Wichtige Entscheidung

Hammer-Plan von Audi: Aus für Diesel und Benzin – alles könnte ganz schnell gehen

Ein Audi e-Tron im Werk in Brüssel.
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Laufen bei Audi bald nur noch Elektroautos vom Band?
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Audi möchte bei den Verbrennungsmotoren den Strecker ziehen und das womöglich deutlich früher als bislang gedacht. 

Update, 25. Januar: Vor einem Dreivierteljahr hat Markus Duesmann den Chefposten bei Audi übernommen, seitdem hat sich viel bei der Volkswagen-Tochter getan. Insbesondere bei der Elektromobilität drückt der neue Audi-Chef mächtig aufs Gaspedal und möchte das Angebot an Elektroautos bis 2025 deutlich ausbauen.

Gleichzeitig zeichnet sich das Ende mehrerer Modelle von Audi ab, wie Aussagen von Duesmann im Interview mit dem Manager-Magazin nahelegen. Dazu zählt auch der in Neckarsulm gebaute Audi A8, der Ende des Jahres aber erst einmal noch ein Facelift bekommen soll.

Audi: Fokus auf Elektromobilität – Benzin und Diesel als Auslaufmodell

Auch die beliebten Audi-Modelle A4 und A6 bekommen 2023 noch einmal Nachfolger, danach sollen rein elektrische Modelle her. Und die könnten deutlich schneller kommen als man es bislang von Audi gewohnt ist.

Der Audi A8 könnte bald in Rente gehen.

Denn: Die Benziner und Diesel-Modelle sollen nicht lange verkauft werden! Audi könnte somit schon vor 2030 den Stecker bei den klassischen Antriebstechnologien ziehen. Es wäre die Rückkehr zum Unternehmensleitsatz „Vorsprung durch Technik“, die zuletzt auch Volkswagen-Boss Herbert Diess gefordert hat.

Audi: Aus für Diesel und Benziner – Duesmann sieht keine Zukunft für Hybrid

Duesmann möchte aber nicht nur den reinen Verbrenner schnell den Garaus machen, sondern auch den Plug-in-Hybrid-Modellen. Gegenüber dem Manager-Magazin bezeichnete der Audi-Chef diese als Auslaufmodelle. Für Duesmann ist klar, dass die Politik die Hybrid-Technologie perspektivisch nicht weiter fördern wird und spätestens dann würde auch das Interesse der Kunden nachlassen.

Unterstützung erfährt Duesmann bei seinem Vorhaben vom Volkswagen-Boss Diess. Beide Manager sind sich einig, dass ein schneller Umstieg auf die Elektromobilität ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Elektroautos ist.

Folgt Audi jetzt Daimler beim Verbrenner-Aus? Chef Duesmann will Ernst machen

Erstmeldung, 11. Januar: Die Automobilbranche befindet sich im Wandel und das nicht erst seit der Corona-Krise. Nachdem die Hersteller die Elektromobilität über Jahre verschlafen und den Markt Start-ups wie Tesla überlassen haben, gewinnt das Thema immer mehr an Relevanz. Das gilt auch für Audi!

So errichtet Audi an seinen Standorten Elektrosäulen, doch das soll nur der Anfang sein. Nach Informationen der WirtschaftsWoche plant Audi-Chef Markus Duesmann bereits das Ende der Verbrennungsmotoren. Eine Entscheidung, die beim Stuttgarter Konkurrenten Daimler bereits vor einiger Zeit gefallen ist.

AutoherstellerAudi
Mitarbeiterzahl90.640
HauptsitzIngolstadt

Audi: Entschiedung über Duesmann-Plan soll bald fallen

Duesmanns Ausstiegsplan sieht dabei ein Ende der Verbrenner-Produktion in allen Audi-Werken vor. Allerdings sind die Zeiträume laut der WirtschaftsWoche abhängig vom Erfolg der Elektroautos und sollen in den kommenden Monaten festgelegt werden. Sicher ist lediglich, dass Audi in spätestens zehn bis 15 Jahren keine klassischen Verbrenner mehr bauen wird.

Zudem erwartet Duesmann, dass aus politischen Gründen ein Tempolimit auf den Autobahnen eingeführt wird. „Ein Tempolimit hat einen CO2-Effekt, das lässt sich nicht wegdiskutieren“, sagt der Audi-Chef. Begrüßen würde er eine solche Entscheidung jedoch nicht und spricht sich für „intelligente, vernünftige Lösungen“ aus. „Zum Beispiel bieten Digitalisierung und Verflüssigung des Verkehrs noch enorme Einsparpotenziale“, erklärt Duesmann gegenüber der WirtschaftWoche.

Audi: Duesman will Produktpalette wegen Elektromobilität überdenken

Der Audi-Chef betont zudem, dass „Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg gut miteinander harmonieren“. Dennoch will Duesmann die Produktpalette verändern. „Der A1 ist natürlich in Diskussion“, erklärt der Audi-Chef, da man in dem Segment bereits gut und erfolgreich vertreten ist.

Ohnehin werde Audi in Zukunft verstärkt auf größere Fahrzeuge setzen: „Wir werden nicht nur eine Verschiebung nach oben haben, sondern in jedem Segment Highlights setzen.“ Das gilt auch für das erste Fahrzeug aus dem Projekt Artemis, das Audi innerhalb der Volkswagen Gruppe verantwortet.

Audi: Duesmann kündigt Traditionsbruch an

Dabei werde es sich um eine „neue Fahrzeugkategorie“ handeln, statt um eine große Limousine oberhalb des A8 oder des SUV-Modells Q7. Auch beim Namen geht Audi beim möglichen A8-Nachfolger, der nicht mehr in Neckarsulm produziert wird, andere Wege. Das neue Modell wird weder „A noch Q heißen“, stellt Duesmann gegenüber der WirtschaftsWoche klar.

Bei dem neuen Auto, das unter dem Projektnamen Landjet läuft, gehe es viel mehr um „hoch- und vollautomatisiertes Fahren und ein neues Raumgefühl“. Entsprechend wird das Artemis-Modell laut Duesmann auch mehr Raum als die klassischen Limousinen heute bieten. Daher wird der Luxus künftig „auch im Raumgefühl liegen.“ Anders als Daimler kann der Audi-Boss dem klassischen Luxus-Gedanken ohnehin wenig abgewinnen: „Das Wort Luxus klingt für [mich] nicht gut. Luxus ist für mich kein Wert.“

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