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Günther Jauch wünscht sich Dolmetscher: Drei Schwaben sind ihm wohl zu viel

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Von: Juliane Reyle

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Einen Übersetzer für drei Kandidaten aus Baden-Württemberg? Das wünscht sich der Quizshow-Moderator Günther Jauch am Montag während der Sendung.

Braucht Günther Jauch bald einen Dolmetscher? Bei einigen Kandidaten kommt wohl sogar der bekannte Quizmaster ins Grübeln und schmunzelt vor sich hin. In der am 23. Januar übertragenen Folge der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ sind gleich drei Kandidaten dabei, die den Moderator in sprachliche Schwierigkeiten bringen. Sie alle kommen aus einer ganz bestimmten Region Deutschlands – Baden-Württemberg.

Schwäbischer Dialekt lässt Jauch verzweifeln – er wünscht sich Dolmetscher für Baden-Württemberger

Das Bundesland liegt im Südwesten Deutschlands. Teile davon werden auch als das „Schwabenland“ bezeichnet. Es handelt sich dabei nicht nur die Landschaft südlich von Stuttgart mit der Schwäbischen Alb. Sondern auch um Gebiete zwischen dem südlichen Teil der Region Heilbronn-Franken und dem Schwarzwald im Westen, dem Bodensee im Süden sowie dem Allgäu und dem Lech im Osten.

Das sogenannte Schwabenland ist nicht nur für seine Sparsamkeit, einige namhafte Firmen oder etwa „Spätzle mit Soß“, Linsen oder „Käs“ bekannt. Nein – ein Markenzeichen der Schwaben ist ihr Dialekt und dieser bringt sowohl Jauch als auch das Publikum am Montag vor laufender Kamera zum Lachen.

Untertitel für Studenten aus Baden-Württemberg

Die Sprachseite Babbel erklärt zum Beispiel, dass im Schwäbischen immer wieder „sch“ anstatt „s“ verwendet wird – etwa „du bisch“ anstatt „du bist“.

Gleich bei der ersten Schwäbin, Ulrike Gapp aus Bad Waldsee (Landkreis Ravensburg) runzelt der „Wer wird Millionär“-Moderator mehrfach die Stirn – sie kann ihren Dialekt nicht leugnen.

Im Laufe der am Montag ausgestrahlten Sendung wird es Moderator Günther Jauch zu viel – er wünscht sich Untertitel fürs Schwäbische. Immer wieder scherzt Jauch über den Dialekt der Kandidaten. Bei Christian Steinhilber, einem Studenten aus Hechingen (Zollernalbkreis) sagt er schließlich: „Wir haben auch Dolmetscher oder lassen im Publikum Menschen übersetzen.“

„Man kann auch alles untertiteln“, antwortet ihm der Student auf dem Ratestuhl jedoch selbstironisch. „Das wäre auch eine Möglichkeit“, entgegnet ihm Jauch amüsiert. Der junge Mann kann seinen schwäbischen Dialekt während der Sendung einfach nicht verbergen.

„Satz mit Subjekt, Prädikat und Objekt“ als Sprachtest

Zwei Schwaben hätte Günther Jauch vielleicht noch verkraftet, allerdings folgt auf Steinhilber und Gapp gleich ein weiterer Schock. Die Kandidatin, die nach dem Studenten den Ratestuhl besetzt, wird von Jauch mit „Bitte sprechen Sie einen Satz mit Subjekt, Prädikat und Objekt, damit ich die Stimme mal höre“ begrüßt.

Die Frau antwortet daraufhin in akzentfreien Hochdeutsch: „Mein Name ist Susanne Munzke. Ich bin in Hannover geboren.“ Der RTL-Moderator wirkt erleichtert und sagt: „Dementsprechend kommen Sie nicht aus Baden-Württemberg.“

„Wenn Sie wellat, kann i au schwäbisch schwätza“ – Publikum lacht

Doch Jauchs Freude hält nicht lange, denn die Kandidatin, die mittlerweile in Althengstett im Landkreis Calw lebt, antwortet energisch: „Doch!“ Jauch ist schockiert, ruft laut „Neeein“ und im Publikum bricht ein lautes Lachen aus.

„Also, wenn Sie wellat, kann i au schwäbisch schwätza“, fügt die schwäbelnde Kandidatin hinzu. Doch sie erklärt, dass ihre Eltern immer darauf geachtet haben, dass sie gutes Hochdeutsch spreche.

Ob Günther Jauch nun einen Dolmetscher für Kandidaten aus dem Schwabenland einstellt oder sich nur über den besonderen Dialekt amüsiert, das wird sich in den folgenden Sendungen der Quizshow zeigen. Außerdem staunte der Moderator erst diesen Monat über die besondere Phobie einer Kandidatin.

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