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Wolf im Schwarzwald auf der Jagd? Sechs tote Ziegen gefunden – Land ermittelt

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Von: Lisa Klein

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Nachdem sechs Ziegen im Schwarzwald tot aufgefunden worden sind, wird nun mittels DNA-Test untersucht, ob ein Wolf die Tiere gerissen hat.

Sechs tote Ziegen sind am Freitag (6. Januar) in Münstertal im Landkreis Breisgau-Hoch­schwarzwald gemeldet worden. Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) waren bereits vor Ort und dokumentierten das Ereignis. Nun wird mittels DNA-Test untersucht, ob ein Wolf für den Tod der Tiere verantwortlich ist, erklärt das Umweltministerium Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung.

Baden-Württemberg stellt sich auf die Rückkehr des Wolfes ein. Durch das Land wurde bereits ein Managementplan entwickelt – denn Wölfe sind im Südwesten keine Seltenheit mehr. Es sei laut Experten nur noch eine Frage der Zeit, bis es das erste Wolfsrudel in Baden-Württemberg gibt. Bislang sind die Tiere im Südwesten nur als Einzelgänger unterwegs.

Möglicher Wolfsriss im Schwarzwald – Untersuchung der toten Ziegen soll Klarheit schaffen

Die Tierkörper der toten Ziegen befinden sich inzwischen zur Untersuchung in das Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg. Zudem werden genetische Abstrich­proben am Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik analysiert. Erst wenn alle Ergebnisse ausgewertet worden sind, steht fest, ob die Ziegen einem Wolf zum Opfer gefallen sind. Wie lange die Analysen dauern, ist nicht bekannt.

Die Gemeinde Münstertal liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald, in dem sich derzeit drei Wölfe dauerhaft niedergelassen haben. Anfang 2022 berichtete echo24.de von einem weiteren Wolf, der in Baden-Württemberg unterwegs ist. Immer wieder reißen diese Wölfe auch Tiere – schließlich müssen sich die Vierbeiner auch von etwas ernähren. Im Mai 2021 sind drei Schafe einem Wolf zum Opfer gefallen. Auch im Sommer 2022 wurden Tiere von einem Wolf gerissen, damals wurden ebenfalls eine DNA-Probe durchgeführt, die eindeutig war.

Das Umweltministerium bittet Bürger, „eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf“ umgehend der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg zu melden, per Mail an info@wildtiermonitoring.de oder am Telefon unter 0761 4018 274.

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