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Wie wird das Wetter im November? 50 Grad Temperaturunterschied möglich

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Von: Lisa Klein

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Sonne im Nebel
Wettertechnisch ist im November alles möglich: von minus 25 Grad bis plus 25 Grad. © Christoph Schmidt/dpa

Im November ist prinzipiell alles möglich – sogar ein Temperaturunterschied von bis zu 50 Grad. Welches Wetter erwartet uns im letzten Herbstmonat, bevor der Winter beginnt?

Experten waren sich unsicher, ob uns ein „goldener Oktober“ erwartet oder doch ein Herbstmonat voller Regen, Sturm und Unwetter. Der Monatsanfang und auch ein Blick auf das Wetter in Baden-Württemberg in den kommenden Tagen zeigen: Der Oktober bringt einfach beides. Knaller-Temperaturen über 20 Grad und so richtiges Altweibersommerwetter wechseln sich ab mit Tagen voller Dauerregen. Und was bringt der November?

Verlässliche Prognosen gibt es für den letzten Herbstmonat des Jahres noch nicht – schließlich steht der Monatswechsel erst in drei Wochen bevor. Aber: Generell ist im November alles möglich – sogar ein Temperaturunterschied von bis zu 50 Grad.

Wie wird das Wetter im November? Von minus 25 bis plus 25 Grad ist alles möglich

Vor allem zum Monatsbeginn gibt es im November häufig noch mal ein paar letzte Spätsommertage. Beinahe 26 Grad wurden in der Vergangenheit bereits im November gemessen – und zwar 25,9 Grad in Rosenheim (Bayern) am 6. November 1997, wie wetterprognose-wettervorhersage.de berichtet.

Einen heftigen Kontrast dazu bilden Minustemperaturen, vor allem nachts sinken die Temperaturen bereits deutlich. Je nachdem, wie früh der Winter hereinbricht, kann es bereits Ende November so richtig eisig werden. Am kältesten war es seit der Wetteraufzeichnung laut wetterprognose-wettervorhersage.de am 28. November 1915 auf der Zugspitze mit knackigen minus 25,9 Grad. Der zweitniedrigste Wert wurde am 23. November 1965 in Wackersleben gemessen: minus 23,6 Grad.

Wetter in Deutschland: Weniger Sonnenstunden und kürzere Tage im November

Mit einem derartig großen Temperaturunterschied muss in diesem November wohl eher nicht gerechnet werden. Zumal der Trend dazu geht, dass die Temperaturen in den Herbst- und Wintermonaten im Vergleich zu den vergangenen Jahren eher zu warm ausfallen. Grund dafür ist der Klimawandel, der im Übrigen auch für immer extreme Wetterlagen sorgt. Aber wie gesagt: Möglich ist alles. BW24.de berichtet, ob der Oktober und November so golden weitergehen wie bisher.

Was der November auf jeden Fall bringt, sind wenig Sonnenstunden. Gerade mal zwei Sonnenstunden gibt es im Schnitt pro Tag im November. Grund dafür ist unter anderem, dass die Tage immer kürzer werden und die Sonne sehr früh untergeht. Aber natürlich auch die tendenziell eher ungemütliche Wetterlage an sich: Der November ist gezeichnet von viel Nebel und häufig dicken Wolkenfeldern, die über das Land ziehen und die Sonne verbergen.

Laut wetter.de gibt es nur zwei Monate mit noch weniger Sonnenstunden in Deutschland: Im Dezember und Januar zeigt sich die Sonne im Schnitt nur rund 1,5 Stunden pro Tag. Zum Vergleich: In den Sommermonaten gibt es im Schnitt rund sieben Sonnenstunden pro Tag.

Wetter in Deutschland: Gibt es im November den ersten Schnee im Flachland?

In der Regel ist der November zudem relativ nass. Rund 65 Liter fallen im Schnitt pro Quadratmeter, verteilt auf elf Regentage. Nach diesem trockenen Sommer dürfte sich die Natur über etwas mehr Niederschlag freuen, um die Grundwasserstände zu füllen.

Übrigens ist es auch gut möglich, dass im November bereits der erste Schnee fällt, auch im Flachland. Wobei hier die Wahrscheinlichkeit für Schnee im Flachland im Dezember oder Januar deutlich höher ist. Laut wetter.de sieht es aber in den Höhenlagen ab 600 Metern im November durchaus schon winterlich aus: Dort bildet sich im Durchschnitt die erste geschlossene Schneedecke bereits in der zweiten Novemberhälfte. Jedoch wird diese von Wärmeluftvorstößen im November gerne noch mal aufgelöst.

Für den Winter 2022/23 wagen Experten bereits die ersten Schnee-Prognosen. Und sogar für Weihnachten geben die ersten Meteorologen Schnee-Vorhersagen ab – wobei die Wintermonate noch so weit in der Ferne liegen, dass darauf besser nicht gesetzt werden sollte.

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