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Winter-Comeback im Januar? Eistage, Schnee-Katastrophen und Kälte-Rekorde

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Von: Tobias Becker

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Das Wetter in Baden-Württemberg ist zum Jahreswechsel eher frühlingshaft unterwegs. Aber ein Comeback des Winters ist nicht ausgeschlossen, wie die Erfahrung zeigt.

Ein viel zu früher Frühling oder gibt es doch noch das Winter-Comeback? Das Wetter stellt Experten derzeit vor eine spannende Frage. In vielen Orten in Baden-Württemberg färbte sich der Himmel am Freitagmorgen zärtlich rosa, teils auch etwas kräftiger rötlich, als die Sonne die ersten Strahlen über das Land warf.

Dazu hat es in Heilbronn rund fünf Grad, in Stuttgart nur vier. Ein herrlicher Wintertag, wenn die Temperaturen nicht noch über zehn Grad steigen würden. Aber keine Sorge: Die Wintermonate kommen noch! Dürfen Winterfans also auf mehr Kälte und Schnee im neuen Jahr hoffen?

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann
Bevölkerung11,07 Mio.

Wetter in Baden-Württemberg: Januar und Februar sorgen oft für Kälte

Einerseits startet mit dem neuen Jahr der erste vollwertige Wintermonat und es kommt die – in der Regel – kälteste Zeit auf Baden-Württemberg zu. Die liegt meist rund einen Monat nach dem kürzesten Tag des Jahres – ähnlich wie die wärmste Zeit im Sommer einen Monat nach dem längsten Tag folgt. Das würde bedeuten: Ende Januar und Anfang Februar wird es eisig.

Aber andererseits macht das Wetter in Baden-Württemberg wenig Hoffnung, denn an Silvester drohen Wärme-Rekorde. Um die 20 Grad sollen erreicht werden zum Jahreswechsel. Eine sommerliche Böllerei wird es wohl dennoch nicht, denn zu den hohen Temperaturen gesellen sich Sturmböen und regional auch Regen, wie echo24.de bereits berichtete.

Winter-Comeback möglich? Nicht zum Feuerwerk an Silvester

Während viele Menschen sich ins Chaos bei Lidl, Aldi und Co. zum Start des Feuerwerksverkaufs stürzen, haben Wetter-Experten bereits ein mögliches Winter-Comeback ausgemacht. Mitte Januar sinken zumindest die Temperaturen in Baden-Württemberg wieder auf ein für die Jahreszeit angemessenes Niveau.

Doch gehen Winter-Freunde genauso leer aus, wie Feuerwerk-Fans in den großen Baumärkten, die den Böllerverkauf boykottieren? Das wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Zunächst spürt Baden-Württemberg wohl noch die Auswirkungen des eisigen US-Todessturms „Elliott“ (mehr als 50 Tote).

Feiert der Winter ein Comeback? Januar sorgte oft für Rekorde

Immerhin gibt es aber Anzeichen dafür, dass die richtig kalte Phase noch bevorsteht. Der Winter ist oft genug im Januar und Februar durchgestartet. „wetter.de“ schreibt sogar: „Wäre Weihnachten erst im Januar, dann wäre es zur Bescherung deutlich häufiger weiß als im Dezember.“

Erst 2019 türmte sich der Schnee im Alpenraum meterhoch, vor rund 70 Jahren gab es hunderte heftige Lawinen, Ende der 70er kam es zu einer Schnee-Katastrophe im Norden Deutschlands – also ganz ohne Berge, in denen man den Winter eher sieht. Auch die niedrigste gemessene Temperatur gab es im Januar: Auf der Zugspitze im Jahr 1905 wurden am 2. Januar -34,6 Grad festgestellt, 1993 zeigte das Thermometer am 17. Januar in Aldersbach (bei Passau, Bayern) -33,5 Grad. Kalt und Winter? Kann der Januar, aber auch 2023?

Schneechaos im Winter 1978/79
Der Winter 1978/79 brachte eine Schnee-Katastrophe nach Deutschland. So waren in Cuxhaven (Niedersachsen) sogar Autos eingeschneit. © Werner Schilling / dpa

Winter-Comeback im Januar: Kaum Hoffnung bis Mitte des Monats

Zumindest muss man nicht mit einem Monat voller Eistage rechnen. Das ist das Gegenteil eines Hitzetages und bedeutet, dass die Temperatur einen Tag lang – also 24 Stunden – nicht über 0 Grad steigt. Richtig heftig: Im nicht weit entfernten Darmstadt (Hessen) gab es 1940 einen Januar mit 31 (!) Eistagen. Das droht in 2023 nicht, denn der Beginn des Jahres fällt eher mild aus.

„wetter.net“-Meteorologe Dominik Jung bestätigt das mit Blick auf die Ensemble-Vorhersage. Bis Mitte Januar bleiben die Temperaturen meist zwischen fünf und acht Grad in Baden-Württemberg. Die Schneefallgrenze liegt demnach bei 1500 Metern und höher. In Heilbronn, Stuttgart und Mannheim beispielsweise, wird es also eher ein frühlingshafter Januarstart.

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