Kunden verärgert

Aldi Süd: So schützt Discounter Kunden vor Bettlern an Heilbronn-Filialen

  • Olaf Kubasik
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In der Corona-Krise haben Discounter wie Aldi mit einem vermehrt auftauchenden Ärgernis an ihren Filialen zu kämpfen - auch in Heilbronn.

Der Lockdown in der Corona-Krise sorgt im ganzen Land für leere Innenstädte. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Einzelhandelsgeschäfte geschlossen, die Gastronomiebetriebe ohnehin. Und die Maskenpflicht in der Innenstadt von Heilbronn trägt auch nicht gerade zum Verweilen bei. Der Einkauf verlagert sich dementsprechend auf die Grüne Wiese, wo Supermärkte und Discounter als Grundversorger während der gesamten Pandemie-Dauer unter Auflagen geöffnet haben dürfen. Doch das bringt auch ein Übel mit sich...

Es ist Samstag. Der Tag, an dem Berufstätige zumeist ihren Lebensmittel-Großeinkauf tätigen. Die Filiale von Aldi Süd in Heilbronn ist bereits am frühen Morgen gut besucht. Doch der Einkauf beginnt für die Kunden erstmal gar nicht gut. Und das hat einen besonderen Grund. Denn genau dort auf dem Gelände, wo die Einkaufswagen stehen,die bei einem Aldi-Einkauf aufgrund der Corona-Pandemie Pflicht sind, lauert DAS Ärgernis!

Aldi Süd: Discounter schützt Kunden vor penetranten Bettlern an Filialen

Da die Innenstädte verwaist sind, haben penetrante Bettelbanden die Gelände von Supermärkten und Discountern wie Aldi oder Lidl für sich entdeckt. Weil dort momentan der größte Publikumsverkehr herrscht und die Chance auf erbetteltes Geld am aussichtsreichsten ist. Der junge Bettler geht auf Tuchfühlung zu den Kunden, die gerade ihren Einkaufswagen holen wollen. Ohne Mundschutz, aber auf eine Krücke gestützt, penetriert er diese. Rücksicht auf Abstandsregeln nimmt er dabei nicht. Die Kunden wenden sich ab, sind sauer - nur diesmal nicht auf Aldi Süd.

UnternehmenAldi Süd
SitzMühlheim an der Ruhr
Gründung1913
BrancheLebensmitteleinzelhandel

Ein Einzelfall ist das nicht. Auch an den Filialen von Aldi-Erzrivale Lidl, von Kaufland oder Edeka treiben Bettelbanden derzeit vermehrt ihr Unwesen. Doch was tun Supermärkte und Discounter gegen diese Form der Belästigung? Eine Unternehmenssprecherin von Aldi Süd erklärt auf echo24.de-Anfrage, dass den Kunden jederzeit ein angenehmer Einkauf ermöglicht werden soll: „Dazu gehört, dass der Verkauf von Zeitschriften oder das Betteln auf dem Gelände von Aldi-Süd-Filialen in manchen Regionen grundsätzlich verboten ist. Im Falle von Störungen oder Belästigungen kann im Notfall vom Hausrecht Gebrauch gemacht und ein Verweis vom Grundstück ausgesprochen werden.“ Lidl hat bis heute nicht auf die Anfrage reagiert.

Im Falle von Störungen oder Belästigungen kann im Notfall vom Hausrecht Gebrauch gemacht und ein Verweis vom Grundstück ausgesprochen werden.

Eine Unternehmenssprecherin von Aldi Süd

Rubriklistenbild: © Olaf Kubasik

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