1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Warnstreik an Unikliniken: Beschäftigte legen tagelang die Arbeit nieder

Erstellt:

Von: Melissa Sperber

Kommentare

Warnstreiks an Unikliniken
Verdi will höhere Löhne durchsetzen – und verleiht dieser Forderung Nachdruck. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Es soll ein deutliches Zeichen vor der neuen Verhandlungsrunde sein: Für vier Tage legen Beschäftigte an Unikliniken in Baden-Württemberg ihre Arbeit nieder.

Bereits Ende Oktober hatten Beschäftigte der Unikliniken in Baden-Württemberg ihre Arbeit niedergelegt, jetzt hat die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt um die Bezahlung der Beschäftigten an den Unikliniken erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitnehmervertreter wollen damit vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde am Donnerstag der kommenden Woche den Druck erhöhen, wie ein Verdi-Sprecher am Dienstag in Tübingen mitteilte.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, soll der Warnstreik von Montag bis Donnerstag andauern und die Unikliniken in Tübingen, Freiburg, Heidelberg und Ulm betreffen. „Wir haben bewusst entschieden, jetzt mit einem viertägigen Warnstreik den Arbeitgebern unmissverständlich klarzumachen, dass wir in der dritten Runde einen für die Beschäftigten guten Abschluss erreichen wollen“, teilte Verhandlungsführerin Irene Gölz mit.

Warnstreiks an Unikliniken in Baden-Württemberg: Verdi fordert höhere Gehälter

Die Gewerkschaft fordert ein verbessertes Angebot für die rund 26.000 Beschäftigten an den Unikliniken. Verdi fordert unter anderem für Medizinisch-Technische-Assistenten sowie Pflege- und Verwaltungskräfte 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 375 Euro mehr pro Monat; die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

Bei den Verhandlungen geht es um Beschäftigte, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Uniklinika Baden-Württemberg gilt. Ärzte oder wissenschaftliches Personal fallen unter andere Tarifverträge.

Quelle: dpa

Das Angebot des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Uniklinika (AGU) sah zunächst eine steuerfreie Einmalzahlung von 2.100 Euro vor sowie eine Steigerung der Gehälter um sechs Prozent in zwei Stufen ab Januar 2024. Auch in anderen Bereichen kam es zuletzt zu Warnstreiks, so auch bei Audi.

Auch interessant

Kommentare