Wetter im Frühling 2021 für Deutschland

Schlechte Luft in Deutschland - Experten warnen vor Sport im Freien

  • Lisa Klein
    vonLisa Klein
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Momentan ist die Luftqualität in Deutschland sehr schlecht. Diesmal sind aber nicht die Diesel-Autos für eine hohe Feinstaub-Belastung verantwortlich, sondern die Natur selbst.

Die Luftqualität in Deutschland wird von den Wetterdiensten momentan als eher schlecht eingestuft (Stand 25. Februar). Der Luftqualitätsindex des Umweltbundesamts zeigt derzeit vor allem die Farben dunkelrot (sehr schlecht Qualität), rot (schlecht) und gelb (mäßig) an. Der Grund: Derzeit befindet sich im ganzen Land viel Feinstaub in der Luft. Normalerweise wird der Grund für viel Feinstaub bei dem Menschen gesucht. Doch diesmal ist die Ursache dafür in der Natur zu finden.

Einige Messstationen zeigen momentan Feinstaub-Belastungen mit Werten zwischen 50 und 100 Mikrogramm pro Kubikmeter an – teilweise sogar Werte darüber. Europaweit gilt ein Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter zum Schutz der Gesundheit. Von Sport im Freien wird bei einem Wert, wie wir ihn momentan in Deutschland haben, abgeraten. Doch was ist die Ursache für die hohe Konzentration an Feinstaub?

Feinstaub und schlechte Luftqualität in Deutschland: Was ist die Ursache?

Feinstaub entsteht heutzutage vor allem im Straßenverkehr durch die Verbrennungsprozesse in Fahrzeugen, Kraftwerke, Öfen und Heizungen sowie durch die Landwirtschaft. Aber Feinstaub wird nicht nur von den Menschen produziert, sondern auch die Natur selbst sorgt für Feinstaub. Natürliche Quellen für Feinstaub sind Bodenpartikel, Pollen und Saharastaub. Bereits vor zwei Wochen sowie auch in dieser Woche sorgte der Saharastaub in Deutschland für einen orangen Teint: Erst war der Himmel orange verfärbt und nachdem es geregnet hat, wurde der Saharastaub vor allem auf Autos und Fenstern deutlich sichtbar.

Momentan ist vor allem der Saharastaub der Übeltäter und verantwortlich für die bundesweit schlechte Luftqualität. Da die Winde allerdings ab dem Wochenende nicht mehr aus dem Südwesten kommen und es wieder kühler werden soll, sollte sich auch der Saharastaub wieder verflüchtigen und die Feinstaubwerte sich normalisieren.

Was ist Feinstaub?

Als Feinstaub werden Schwebestaubteilchen in der Luft mit einem kleineren Durchmesser als 10 Mikrometer bezeichnet. Feinstaub ist für den Menschen beinahe unsichtbar, es sei denn, sein Konzentrat ist besonders hoch. Feinstaubpartikel können generell in drei Klassen unterteilt werden:

1. Partikel mit einem Durchmesser von 10 Mikrometer oder weniger.

2. Partikel, die 2,5 Mirkometer klein oder noch kleiner sind.

3. Partikel, die ein Mikrometer oder kleiner sind.

Warum ist Feinstaub eigentlich schädlich? Eine hohe Feinstaub-Belastung über einen längeren Zeitraum ist für die Gesundheit ganz schön gefährlich. Winzige Partikel dringen über die Atemwege in die Lunge ein und verbreiten sich über das Blut im ganzen Körper. Je kleiner die Partikel, desto gefährlicher sind sie. Langfristig kann Feinstaub Schädigungen der Lunge, des Herzens und des Gehirns verursachen. Denn die Mirko-Partikel können nicht wieder ausgeschieden werden. Am häufigsten entstehen durch Feinstaub Atemwegserkrankungen wie eine chronische Bronchitis.

Wetter in Deutschland: Pollenflug und Feinstaub sorgen für schlechte Luftqualität

Aber nicht nur der Saharastaub macht momentan den Atemwegen zu schaffen. Viele Heuschnupfen-Patienten dürften mit den ersten Sonnenstrahlen und dem frühzeitigen Frühlingsausbruch in Deutschland bereits ein Kribbeln in der Nase verspürt haben. Denn die ersten Pollen sind bereits unterwegs. Der Pollenflug-Index des Deutschen Wetter Dienstes (DWD) zeigt aktuell vor allem für Hasel einen mittelhohen Wert in beinahe ganz Deutschland an.

Besonders gefährlich sieht der Pollenflug der Erle momentan aus, im Süden sowie Westen Deutschlands zeigt der Pollenflug-Gefahrenindex eine sehr hohe Belastung sowie im Rest des Landes eine mittelhohe Belastung an. Alle Allergiker, die auf Gräser, Birke, Roggen, Beifuß, Ambrosia und Esche reagieren, bleiben in den kommenden Tagen vorerst noch verschont.

Rubriklistenbild: © Heinz Gebhardt via www.imago-images.de

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