Schnee und Sturm

Wetter in Deutschland: Mit Orkantief zieht Schneewalze übers Land

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

Ein Orkantief beeinflusst das Wetter in Deutschland und sorgt für stürmische Tage. Dazu rollt eine Schneewalze übers Land – eine gefährliche Kombination.

Nach wochenlangem milden Wetter ist es so weit: Der Winter feiert sein Comeback, am Wochenende rollt eine Schneewalze über Deutschland und sorgt sogar für Schnee bis ins Flachland. Beeinflusst wird das Wetter in Deutschland aktuell von einem Orkantief, welches zwischen Island und Grönland wortwörtlich für Wirbel sorgt. Dort herrschen aktuell Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h.

Zwar wird das Orkantief den Berechnungen zufolge nicht über Deutschland ziehen, dennoch wird unser Wetter davon beeinflusst und auch bei uns kommt es zu orkanartigen Böen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net fasst das Wetter gut zusammen: „Schnee und Sturm bestimmen das Wochenende“ – eine gefährliche Kombination.

Was ist eigentlich ein Orkan?

Ein Orkan ist ein schwerer Sturm mit der Windstärke 12 – der höchsten Kategorie, die es gibt. Orkane kommen besonders häufig auf dem Meer vor und erreichen Windgeschwindigkeiten von über 117 Kilometer pro Stunde, erklärt wetter.net.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit vor schweren Sturmböen. Vor allem an der Küste wird es am Samstag (8. Januar 2022) ordentlich stürmisch, aber auch im Westen und im Bergland kommt es laut DWD zu „starken bis stürmischen Böen“. Am Sonntag soll das Sturmtief Richtung Süden ziehen, im höheren Bergland werden weiter Sturmböen erwartet.

Wetter in Deutschland: Orkantief bringt Schnee übers ganze Land

Besonders windig wird es laut dem Wetter-Experten Dominik Jung am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag in Deutschland. Eine Sturmwalze rollt in der Nacht auf uns zu, wie heidelberg24.de berichtet. Das Zentrum des Sturmtiefs befindet sich am Samstagabend nordwestlich von Europa, doch auch drum herum wird es ordentlich stürmisch. Westlich des Rheins gibt es laut dem Meteorologen Jung Böen mit einer Windgeschwindigkeit von 70 bis zu 75 km/h. In den Hochlagen der westdeutschen Mittelgebirge werden sogar Windgeschwindigkeiten von 80 bis 90 km/h erwartet.

Das Orkantief treibt kalte Meeresluft bis nach Deutschland. Zu dem Sturm am Wochenende gesellt sich dann noch jede Menge Niederschlag, welcher aufgrund der niedrigen Temperaturen in Deutschland vielerorts als Schnee herunterkommt. Eine Schneewalze rollt über das Land. Den meisten Schnee soll es an diesem Wochenende laut dem DWD schon in der Nacht von Freitag auf Samstag geben.

Aber auch am Samstagmorgen halten die Schneefälle weiter an. Die Schneefallgrenze sinkt am Samstag auf 200 Meter. Sogar im Flachland ist mit ein paar weißen Flocken zu rechnen. In der Nacht zum Sonntag steigt die Schneefallgrenze laut Dominik Jung wieder auf bis zu 400 Meter. Am Sonntagabend soll es vor allem in den höheren Lagen jede Menge Schnee geben.

Die Kombination aus Schnee und schweren Sturmböen könnte gefährlich werden, denn durch den Wind kann es zu Schneeverwehungen kommen. Wird der Schnee umhergewirbelt, wird es vor allem für Autofahrer brenzelig, da neben möglicher Glätte auf den Straßen auch noch eine schlechte Sicht hinzukommt. *echo24.de gibt Tipps, wie Autofahrer bei Schnee und Eis sicher ans Ziel kommen und auch was zu tun ist, wenn sich das Auto im Schnee festfährt. *echo24.de und *heidelberg24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema