BaratungsCenter garantieren qualifizierte Kundenberatung

Die Kreissparkasse Heilbronn hat sich im Corona-Jahr gut behauptet

Vorläufige Geschäftsergebnisse der Kreissparkasse Heilbronn im Corona-Jahr
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Die Kreissparkasse in Heilbronn.

Die Kreissparkasse Heilbronn verzeichnet in einem von der Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis. Das Institut hat 2020 die elf Milliarden-Euro-Marke bei der Bilanzsumme überschritten. Der anhaltende Rückgang der Nachfrage nach personenbedientem Service erfordert Anpassungen der Filialstruktur.

  • Kreissparkasse Heilbronn knackt die elf Milliarden-Euro-Schwelle bei der Bilanzsumme
  • Kundenkredite und Kundeneinlagen wachsen weiter
  • Rekordjahr bei Baufinanzierungen
  • Anpassung der Filialstruktur an Kundenverhalten zum 1.5.2021
  • BeratungsCenter garantieren qualifizierte Kundenberatung auf höchstem Niveau Heilbronn 

„Die Kreissparkasse Heilbronn hat sich in einem extrem herausfordernden Jahr gut behauptet“, fasst Ralf Peter Beitner, Vorsitzender des Vorstands, die vorläufigen Geschäftsergebnisse für 2020 zusammen. Die Bilanzsumme des größten Geldinstituts der Region legte von 10,3 Milliarden Euro (31.12.2019) auf 11,26 Milliarden Euro zu. Die Kundeneinlagen verzeichneten ein deutliches Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nun 8,04 Milliarden Euro. Der Zuwachs wird ausschließlich von Sichteinlagen getragen, sie machen inzwischen mit 5,28 Milliarden Euro knapp zwei Drittel der gesamten Einlagenbestände aus. In der Niedrigzinsphase wollen die Kunden nicht auf Flexibilität und schnelle Verfügbarkeit von Geldanlagen verzichten. 

Das Kundenkreditgeschäft entwickelte sich stabil und legte um 4,3 Prozent auf 8,05 Milliarden Euro zu. Das Kreditgeschäft mit gewerblichen Kunden war geprägt von der Corona-Krise. „Der Fokus lag hier vor allem auf liquiditätssichernden Maßnahmen wie Soforthilfen, die angebotenen Fördermittel oder Tilgungsaussetzungen“, beschreibt der Sparkassen-Chef die besondere Lage. Beitner betont aber auch: „Die von vielen prognostizierte Insolvenzwelle sehen wir bislang nicht.“ 

Rekordjahr im Immobiliengeschäft 

Gerade in der Krise boomt das Immobilienvermittlungsgeschäft weiter. „Die Menschen wollen Sicherheit, und Immobilien gelten nach wie vor als wertstabile Geldanlage – auch im Hinblick auf die Altersvorsorge“, analysiert der Sparkassen-Chef. So sind Grundstücke, Häuser und Wohnungen extrem stark gefragt. Die Makler der Kreissparkasse vermittelten 2020 wohnwirtschaftliche Immobilien mit einem Gesamtwert von rund 81,5 Mio. Euro (Vorjahr: 73 Mio. Euro). Auch die Nachfrage nach Baufinanzierungskrediten ist aufgrund des immer noch andauernden niedrigen Zinsniveaus weiterhin sehr hoch. „2020 war unser bislang erfolgreichstes Baufinanzierungsjahr“, freut sich Beitner. Insgesamt konnten 2.496 neue Immobilienfinanzierungen (2019: 2400) mit einem Gesamtvolumen von rund 648 Millionen Euro (2019: 566 Millionen Euro) abgeschlossen werden. „Viele Kunden sichern sich die niedrigen Zinsen für die gesamte Darlehenslaufzeit und vereinbaren Zinsbindungen bis zu 30 Jahren. Dieser Trend dürfte sich 2021 fortsetzen“, stellt Beitner fest. 

