Kita-Streik in Baden-Württemberg

Warnstreiks: Heute erneut geschlossene Kitas in diesen Stadt- und Landkreisen

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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    Julia Cuprakowa
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Die Gewerkschaft Ver.di ruft Erzieherinnen und Erzieher kommunaler Kitas zum Warnstreik auf. Deshalb bleiben nicht nur am heutigen Dienstag viele Einrichtungen geschlossen.

Update vom 26. April: Der Druck auf die Arbeitgeber steigt – Mitarbeiter von Kitas und Kindergärten in Baden-Württemberg gehen in dieser Woche erneut auf die Barrikaden. Denn nicht nur, dass die Erzieherinnen und Erzieher zu wenig verdienen, die Gewerkschaft Ver.di fordert für die 330.000 betroffenen Beschäftigten vor allem bessere Arbeitsbedingungen und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.

Doch der Streik der Kita-Mitarbeiter hat besonders für junge Familien schwere Folgen. In mehreren baden-württembergischen Regionen müssen sich die Eltern am heutigen Dienstag (26. April), sowie am Mittwoch und Donnerstag um alternative Lösungen kümmern, um die Betreuung für ihre Kinder sicherzustellen. Heute sind konkret der Kreis Ludwigsburg, Rastatt, Ulm und Offenburg von Ver.di dazu aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen.

Kita-Streiks Baden-Württemberg: Auch Raum Heilbronn betroffen – Kitas geschlossen

Allerdings sollten sich auch Eltern kleiner Kinder im Rems-Murr-Kreis sowie im Raum Heilbronn schon jetzt Betreuungs-Alternativen überlegen. Denn hier sollen die Erzieher und andere Kita-Mitarbeiter laut der Gewerkschaft am Mittwoch die Arbeit niederlegen. Ziel der Aktion, die sich über die ganze Woche verteilt, ist es laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa), vor der dritten Verhandlungsrunde Mitte Mai den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Die Arbeitgeberseite dagegen hatte die Warnstreiks in der Vergangenheit immer wieder kritisiert. Der Vorwurf: Man sei bereits in konstruktiven Verhandlungen. Doch wie die Ergebnisse dieser Besprechungen letztlich ausfallen, zeigt sich erst nach der dritten Verhandlungsrunde. Diese findet am 16. und 17. Mai in Potsdam statt.

Warnstreiks in Baden-Württemberg: Erzieher und andere Kita-Arbeiter legen Arbeit nieder

Erstmeldung vom 22. April: Nicht schon wieder, nicht nach zwei Jahren Pandemie! Das denken sich Eltern angesichts des Streiks der Erzieherinnen und Erzieher in Baden-Württemberg. Viele Eltern müssen sich in der kommenden Woche demnach erneut darauf einstellen, eine andere Lösung für die Betreuung ihrer Kinder zu finden.

Denn: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Erzieher im Südwesten ab Dienstag in mehreren Kommunen erneut zu Warnstreiks auf, wie echo24.de berichtet. Die Aufregung ist groß. Was die Eltern dabei übersehen – das Kita-Personal hat berechtigte Gründe für den Warnstreik.

Baden-Württemberg: Warnstreiks – Kitas sollen erneut geschlossen bleiben

Verdi-Vizechefin Hannah Binder sagte am Freitag (22. April) in Stuttgart, um die immer größere Fachkräftelücke im Sozial- und Erziehungsdienst zu schließen, wollten die Arbeitgeber weiterhin lediglich auf Werbekampagnen setzen. Sie lehnten Gespräche über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ab und somit auch Vereinbarungen zur Qualität der Angebote.

Forderungen der Gewerkschaft Ver.di

Ver.di fordert für die bundesweit rund 330.000 betroffenen Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und eine höhere Eingruppierung vieler Mitarbeiter. In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Arbeitgeber rund 50.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst betroffen.

Die Arbeitgeberseite hält jedoch dagegen. Sie hatten die Warnstreiks in der Vergangenheit bereits regelmäßig kritisiert und erklärt, man sei in konstruktiven Verhandlungen und die Gewerkschaften könnten an diesen sehen, dass man so agiere, dass eine Einigung möglich sei. Doch solange die beiden Parteien nicht zu einer Einigung kommen, müssen die Kinder wohl zu Hause bleiben. Und in welchen Städten und Landkreisen müssen die Eltern mit geschlossenen Kitas rechnen – und vor allem wann?

Kita-Warnstreik in Baden-Württemberg: Diese Einrichtungen sind nächste Woche geschlossen

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, müssen die Eltern am Dienstag (26. April) im Kreis Ludwigsburg, in Ulm sowie in Rastatt und Offenburg mit geschlossenen Einrichtungen rechnen. Am Mittwoch (27. April) sollen dann Beschäftigte im Rems-Murr-Kreis und im Raum Heilbronn ihre Arbeit befristet niederlegen.

Und nicht nur Erzieher sind in Baden-Württemberg mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden. Ende März legte ein Warnstreik am Flughafen Stuttgart fast den kompletten Flugverkehr lahm. Glücklicherweise ist es zu einer Einigung im Tarifkonflikt gekommen, wie echo24.de bereits in einem separaten Artikel berichtete.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

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