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Wetter an Weihnachten: Ho-Ho-Hochwasser und Unwetter-Gefahr

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Von: Tobias Becker

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Weihnachten steht vor der Tür, die Hoffnung auf Schnee zum Fest kann langsam begraben werden. Im Gegenteil: Laut Experten droht sogar Unwetter in Baden-Württemberg.

Von der weißen Weihnacht kann man sich wohl auch in diesem Jahr weitestgehend verabschieden. Ein grünes Fest gibt es hingegen – mit fast schon frühlingshaften Temperaturen und dazu passendem Aprilwetter. Bis vor wenigen Tagen gab es noch ein wenig Hoffnung auf Schnee an oder zumindest nach Weihnachten, doch inzwischen droht in Baden-Württemberg sogar Unwetter-Gefahr!

Wetter an Weihnachten: Sturm und Regen, statt Schneerieseln

Ein Orkan bläst den Weihnachtsschnee weg, berichtete echo24.de zuletzt noch. Genau das scheint eingetroffen zu sein, ohne dass der Orkan selbst hier eintrifft. Aber: Sturm kann es dennoch geben. Wie „wetter.net“-Experte Dominik Jung erklärt, kann in höheren Lagen mit Sturmböen von 100 bis 110 Kilometern pro Stunde gerechnet werden.

Heißt auch: In tieferen Lagen des Landes bleibt es ebenfalls windig, teils auch stürmisch. Hinzu kommt jede Menge Niederschlag – nur eben nicht in Form von Schnee, sondern Regen, Regen und... nochmal Regen. Weihnachten droht im Wetterchaos zu versinken.

Wetter in Baden-Württemberg: Frühlingshafte Temperaturen bleiben über die Feiertage

„Der Winter ist nicht weg, er ist nur woanders“, so Meteorologe Jung. Damit sind die USA, Kanada und Asien gemeint. Bis zu -25 Grad kann es dort auf 1.500 Metern Höhe geben, wie verschiedene Wetterkarten zeigen. Und in Baden-Württemberg? Da sind es sogar in dieser Höhe noch zehn Grad plus an Weihnachten.

Jetzt bekommt sogar der Weihnachtsmann seinen zweiten Frühling in diesem Jahr. Mitteleuropa scheint umgeben von kalten Luftmassen, Deutschland wurde dabei jedoch vergessen und bekommt jede Menge Wärme. Immerhin in einem Bereich, denn die Energiekrise lässt die Heizkosten schließlich steigen.

Weihnachtswetter im Chaos: Sturm, Hochwasser, Temperaturkracher in Deutschland

So macht das Wetter in Baden-Württemberg der Energiekrise zumindest einen dünnen Strich durch die Rechnung – und dem Dezember gleich mit. Der ist bislang 2,4 Grad zu kalt im Vergleich zum langjährigen Klimamittel. Es könnte der kälteste Dezember seit 2010 werden.

Bleiben die Temperaturen jedoch weiterhin so mild – und danach sieht es aus – könnte die korrigierte Vorhersage des amerikanischen Wettermodells doch noch eintreffen: Ein 0,5 bis 1 Grad zu warmer Monat. Doch darüber werden sich viele Menschen nun kaum Gedanken machen, denn neben Sturm und verfrühtem Frühling könnte auch noch echtes Aprilwetter kommen – ohne Scherz!

DWD spricht Unwetter-Warnung aus: Dauerregen mit bis zu 120 Liter pro Quadratmeter

Es soll Regen in rauen Massen geben. Vor allem in Westdeutschland. In Baden-Württemberg kommt an den Weihnachtsfeiertagen wohl die Sonne raus und lädt zum Weihnachtsgrillen ein. Vorher gibt es aber auch eine Warnung, die der „Deutsche Wetterdienst“ (DWD) für Baden-Württemberg ausspricht.

„Im Odenwald, im Schwäbischen Wald, im Allgäu und im Schwarzwald tritt Dauerregen auf. Dieser dauert im Allgemeinen bis Heiligabend an“, heißt es beim DWD. Zwischen 40 und 60 Liter pro Quadratmeter drohen zu fallen. In Teilen des Schwarzwaldes sogar zwischen 100 und 120 Liter. Die Flüsse werden wohl Hochwasser-Pegel haben, das Wetter spielt nun vollends verrückt und beschert ein weihnachtliches Chaos.

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