Harte Corona-Regeln

Weihnachten im Corona-Lockdown: Was über die Feiertage erlaubt ist - was verboten bleibt

  • Julia Cuprakowa
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Corona-Lockdown in Baden-Württemberg auch zu Weihnachten. Diese Einschränkungen und Corona-Regeln müssen Menschen dieses Jahr beim Feiern beachten. 

Und plötzlich ging alles ganz schnell - nach einer kurzen Beratung haben sich die Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs auf einen harten Lockdown ab Mittwoch, 16. Dezember, geeinigt. Die Corona-Regeln und die Ausgangsbeschränkungen wurden ebenfalls zusätzlich verschärft, um endlich die explodierenden Zahlen an Neuinfektionen in Baden-Württemberg in den Griff zu bekommen. Aber eben, weil alles sehr schnell gehen musste, und die Regeln in kurzer Zeit immer wieder geändert wurden, haben viele Menschen den Überblick verloren. Vor allem jetzt kurz vor Weihnachten beschäftigen die Menschen viele Fragen: Darf ich überhaupt noch Weihnachten feiern? Was gilt nun vom 24. bis 26. Dezember?  Wie viele Personen dürfen an den Feiertagen zusammen kommen?

Baden-Württemberg: Weihnachten und Corona-Lockdown - Was ist beim Feiern erlaubt?

Lockdown-light ist nun Geschichte - ab Mittwoch gelten neue härtere Corona-Regeln. Dennoch sind sie nicht in allen Bundesländern gleich. Wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann mitteilte, würde sich das Land weitgehend an die beschlossenen Gipfel-Regeln halten, es bleibe aber bei strengen Ausgangsbeschränkungen. Ab dem 12. Dezember gelten in ganz Baden-Württemberg allgemeine Ausgangsbeschränkungen. Was ist in dieser Zeit genau erlaubt und was verboten ist, hat echo24.de in einem Artikel für euch zusammen gefasst. Gelten diese etwa auch an Weihnachten? Die Antwort: Es gibt eine Ausnahme der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen an Weihnachten zwischen dem 23. und dem 27. Dezember. In dieser Zeit ist der Besuch von privaten Veranstaltungen erlaubt.

Für private Feiern gilt weiter die Regel: Maximal fünf Personen aus zwei Hausständen dürfen sich treffen, Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt. Über die Weihnachtsfeiertage - vom 24. bis 26. Dezember - wird es weiter Ausnahmen von den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für private Feiern geben. Im Klartext: Möglich sind Treffen mit vier weiteren Personen über 14 Jahre, die nicht im eigenen Hausstand leben. Außerdem soll die An- und Abreise auch zwischen 20 und 5 Uhr möglich sein. Allerdings müssen die besagten Personen zum engsten Familienkreis gehören. Aber auch in diesem Fall soll es eine Ausnahme geben: In privaten Härtefällen, darf eine der vier Personen von außerhalb des engsten Familienkreises stammen. Also beispielsweise, wenn die Person sonst Weihnachten alleine verbringen müsste. 

Der engste Familienkreis bedeutet:

  • Angehörige desselben Haushaltes.
  • Ehegatten.
  • Unverheiratete Lebenspartner*innen und Partner*innen.
  • Verwandte gerader Linie sowie Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen.
  • Kinder bis einschließlich 14 Jahren zählen auch an Weihnachten nicht zur Gesamtpersonenzahl hinzu.
  • Die Begrenzung auf maximal zwei Haushalte ist an den Weihnachtstagen für Familientreffen aufgehoben.

Wenn also in Ihrem Hausstand fünf Personen wohnen, dürfen vier Gäste kommen. Demnach dürfen sich mehr als fünf Personen und mehr als zwei Haushalte sich an Weihnachten treffen. Für Besuche bei engen Freunden und Bekannten an Weihnachten gilt weiter die Regelung von maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahren zählen auch an Weihnachten nicht zur Gesamtpersonenzahl hinzu.

Weihnachten im Corona-Lockdown: Darf ich bei Freunden und Familie übernachten?

Für die Weihnachtstage sind entgeltliche Übernachtungsmöglichkeiten zum Zweck der Familienbesuche als private Härtefälle zulässig. Ob man bei Freunden an den Weihnachtsfeiertagen übernachten darf, gibt die Corona-Verordnung keine Auskunft. Außerdem sei es wichtig zu vermerken, dass diese Lockerung nur für Zusammenkünfte im Privaten gelten. Spazierengehen ist dann nur mit dem eigenen Haushalt, zu zweit und den Kindern bis einschließlich 14 Jahren erlaubt.

„Dadurch wollen wir sicherstellen, dass Weihnachten im engsten Kreis gemeinsam gefeiert werden kann – und niemand an Weihnachten alleine sein muss“,

erklärt Ministerpräsident Kretschmann die Entscheidung zu den Corona-Lockerungen an Weihnachten.

Die Ausnahmen werden aber aufgrund des dramatischen Infektionsgeschehens angepasst.

Weihnachten in Baden-Württemberg: Dürfen Gottesdienste besucht werden?

Ob in Kirchen, Moscheen oder Synagogen: Gottesdienste dürfen mit Auflagen stattfinden. Die Bedingungen dafür sind:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern.
  • Es gilt Maskenpflicht.
  • Der Gemeindegesang ist untersagt.

„In den kommenden Tagen werden wir Gespräche mit den Glaubensgemeinschaften führen, um zu geeigneten Regelungen zu kommen“, kündigte Ministerpräsident Kretschmann an. Gemeinden müssen auch ein Anmeldeverfahren zur Verfügung stellen, wenn viele Besucher erwartet werden.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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