran, dass zunächst davon ausgegangen war, dass kein Rückruf notwendig sei. Da der e-tron GT später angelaufen war und bereits eine neuere Softwareversion hatte. Im Rahmen des Rückrufs bringt Audi nun lediglich frühere Fahrzeuge auf den aktuellen Stand.

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