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Kaufland-Ansage: Schärfere Corona-Regeln – damit müssen Kunden rechnen

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Von: Dominik Jahn

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Kaufland/Lidl und Co.: Kommt jetzt die Maskenpflicht zurück? Auch die Lebensmittel-Giganten müssen auf einen drohenden Corona-Herbst blicken. 

Erst im April 2022 endete die Maskenpflicht – auch im Supermarkt. Auf echo24.de-Nachfrage gaben Lebensmittel-Riesen wie Kaufland, Lidl und Aldi damals sofort an, dass man auf eigene Maßnahmen verzichten wolle. Ein Hausrecht wurde nicht durchgesetzt. Jetzt könnte es zu einer Wende kommen. Baden-Württemberg will wieder schärfere Corona-Regeln.

Doch wie gehen Kaufland, Lidl und Co. mit dem erneuten Kurswechsel der Regierung um? Im Oktober 2021 gab es von Kaufland zur drohenden 2G-Regelung beim Einkaufen eine klare Ansage gegenüber echo24.de. Neben Baden-Württemberg wollen auch Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen einer drohenden Corona-Welle im Herbst entgegenwirken.

Kaufland, Lidl und Co.: Handelsverband äußert sich zu schärferen Corona-Regelungen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt die Pläne, sich durch entsprechende Maßnahmen auf drohende Corona-Schwierigkeiten vorzubereiten. In einer offiziellen Mitteilung erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dazu: „Angesichts der Tatsache, dass die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen am 23. September 2022 auslaufen, ist die Bundesregierung gut beraten, rechtzeitig einen Vorschlag mit Anschlussregeln vorzulegen, um für eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst und Winter gerüstet zu sein.“

Allerdings sieht der HDE-Chef mögliche 2G- oder 3G-Regelungen noch etwas kritisch. Demnach würden bisherige „wissenschaftliche Erkenntnisse“ Zugangsbeschränkungen eher nicht „erforderlich“ machen. Auch von den Discountern Lidl und Aldi und dem Lebensmittel-Riesen Kaufland gab es auf echo24.de-Nachfrage eine Reaktion auf mögliche neue Regelungen.

Kaufland und Lidl: So planen die Unternehmen für den Herbst

Zu möglichen Planungen für die beiden Schwester-Unternehmen der Schwarz-Gruppe, mit Hauptsitz in Neckarsulm, bleibt man mit Blick auf einen drohenden Corona-Herbst jetzt eher zurückhaltend. Von der Unternehmenskommunikation heißt es lediglich, man wolle sich „grundsätzlich an den Verordnungen der Bundesländer, den jeweiligen regional gültigen Allgemeinverfügungen sowie der Corona-Arbeitsschutzverordnung“ orientieren.

Damit würde Kaufland und Lidl ab Herbst wieder auf strengere Regeln, wie etwa eine Maskenpflicht, setzen – wenn die geforderten Maßnahmen der baden-württembergischen Landesregierung greifen. Zu den geforderten Regelungen „zählen insbesondere Maskenpflicht in Innenräumen, 3G/2G-Zugangsregeln, Testpflichten, Personenobergrenzen und Kontaktbeschränkungen“

Aldi: So plant der Discounter für den Herbst

Und auch der Discounter-König Aldi hat sich auf echo24.de-Anfrage bezüglich möglicher Vorplanungen für eine drohende Corona-Welle im Herbst geäußert. Und auch hier zeigen sich die Verantwortlichen deutlich zurückhaltend. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte mit: „Bei unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen halten wir uns stets an die jeweils gültigen Corona-Schutzverordnungen und folgen den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.“

Keine 2G-Regelung für Kaufland, Lidl und Co.? Handelsverband ist zuversichtlich

Beim Handelsverband Deutschland bleibt man insgesamt zuversichtlich. Schließlich, so sieht es Genth, habe der Einzelhandel „in der Vergangenheit einen großen Teil zur Pandemiebekämpfung beigetragen und enorm unter den Folgen der Corona-Maßnahmen gelitten“.

Handelsverband Deutschland (HDE)

Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist der Spitzenverband des deutschen Einzelhandels. Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband vertritt er die Interessen des Einzelhandels in Deutschland und der Europäischen Union. Es sind Unternehmen aller Branchen, Größenklassen und Vertriebswege mit rund 100.000 Betriebsstätten organisiert. Im Austausch mit Herstellern, der Politik und der Öffentlichkeit vertritt der HDE die Interessen einer stark mittelständisch geprägten Branche. 98 Prozent der Handelsunternehmen beschäftigen unter 50 Mitarbeiter und erzielen maximal 10 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Genth: „Nachdem wir mehr als zwei Jahre Erfahrungen mit der Pandemie gesammelt haben, gibt es keinen Grund mehr für Schnellschüsse und beschleunigte Gesetzgebungsverfahren, die eine intensive politische Debatte von vornherein auf ein problematisches Minimum reduzieren.“

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