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Sorgt das Wetter für hohe Heizkosten im Januar? „Kaltluft in der Übermacht“

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Von: Tobias Becker

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Der Dezember ist bereits eisig kalt, im Januar macht das Wetter in Baden-Württemberg wohl direkt weiter. Wettermodelle, die vorher von milden Temperaturen gesprochen haben, rudern zurück. Höhere Heizkosten sind die Folge.

Schnee, Sonne oder doch Regen? Das Wetter in Baden-Württemberg lässt sich aktuell nicht in die Karten schauen. Für Weihnachten entwickelt sich ein wahrer Krimi. Erst hieß es, dass Schnee sehr gut möglich ist an Weihnachten. Dann die Kehrtwende: Nichts mit Schnee sagt das amerikanische Wettermodell nun.

Im Gegenteil: Es soll sogar frühlingshaft warm werden und ein Orkan soll die weiße Weihnacht wegblasen. Doch das Wetter an Weihnachten ist nicht das einzige, was viele Menschen derzeit beschäftigt. Die große Frage lautet: Bleibt es weiterhin so kalt?

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann
Bevölkerung11,07 Mio.

Wetter in Baden-Württemberg: Kältester Dezember seit zwölf Jahren

Das hätte vor allem wegen der Energiekosten immense Auswirkungen auf viele Menschen. Nachdem das Jahr 2022 in bisher jedem Monat zu warm war im Vergleich zum langjährigen Klimamittel, wurde auch der Winter erstmal mild vorausgesagt. Bis zu zwei Grad zu warm sollten Dezember, Januar und Februar werden. Großes Aufatmen!

Doch inzwischen ist klar: Sowohl das europäische als auch das amerikanische Wettermodell haben sich gewaltig geirrt! Der Dezember ist eisig, hat Schnee, Eisregen und Glatteis im Gepäck. Zwar wird es zwischen dem vierten Advent und Weihnachten nochmal etwas milder, aber schon zum Fest könnten die Temperaturen wieder heruntergehen.

Alles in allem ist der Dezember der kälteste seit zwölf Jahren. Zuletzt war es 2010 so kalt wie dieses Jahr. Und die Vorhersage der Wettermodelle? Die sind im Winterchaos untergegangen, denn statt zwei Grad zu warm, ist der Dezember fast zwei Grad zu kalt, wie Dominik Jung von „wetter.net“ erklärt.

Wetter in Baden-Württemberg: Gasverbrauch, Heizkosten und Warnungen

Kein Wunder also, dass Energieversorger derzeit wegen des drohenden Blackouts auf Warn-Apps verweisen und auch der besorgniserregende Blick auf den Füllstand der Gasspeicher bleibt nicht aus. Mit gutem Grund, denn im Januar könnte es genauso weitergehen, wie es im Dezember aufhört.

Die Wetterberechnungen der amerikanischen Computer rudern fleißig zurück. Statt zwei Grad zu warm, wird nun der Januar nur noch mit knapp 0,5 Grad zu warm vorhergesagt. Tendenz: Weiter sinkend. Kein Wunder also, dass Meteorologe Jung erklärt, dass die „Kaltluft in der Übermacht“ ist.

Das bedeutet für die Menschen in Baden-Württemberg jedoch nicht nur, dass das Winter-Wunderland weitergeht, sondern auch, dass die Heizungen an bleiben und die Kosten weiter steigen. Zwar gibt es Spartipps beim Heizen, die echo24.de bereits erläuterte, aber bei so eisigen Temperaturen wie im Dezember bleibt die Heizung nun mal nicht ganz aus.

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