Anzeigenblätter sind unverzichtbar

Veraltet? Von wegen! Ohne dieses Medium geht gar nichts

  • Anna-Maureen Bremer
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Kaum vorstellbar, wie regionale Events, lokale News und Schnäppchen im Ort ohne Anzeigenblätter aussähen. Das ist auch in Online-Zeiten unverändert. Das hat gute Gründe.

Menschenleere Straßen beim Shopping-Event, traurige Händler ohne Kunden, eine Blutspende-Aktion ohne Freiwillige und ein Bürgermeister ohne Presse bei einer Eröffnung. Der neue Imagespot des BVDA zeigt, wie eine Welt ohne kostenlose Wochenzeitungen aussehen würde.

Kostenlose Wochenzeitungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.

Die Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V (dprg.de) schreibt: „Während sich die Auflagen der Tageszeitungen seit vielen Jahren im permanenten Sinkflug befinden, sie Leser und Anzeigenkunden verlieren, sieht die Lage der Anzeigenblätter anders aus. Sie erreichten im Jahr 2012 ihre höchste Gesamtauflage und konnten im Jahr 2017 ihre bis dahin höchsten Einnahmen mit den Prospektbeilagen erzielen.“

Und wie machen die Anzeigenblätter das? Der Text verweist darauf, dass der redaktionelle Anteil bei Anzeigenblätter rund 40 Prozent beträgt. „Dieser ist wie die Werbung stark lokal ausgerichtet. Die Leser schätzen den Fokus auf den Nahbereich, die Funktion als Einkaufsratgeber und bauen über viele Jahre Vertrauen zu diesem Medium auf. Dies kommt der Werbung zugute. Mehr als drei Viertel von ihnen der fühlen sich zuverlässig über Ereignisse vor Ort informiert und halten die Berichterstattung laut diverser Umfragen für glaubwürdig.“ Dies bestätigt auch die regelmäßig durchgeführte Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA).

Und diese Meinung ist weit verbreitet und belegt. Auch die taz aus Berlin sieht das enorme Potenzial der Anzeigenblätter: „Immer wieder werden die Anzeigenblätter in Umfragen als verlässliche, glaubwürdige und häufig genutzte Quelle für lokale Nachrichten bezeichnet.“

Rubriklistenbild: © dpa/ Uwe Zucchi