Die Autana-Stiftung gGmbH feiert ihren fünften Geburtstag

Für jeden ein gutes Leben

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Ein Team, ein Ziel – ein gutes Leben für Menschen mit und ohne Behinderung (von links): Geschäftsführerin Gabriele Dehm, ihre Stellvertreterin Daniela Stotz sowie die Mitarbeiter Stefanie Teubner und Dominik Dehm.

Nach dem Ende der Schulzeit fing für Gabriele Dehm der Stress erst richtig an. „Niemand wollte meine Tochter Stefanie stationär aufnehmen, ich fand einfach keine Betreuung“, sagt die Heilbronnerin. Das Problem: Mit einer Autistin konnte keiner umgehen.

Dehm weiß, dass sie damit nicht alleine ist. Eine Lösung musste her, um Angehörige zu entlasten und flexible Angebote zu schaffen. Stefanie Dehm wird quasi zur ersten Kundin der Autana-Stiftung gGmbH, die heute ihren fünften Geburtstag feiert. Autistische Klienten sind auch heute noch das Spezialgebiet von Autana, doch inzwischen werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen Behinderungen und Demenz betreut. „In unsere Grundphilosophie fließt viel aus der persönlichen Erfahrung mit ein“, erklärt Daniela Stotz, Stellvertreterin der Geschäftsführerin Dehm. Beide sind ehrenamtlich tätig. Das heißt, nicht um jeden Preis fördern, sondern erst einmal Offenheit schaffen. „Wir nehmen die Klienten so an, wie sie sind. Und daraus kann dann auch Wachstum und Lernen entstehen“, berichtet Dehm. Für diesen Weg gebe es immer sehr viel positive Rückmeldung von den Kunden. Rund 25 Mitarbeiter, die eine Aufwandsentschädigung bekommen, helfen den Familien auf unterschiedliche Weise – eben ganz flexibel und individuell.

„Wir werden vor allem im Haushalt entlastet. Dadurch haben wir mehr Zeit, um uns ganz unbeschwert um die Kinder zu kümmern. Auch, wenn wir mal eine kurze Auszeit brauchen, kommt ein Betreuer“, erzählt Hanna Huber, Mutter von zwei autistischen Söhnen.

Gerade die hauswirtschaftliche Versorgung, Unterstützung im Alltag sei immer mehr gefragt. Dehm geht es vor allem darum, dass alle Menschen mit Behinderung ein für sie gutes Leben führen können. Als anerkannter Anbieter von niedrigschwelliger Betreuungsleistung werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Stotz: „Die Angehörigen müssen sich nur ihrer eigenen Belastungsgrenze bewusst sein und nicht mehr denken, sie müssten alles alleine schaffen.“

Information

Weitere Informationen zur Autana-Stiftung gibt es im Internet unter www.autana-stiftung.de

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