Wachstumsfeld Versicherungen 

Das Versicherungsgeschäft bleibt ein Wachstumsfeld der Kreissparkasse Heilbronn. Das Provisionsergebnis aus den Versicherungserlösen konnte um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. „Bereits mehr als 55.000 Kunden vertrauen bei der Absicherung von Risiken und bei der Vorsorge fürs Alter auf die Versicherungsspezialisten der Kreissparkasse Heilbronn“, berichtet Beitner. 

Im Bereich der privaten Altersvorsorge wurde 2020 eine Steigerung von 21 Prozent im Neugeschäft erreicht. Ein weiteres Wachstumsfeld waren Kfz-Versicherungen. Hier legte der Bestand um zwölf Prozent zu. Der Bestand im Bereich der Sachversicherung wurde um sechs Prozent gesteigert. „Entsprechend der hohen Kundennachfrage werden wir unser Beratungsangebot im Versicherungsgeschäft weiter verstärken“, avisiert Beitner. „2021 werden wir bereits mit sechs VersicherungsCentern in unserem Geschäftsgebiet vertreten sein.“ 

Wertpapierumsätze auf Vorjahresniveau Das turbulente Jahr an den weltweiten Aktienmärkten ließ die Umsatz-zahlen im Geschäft mit Aktien nach oben schnellen. Im Vergleich zum Vorjahresniveau wurde hier ein markantes Plus von zirka 35 Prozent ausgewiesen. Gleichzeitig gingen die Umsätze mit festverzinslichen Wertpapieren (-29,3%) und Investmentfonds (-7,5%) deutlich zurück. In der Summe blieb der Wertpapierumsatz beinahe unverändert bei rund 771 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr mit 775 Mio. Euro. 

Digitalisierung erfährt weiteren Schub 

Weitere Veränderungen im Verhalten der Sparkassenkunden haben auch das Jahr 2020 geprägt. „Die Entwicklung hin zur Digitalisierung ist ungebrochen“, berichtet Ralf Peter Beitner. „Unsere Kunden schätzen immer mehr die Vorteile eines schnellen Bankings per Internet oder Telefon.“ Aktuell führen bereits acht von zehn Sparkassenkunden ihre Konten online, jeder Vierte davon nutzt dazu die Sparkassen-App. Im Durchschnitt verzeichnete die Internet-Filiale im abgelaufenen Jahr rund 176.200 Zugriffe pro Tag. Die Nachfrage nach telefonischem Service nimmt ebenfalls kontinuierlich zu. Im Jahr 2020 kontaktierten im Schnitt über 30.000 Kunden pro Monat das KundenCenter der Sparkasse. Es ist mit über 60 Mitarbeitenden die größte Sparkassenfiliale. 

„Parallel verwaisen gerade unsere kleineren Filialen in der Fläche mit ihrem klassischen Serviceangebot zunehmend“, stellt der für das Privatkundengeschäft der Kreissparkasse zuständige Vorstand Bernhard Steck fest. Corona-Krise wirkt als Trendbeschleuniger Die Corona-Pandemie hat den ohnehin starken Trend weg vom bedienten Filialservice noch einmal deutlich beschleunigt. Seit Wiedereröffnung der während des ersten Lockdown zeitweise geschlossenen Filialen erlebte die Kreissparkasse einen drastischen Rückgang bei den von Mitarbeitern unterstützten Kassentransaktionen von bis zu 50 Prozent. „An kleineren Standorten besucht uns im Durchschnitt gerade noch ein Kunde pro Stunde“, berichtet Steck. „Die effektive Beschäftigungszeit unserer Servicekräfte mit Kunden vor Ort liegt damit bei durchschnittlich zehn Minuten pro Stunde.“ Immer mehr Kunden würden erleben, wie einfach es ist, Routinedinge per Telefon, Chat oder online zu erledigen. „Sie werden auf diese Bequemlichkeit auch in Zukunft nicht verzichten wollen“, ist sich Steck sicher. 

