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Abfallwirtschaft in Stuttgart streikt – Müll nach Faschingsumzug bleibt liegen

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Müllabfuhr
Die Gewerkschaften dbb und Verdi fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. © Uwe Zucchi/dpa

Am Faschingsdienstag ruft Ver.di die Müllabfuhr in Stuttgart zum Warnstreik auf. Der Müll vom Faschingsumzug in der Innenstadt bleibt somit liegen. Mehr Lohn lautet die klare Forderung.

Erst in der vergangenen Woche legten Streiks des Bodenpersonals die Flughäfen in ganz Deutschland lahm. Auch jetzt sind wieder viele Haushalte von dem Strick der Stuttgarter Abfallwirtschaft betroffen. Das Stuttgarter Stadtbild wird nach dem Faschingsumzug am Dienstag ebenfalls unter dem Warnstreik leiden.

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Abfallwirtschaft in Stuttgart für Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Eine Stadtsprecherin teilte mit, dass die Stadtreinigung und Müllabfuhr kurzfristig einen Streik ankündigte. Bereits am 24. Januar gab es erste Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Diese sind jedoch ohne eine Annäherung verlaufen.

Der Müll nach dem Faschingsumzug in der Innenstadt wird wohl liegen bleiben

Auch die Wertstoffhöfe bleiben am Dienstag (21. Februar) geschlossen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi arbeiten die meisten der etwa 1000 Beschäftigten nicht. Auch der Müll nach dem Faschingsumzug in der Innenstadt soll nicht gereinigt werden, sagte der Gewerkschaftssprecher der dpa.

Die Forderungen sind mehr Lohn und bessere Übernahmemöglichkeiten für Azubis

In der aktuellen Tarifrunde fordern Ver.di und der Beamtenbund (dbb) 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Des Weiteren fordert die Gewerkschaft und der Beamtenbund 200 Euro mehr im Monat für Auszubildende, Studierende und Praktikanten und die unbefristete Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreicher Ausbildung.

Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.

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