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Greuthofer gegen geplante Flüchtlingsunterkunft – Landratsamt Heilbronn angezeigt

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Von: Lisa Klein

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In diesem ehemaligen Altersheim soll eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Die Bürger in Greuthof wehren sich dagegen mit allen Mitteln.
In diesem ehemaligen Altersheim soll eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Die Bürger in Greuthof wehren sich dagegen mit allen Mitteln. © Ralf Seidel

In einem ehemaligen Altersheim in Greuthof (Wüstenrot) soll eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Die Bürger wehren sich dagegen – und zeigen das Landratsamt Heilbronn sogar an.

Bürger in Greuthof (Teil von Wüstenrot) wehren sich gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft: 70 Flüchtlinge sollen in einem ehemaligen Altersheim einziehen. Das Problem: Greuthof hat gerade mal 114 Einwohner. Die Menge an Flüchtlingen auf die geringe Einwohnerzahl sei „nicht sozialverträglich“. Zudem sei die Infrastruktur vollkommen ungeeignet. Die Greuthofer haben eine Bürgerinitiative gegen die Asylunterkunft gegründet, wie echo24.de berichtet. Die Bürgerinitiative (BI) klärt unter dem Slogan „Wir sagen: Nein“ über die Pläne des Landkreises auf.

Nun greifen die Anwohner auch zu härteren Maßnahmen, um die Flüchtlingsunterkunft in Greuthof zu verhindern. Wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet, haben die Greuthofer Bürger Anzeige gegen das Landratsamt Heilbronn erstattet (Artikel hinter der Bezahlschranke).

Landratsamt Heilbronn wegen geplanter Flüchtlingsunterkunft in Greuthof angezeigt

Der Vorwurf lautet „untreues Verhalten mit Steuergeldern im Pflegeheim Greuthof“. Die Anzeige liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn. In dem Gebäude, in dem die Flüchtlinge untergebracht werden sollen, war bis 2018 ein Pflegeheim. Die Pläne des neuen Besitzers: ein Mehrgenerationenhaus ins Leben rufen. Das Projekt scheiterte allerdings an bürokratischen Hürden. Das Gebäude steht seitdem leer.

„Die Unterkunft wurde dem Landratsamt vom Eigentümer angeboten“, erklärt Lea Mosthaf vom Landratsamt Heilbronn gegenüber echo24.de. „Der Bauantrag wurde gestellt. Nun steht das Einvernehmen der Gemeinde Wüstenrot aus.“ Wenn das Projekt zustande kommen sollte, möchte der Landkreis 600.000 Euro bis 800.000 Euro in den Ausbau des Flüchtlingsheims investieren.

Dazu käme noch die Miete für das Objekt. Die Gesamtkosten erfüllten den Tatbestand des Wuchers, und Verantwortliche des Landratsamts handelten untreu, begründen „die Bürger aus dem Greuthof“ ihre Anzeige laut „Heilbronner Stimme“.

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