Anpassung der Serviceleistungen an das Kundenverhalten 

Die Schlussfolgerungen aus dieser Entwicklung sind für Vorstandschef Ralf Peter Beitner klar: „Wenn unsere Kunden durch ihr Kontaktverhalten so deutlich ihre Prioritäten zu erkennen geben, müssen wir reagieren.“ 

Die Kreissparkasse Heilbronn wird daher zum 1. Mai diesen Jahres 17 bisher noch mit Personen besetzte Filialen in SB-Standorte umwandeln. „Es handelt sich um kleinere Filialen, die aufgrund geringer Kundenfrequenz großenteils bereits eingeschränkte Öffnungszeiten hatten“, so Vorstand Bernhard Steck. Künftig wird die Kreissparkasse dann mit 39 Filialen und 60 SB-Stellen in der Region vertreten sein. Steck stellt klar: „Damit bleiben wir auch künftig der Finanzdienstleister mit dem engmaschigsten Standortnetz in der Stadt und im Landkreis Heilbronn.“

Ausbau der persönlichen Beratung 

Die Veränderungen bei den Filialen gehen einher mit dem konsequenten Ausbau eines hochwertigen Beratungsangebots. Hier setzt die Kreissparkasse verstärkt auf höchste Kompetenz und individuelle Betreuung. „Bei finanziellen Lebensentscheidungen erwarten unsere Kunden zu Recht Top-Beratung durch einen kompetenten Fachexperten ihres Vertrauens“, ist Steck überzeugt. „Dafür sind sie auch bereit, einige Kilometer zu fahren“. Die Sparkasse bündelt daher ihre Beratungskompetenz in mehreren zentral gelegenen BeratungsCentern. „Dort machen wir Bankgeschäfte in einem modernen Ambiente völlig neu erlebbar“, berichtet Bernhard Steck. 

Die BeratungsCenter werden an verkehrsmäßig gut erreichbaren Standorten liegen und werden alle Leistungen von der Geld- und Kapitalanlage über Baufinanzierungsberatung, dem Immobiliengeschäft bis zur Firmen- und Gewerbekundenberatung sowie der Versicherungs- und Vorsorgeberatung komfortabel unter einem Dach anbieten. „Diese gebündelte Kompetenz könnten wir in kleinen Filialen in der Fläche so nie vorhalten“, erklärt Steck. 

Wie sehr das Beratungskonzept die Kunden überzeugt, zeigen Erfahrungen aus Weinsberg, wo vor rund einem Jahr ein erstes BeratungsCenter eröffnet wurde. „Die Erfahrungen sind hervorragend“, berichtet Bernhard Steck. „Im Durchschnitt des Jahres 2020 hatten wir in Weinsberg pro Monat rund 3.600 Kundenkontakte, dabei wurden über 400 Beratungsgespräche mit Privatkunden geführt. Unsere Spezialisten vor Ort hatten jeden Monat mehr als 40 Baufinanzierungstermine und rund 50 Versicherungsberatungen. Diese Zahlen belegen, wie intensiv unser Angebot wahrgenommen wird“. Der Startschuss für zwei weitere Neubauten nach diesem Vorbild in Lauffen und Bad Friedrichshall ist in diesen Tagen erfolgt. Weitere BeratungsCenter im Geschäftsgebiet werden folgen.

Tragfähige Aufstellung 

Mit den geplanten Weichenstellungen sieht sich die Kreissparkasse Heilbronn gut gerüstet. „Diese Struktur ist tragfähig. Sie stellt eine umfassende Versorgung unserer Kunden in der Stadt und im Landkreis Heilbronn mit Finanzdienstleistungen sicher“, fasst Vorstandschef Ralf Peter Beitner zusammen. Grundlegenden Anpassungsbedarf sieht er zunächst nicht mehr. „Aber natürlich können Veränderungen auch künftig anlassbezogen erforderlich werden.“ Und Beitner verspricht: „Auch unter veränderten Bedingungen sind und bleiben wir die kompetente Beraterbank vor Ort. Darauf können sich unsere Kunden immer verlassen.“