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Gefrierender Regen und Glatteis in Baden-Württemberg – Wetterdienst warnt

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Von: Julia Cuprakowa

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Die Hoffnung auf weiße Weihnacht ist dieses Jahr wohl vergebens. Am vierten Adventswochenende sah es anders aus: Spaziergänger und Wintersportler waren im Schnee unterwegs. Zum Start in die Woche heißt es Vorsicht auf den Straßen.

Update, 19. Dezember: Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich am Montagmorgen erneut auf glatte Straßen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet vor allem im Norden, aber auch in den südlichen Teilen des Landes gefrierenden Regen. Es sei mit unwetterartigem Glatteis zu rechnen. Es bestehe Sturz- und Unfallgefahr durch extreme Glätte, warnt der Wetterdienst. Man müsse mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen. Am frühen Morgen berichtete zunächst nur das Polizeipräsidium in Reutlingen von vermehrten Unfällen durch Glätte.

Danach zieht von Westen ausgehend – von einem Tief auf dem Atlantik – eine Warmfront über Baden-Württemberg hinweg. In der Folge ist sehr milde Luft wetterbestimmend.

Winterwetter in Baden-Württemberg: Zum Montag erst Glatteis, dann milde Temperaturen

Erstmeldung, 18. Dezember: Schnee, eisige Temperaturen und Sonnenschein – am vierten Adventswochenende waren viele Menschen in Deutschland und somit auch in Baden-Württemberg draußen unterwegs. Im Harz zum Beispiel waren alle großen Skigebiete geöffnet, dort ging es wegen der Kälte teils früher im Dezember los als geplant.

Wegen der Energiekrise hatten sich die Betreiber eigentlich gescheut, ihre Schneekanonen frühzeitig anzuwerfen – aus Angst, der Schnee könne wegtauen und die Produktion umsonst sein. Bei teils bis zu minus 13 Grad im Harz wurde der Plan aber geändert. Neben den Skigebieten sparen auch viele Städte, unter anderem in Baden-Württemberg, Energie, wie echo24.de bereits berichtete. Doch wie lange bleibt uns der Schnee erhalten? Denn vor allem für den Südwesten prognostizieren die Meteorologen einen Orkan mit sehr milden Temperaturen.

Frostiges Wetter macht auch Jungschwänen zu schaffen

Das frostige und bitterkalte Wetter macht nicht nur Menschen zu schaffen und lässt die Heizkosten in die Höhe schnellen, sondern sorgt auch in der Tierwelt für Unbehagen. Im Norden Bayerns musste die Feuerwehr einen hilflosen und erschöpften Jungschwan retten: Das Tier habe am frostigen Morgen des vierten Advents auf einer Straße in Stockstadt am Main gesessen und sich kaum noch bewegt, teilte die Feuerwehr mit.

Weil Schwäne nur im Wasser abheben können, konnte das unerfahrene Tier auch nicht fliegen. Die Einsatzkräfte brachten den Schwan in ein Tierheim, wo er aufgepäppelt wird, bis die Temperaturen wieder steigen. Übrigens: Viele Tierheime in Baden-Württemberg vermitteln keine Tiere kurz vor Weihnachten.

Deutscher Wetterdienst warnt vor gefährlichem Glatteis

Nach dem winterlichen vierten Adventswochenende beginnt die neue Woche mit einer gefährlichen Wetterlage: In der Nacht zum Montag und am Montagvormittag kommt milde Luft mit Regen von Westen her nach Baden-Württemberg. Der Regen fällt auf die durchgefrorenen Böden, es droht gefährliches Glatteis. Davor warnt auch der „Deutsche Wetterdienst“ (DWD). Allerdings gibt es keine amtliche Unwetterwarnung, wie es bereits am Mittwoch (14. Dezember) und am Donnerstag (15. Dezember) der Fall war.

Am Montagvormittag zieht der Regen in Baden-Württemberg rasch nach Norden ab. Im weiteren Tagesverlauf heitert sich das Wetter allmählich auf. Und auch die Temperaturen klettern langsam, aber sicher nach oben. Es werden Höchstwerte zwischen 2 Grad in Oberschwaben und 11 Grad im Breisgau erwartet.

„Winter ade, zu Weihnacht‘ kein Schnee“ – Temperaturen klettern wieder nach oben

Für den Rest der Woche bleibt es bei der Zufuhr milder Luft, heißt es auch bei der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa). „Bis Heiligabend ist dann fast überall auch der letzte Schnee weggeschmolzen“, sagte Stöckle. „Somit heißt es erst mal: Winter ade, zu Weihnacht‘ kein Schnee.“ Es fällt immer wieder Regen, die Tageshöchstwerte bleiben im hohen einstelligen oder sogar zweistelligen Bereich. Nur in den Hochlagen der Alpen bleibe es noch winterlich weiß.

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