Bundestagwahl 2017 - Sicherheitsmaßnahmen am 16. August

Die Kanzlerin kommt nach Heilbronn! Heiße Diskussionen

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Ein Wahl-Plakat in der Heilbronner Allee.
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Die Bundeskanzlerin macht auf ihrer Wahlkampftour durch die Republik Station in der Käthchenstadt.

Die Kanzlerin kommt. Auf ihrer Wahlkampftour durch die Bundesrepublik macht Angela Merkel heute Station in der Käthchenstadt. Die Bundeskanzlerin tritt um 19.30 Uhr auf dem Kiliansplatz, im Herzen Heilbronns, auf. Bis zu 2.000 Merkel-Fans, Schaulustige und Demonstranten werden erwartet - darunter 400 geladene Gäste.

Und wie steht es mit den Sicherheitsmaßnahmen am 16. August? Achim Küller vom Polizeipräsidium Heilbronn erklärt: "Ein mit der Stadt Heilbronn abgestimmtes Konzept sieht eine Einteilung in verschiedene Sicherheitszonen vor." Feuerwehrzufahrten, Rettungsgassen sowie ausreichend Polizeivollzugsbeamte seien laut Küller ausreichend vor Ort. Auch gegen terroristische Anschläge sei vorgesorgt. Mehrere Lkw blockieren die Zufahrten zur Versammlung, auch wenn laut Polizei "derzeit keine Gefährdungshinweise vorliegen."

Wie finden Sie es, dass Angela Merkel nach Heilbronn kommt?

Für die Sicherheit ist also laut Polizei gesorgt. Dennoch: Das Thema wird in den sozialen Medien derzeit heiß diskutiert. Allein auf Facebook sind 200 Kommentare zum Kanzlerin-Auftritt auf dem Kiliansplatz zu finden. Ein User schreibt in die "Du bist aus Heilbronn, wenn..."-Gruppe: "Die soll bloß wegbleiben. Die will doch keiner sehen." Ein anderer: "Außer Kosten für die Stadt bringt das nichts." Andere Nutzer wiederum rufen zu Gewalt auf.

Ein User reagiert auf die Hasskommentare. Er postet: "Huch was ist denn hier los?!? Aufruf zur Gewalt (Eier, Tomaten, Ziegelstein...) ist eine Straftat und ich hoffe, dass einige von euch Ärger bekommen. Ich bin auch kein Freund dieser Dame, aber deshalb zu Gewalt aufrufen? Bleibt an diesem Tag einfach zu Hause oder macht einen weiten Bogen um den Veranstaltungsort."

Und dann gibt es auch Facebook-Nutzer, die sich auf den Besuch von Angela Merkel freuen. Eine Userin kommentiert: "Ich find's schön, dass sie kommt." Und eine Mutter schreibt: "Meine zehnjährige Tochter freut sich, dass sie kommt und will unbedingt hin. Ich denke, wer sie nicht sehen will, soll doch weg bleiben. Ganz einfach."

Dass über soziale Netzwerke sich Hass und Gewalt häufen, spricht eine weitere Heilbronnerin an: "Mich würde mal interessieren, ob diejenigen, die hier die Klappe so weit aufreißen, denn auch zur Wahl gehen und nicht nur hier ihren Unmut zum Ausdruck bringen." Wie die Wahlbeteiligung ausfällt und wer am Ende das Rennen macht - das bleibt bis zur Bundestagswahl am 24. September abzuwarten.

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