Weitere Maßnahmen, um Sperrung zu verhindern

Ansturm auf Ehmetsklinge: Will Zaberfeld Eintritt verlangen? Hammer-Ankündigung

Die Ehemtsklinge in Zaberfeld hatte in der Vergangenheit mit uneinsichtigen Besuchern zu kämpfen. (Symbolbild)
+
Die Ehemtsklinge in Zaberfeld hatte in der Vergangenheit mit uneinsichtigen Besuchern zu kämpfen. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
    schließen

Die Ehmetsklinge in Zaberfeld ist einer der beliebtesten Badeseen in der Region um Heilbronn. Droht jetzt ein Eintrittsgeld?

Momentan lässt der Sommer zu wünschen übrig - nass, kühl und trüb sahen die letzten Tage aus und noch immer gibt es Unwetterwarnungen für die Region - doch wenn die Sonne ihre Strahlen nur langsam wieder ausstreckt, zieht es die Menschen sofort wieder raus und ins Wasser. In der Region um Heilbronn ist die Ehmetsklinge in Zaberfeld ein beliebtes Ausflugsziel. Der Badesee wurde allerdings an den ersten Sommerwochenenden dieses Jahres förmlich überrannt, deshalb hat die Gemeinde nun einige Regeln beschlossen.

Denn noch vor wenigen Tagen war von möglicher Sperrung die Rede - die Gemeinde Zaberfeld wusste sich nicht mehr zu helfen. Am Wochenende vom 12. und 13. Juni war der See bereits um die Mittagszeit komplett ausgelastet. Alle Parkplätze waren voll - einige Besucher mussten wieder umdrehen. Doch viele hielten die vor Ort herrschenden Regeln nicht ein, wurden teilweise aggressiv, schoben Absperrungen zur Seite und beleidigten Sicherheitskräfte.

Ehmetsklinge: Nach Besucheransturm jetzt die Quittung? Plant Zaberfeld Eintrittsgeld?

Deshalb sah sich die Gemeinde zum Handeln gezwungen. Erste Maßnahmen wurden schon getroffen - unter anderem ein Ampel-System auf der Zaberfelder Internetseite. Das soll in Echtzeit anzeigen, wie die Auslastung an der Ehmetsklinge ist. Außerdem wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstag ein Konzept ausgearbeitet.

Dieses sieht zum Beispiel Parkgebühren rund um den beliebten Badesee vor. Die Gemeinde Zaberfeld hat eigens dafür Parkscheinautomaten bestellt, die helfen sollen, den Besucheransturm zu regulieren. Ab Anfang August wird es dann Stunden-, Tages- und Saisonkarten geben. Die Parkgebühren werden täglich zwischen 8 und 20 Uhr erhoben. Das Baden am See selbst bleibt dagegen kostenlos.

Eine Stunde1 €
Bis zu drei Stunden2 €
Tageskarte5 €
Saisonkarte90 €

Begründet werden die Parkgebühren mit steigenden Kosten für die Bewirtschaftung des Sees. Weil so viele Gäste kommen, die sich nicht an die Regeln halten, muss beispielsweise mehr Sicherheitspersonal vor Ort eingesetzt werden. Doch in einer Mitteilung der Stadt heißt es auch, dass die Parkgebühren 2022 sowieso eingeführt worden wären.

Ehmetsklinge in Zaberfeld: Gemeinde ist auf Mogler vorbereitet

Wer nun übrigens denkt, er kann die Parkgebühren ab August umgehen - der hat seine Rechnung vermutlich ohne die Gemeinde Zaberfeld gemacht. Die Verantwortlichen rechnen bereits damit, dass Autofahrer nach kostenlosen Alternativen suchen. Um das möglichst zu verhindern, trifft die Gemeinde Vorkehrungen:

  • Es wird ein mobiles Halteverbot entlang der Seestraße bis zur Ensle-Siedlung geben.
  • Die Zufahrt zu den Feldwegen ist untersagt - es wird entsprechende Schilder und Bußgelder geben.
  • Für die Ensle-Siedlung droht Falschparkern ein Verwarnungsgeld.
  • Die Parkflächen entlang der Leonbronner Straße werden gesperrt, weil dort Autofahrer auf Radfahrer, Kinder und Fußgänger treffen - die Situation ist laut Gemeinde Zaberfeld einfach zu gefährlich.
  • In den Baugebieten Gottesacker I und II ist die Straße so breit, dass parkende Autos geduldet werden müssen, es gibt keine rechtlich zulässige Möglichkeit, dies zu verhindern.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen gibt es auch eine neue Polizeiverordnung mit Verhaltensregeln an der Ehmetsklinge. Unter anderem beinhaltet die ein Shisha-Verbot.

Das könnte Sie auch interessieren