Sommer 2021

Wetter im Juli 2021: Der Hitze-Sommer kommt! Dürre und Unwetter drohen

  • Lisa Klein
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  • Christina Rosenberger
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Im Juni gab es die ersten Hitzetage in Deutschland. Laut den Prognosen der Experten drohen uns auch im Juli 2021 neben Hitze mit Trockenheit und Dürre auch schwere Unwetter.

Update, 30. Juni: In der zweiten Junihälfte hat sich der Hitzesommer 2021 in Deutschland kaum noch bemerkbar gemacht. Schwere Unwetter plagten vor allem den Süden und verursachten große Schäden. Nur an wenigen Tagen wurde die Hitze-Marke von 30 Grad geknackt. Laut wetter.com kann sich der Sommer bisher noch nicht so recht entscheiden, in welche Richtung er sich bewegen möchte.

Doch obwohl diese Indizien auf den ersten Blick nicht für einen Hitzesommer sprechen, sind Wetterexperten anderer Meinung. Laut wetter.com-Meteorologe Georg Haas war der Juni 2021 nämlich trotz seiner vielen Unwetter 3,7 Grad zu warm, wenn man auf den Mittelwert der Klima-Aufzeichnungen zwischen 1961 und 1990 blickt. Doch genau diese hohen Temperaturen sorgen auch wieder für Unwetter.

Hitzesommer 2021: Hitzewelle trifft Unwettergefahr - Dürre oder Überschwemmungen?

Demnach kommen subtropische, schwülwarme Zeiten auf Deutschland zu. Wetterexperte Haas erklärt: Für den 5. bis 11. Juli zeigt das Europäische Langfristenmodell ECMWF, dass es eher wärmer wird als im Durchschnitt. Gleich der ganze Kontinent Europa wird in diesem Zeitraum zu warm sein. „Das liegt an der großräumigen Südwest-Strömung, die sich ausbreiten wird“, erklärt er im 16-Tage-Trend. Und diese „Strömung“ könnte auch erneut Unwetter mit Hagel, Orkan und Überflutungen bringen.

Besonders paradox: Durch die extreme Hitze, gepaart mit der Unwettergefahr, könnte es sowohl zu Hochwasser als auch zu Dürreperioden kommen. Außerdem stehen Ende Juli die sogenannten „Hundstage“ auf dem Plan. Diese könnten laut einer alten Bauernregel die heißesten Sommertage im Jahr werden und ziehen sich traditionell vom 23. Juli bis 23. August.

Wetter im Sommer 2021: Droht Deutschland eine Hitzewelle?

Erstmeldung, 15. Juni: Nach dem eher durchwachsenen Frühling zeigt sich der erste Sommermonat des Jahres von seiner besten Seite. Inzwischen schießen dank der Sahara-Hitze die Temperaturen in Deutschland in die Höhe und es werden sogar Temperaturen von über 30 Grad von Mitte bis Ende Juni erwartet. Die Schafskälte scheint in diesem Jahr keinen Einfluss auf das Wetter in Deutschland zu haben und die Hitze aus dem Süden dominiert.

Doch wie geht es weiter mit dem Sommer 2021? Die Langzeit-Prognosen für den Juli und den August 2021 waren bislang für alle Sommer und Sonne-Liebhaber eher etwas ernüchternd, doch nun haben sich die Vorhersagen geändert – zum Guten für alle Bade-Fans und zum Schlechten für die Natur.

Wetter im Juli 2021: Wettermodelle versprechen Hitzesommer

Das Europäische Langfristenmodell (ECMWF) hat vor einigen Wochen noch kühlere Aussichten für den Juli gegeben: Laut der Meteorologin Corinna Borau von dem Wetter-Portal wetter.com zeigte das Wettermodell für Skandinavien und im Norden von Deutschland eher durchschnittliche Temperaturen an und nur für den „Süden ein leichtes Plus“.

Laut den aktuellen Berechnungen wird der Juli 2021 voraussichtlich nun doch deutlich heißer als zuerst angenommen: „Es ist deutlich wärmer geworden, und das in weiten Regionen von Mitteleuropa. Da sind badetaugliche Temperaturen von über 25 oder über 30 Grad locker drin“, zeigt die Meteorologin anhand des ECMWF-Modells. Auch das amerikanische Langfristenmodell (NOAA) sieht das ähnlich, über Deutschland ist „eine positive Temperaturabweichung“ zu sehen. Im Süden soll es „sogar ein bis zwei Grad zu warm“ werden, das heißt, die Temperaturen liegen über dem Klimamittel.

Wetter im Juli 2021 – Hitze, Trockenheit und Dürre bedeuten Waldbrandgefahr

Bei einem genaueren Blick auf die Wetterkarte zeichnet sich ab, dass der Juli 2021 im Norden eher mäßig wird. Dafür soll es im Westen hochsommerlich werden, hier kommt es allerdings hin und wieder zu ein paar Regenschauern. Das bedeutet wiederum Unwettergefahr für den Westen: Weil „kleine Wetterwechsel mit Regen bei diesem Temperaturniveau von 25 bis über 30 Grad gerne mal mit Gewittern zusammen kommen, könnte es ein recht unwetterlastiger Sommer 2021 für den Westen Deutschlands werden“, heißt es auf wetter.de.

Für die Natur sind die Prognosen für den Sommer 2021 vor allem im Osten Deutschlands problematisch. Auf wetter.de wird bereits von einem Dürre- und Hitze-Sommer gesprochen. Im Osten soll es eher weniger Niederschlag geben. „Die Waldbrandgefahr ist jetzt ja schon regional ziemlich hoch, also Wald und Moorbrände könnten durchaus in diesem Sommer ein Thema sein“, warnt die Meteorologin Corinna Borau für ganz Deutschland.

Das Wetter in Deutschland ist zu trocken. Die Waldbrandgefahr steigt (Symbolbild).

„Bereits in den nächsten Tagen wird der Hochsommer mit der Hitzewelle voll zuschlagen und die Waldbrandgefahr verbreitet auf die zweithöchste und die höchste Waldbrandgefahrstufe katapultiert“, heißt es auf wetter.de. Im Süden wird es im Juli ebenfalls heiß, ob auch dauerhaft trocken ist noch nicht ganz ersichtlich – viel Niederschlag wird es aber vermutlich nicht geben. Der Süden kann sich laut wetter.de mit ziemlicher Sicherheit schon mal auf Tropennächte mit Tiefstwerten über 20 Grad einstellen.

Wetter im Juli 2021: Hitze – eine Gefahr für Mensch, Tier und Natur

Aber nicht nur aufgrund der Waldbrandgefahr ist die andauernde Hitze ein Problem: Durch die anhaltende Hitze könnte der Sprung ins kühle Nass unangenehm werden, denn durch lange Hitzeperioden kann das Wasser in den Badeseen kippen und „auch Blaualgen können ein großes Problem werden“.

Zusammenfassend lässt sich über das Wetter im Juli 2021 in Deutschland sagen: Es wird warm, wenn nicht sogar richtig heiß und vermutlich mal wieder trocken, vor allem im Osten des Landes. Wer für den Hitzesommer 2021 gewappnet sein möchte und noch einen Ventilator oder ein Planschbecken benötigt, sollte sich zeitnah darum kümmern, bevor – wie jedes Jahr – alle Angebote ausverkauft sind. Hunde- und Katzenbesitzer sollten zudem Vorkehrungen treffen, die Hitzetage den Fellnasen so angenehm wie möglich zu gestalten, denn die Hitze kann für die Vierbeiner schnell gefährlich werden.

Rubriklistenbild: © Valerie Gache/dpa

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