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Totschlag im Krankenhaus? Sauerstoffgerät abgestellt – Patientin jetzt tot

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Von: Juliane Reyle

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intensivstation beatmungsgerät
Ihre Mitpatientin hat einer 79-jährigen Frau mehrfach das Sauerstoffgerät abgeschaltet. (Symbolbild) © picture alliance / Shotshop | Nenov Images

Eine 72-jährige Frau steht unter dem dringenden Verdacht versucht zu haben, ihre 79-jährige Mitpatientin in einem Krankenhaus umzubringen. Die Geschädigte ist inzwischen verstorben.

Update, 28. Dezember: Nachdem eine 72-jährige Frau am 30. November ihrer 79-jährigen Mitpatientin im Krankenhaus mehrfach das Sauerstoffgerät abgestellt haben soll, ist die Geschädigte inzwischen verstorben. Die 72 Jahre alte Frau steht weiterhin unter Verdacht versucht zu haben ihrer 79-jährige Mitpatientin umzubringen.

Ob der Tot der Seniorin im Zusammenhang mit dem Vorfall im November steht, ist laut Staatsanwaltschaft jedoch noch unklar. Gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Mittwoch: „Die diesbezüglichen Ermittlungen laufen.“

Sauerstoffgerät von Mitpatientin mehrfach abgestellt: 72-Jährige des versuchten Totschlags verdächtigt

Wie die „Bild“ berichtet hat, soll die 79-Jährige bereits am 17. Dezember verstorben sein. Wenige Wochen vor ihrem Tod ist das Sauerstoffgerät der Seniorin von ihrer Mitpatientin gleich mehrfach abgestellt worden. Die Bettnachbarin äußerte daraufhin, dass sie sich von dem Geräusch gestört gefühlt habe.

Obwohl das Klinikpersonal die Frau darauf hinwies, dass die Sauerstoffzufuhr für die 79-Jährige lebensnotwendig sei, stellte die 72-Jährige das Gerät nach bisherigen Ermittlungen kurz darauf erneut ab. Die 79-Jährige musste deshalb wiederbelebt werden.

Die 72-jährige Verdächtige sitzt seit dem Vorfall in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen wegen des versuchten Totschlags laufen noch, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Doch falls der Tod der der 79-Jährigen mit dem Abschalten des Sauerstoffgerätes in Zusammenhang steht, könnte sich der Tatvorwurf auch noch auf Totschlag ändern.

72-Jährige steht steht unter Verdacht versucht zu haben ihre 79-jährige Mitpatientin umzubringen

Erstmeldung, 1. Dezember: Eine 72-jährige Frau, die in einem Mannheimer Krankenhaus untergebracht war, steht derzeit im Verdacht, am Dienstag, dem 29. November, versucht zu haben, ihre 79-jährige Mitpatientin umzubringen. Das teilen das Polizeipräsidium Mannheim und die Staatsanwaltschaft Mannheim in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Es wird davon ausgegangen, dass die 72-Jährige den Hauptschalter des Sauerstoffgeräts der 79-Jährigen ausgeschaltet hat, obwohl diese auf die maschinelle Sauerstoffversorgung angewiesen war.

Von Geräuschen des Sauerstoffgeräts gestört: Verdächtige soll lebensnotwendiges Gerät abgeschaltet haben

Die Verdächtige soll das Sauerstoffgerät abgeschaltet haben, nachdem sie sich von den Geräuschen des Geräts gestört gefühlt habe. Es wird von einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt vor 20 Uhr gesprochen.

Obwohl das Krankenhauspersonal die Frau darauf hinwies, dass es sich bei der Sauerstoffzufuhr um eine lebensnotwendige Maßnahme handele, soll die Tatverdächtige gegen 21 Uhr das Gerät erneut abgestellt haben.

Trotz Hinweis des Krankenhauspersonals: Frau musste reanimiert werden

In Folge der Abschaltung des Geräts musste die 79 Jahre alte Patientin reanimiert werden. Die Frau befindet sich zwar mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr, muss jedoch weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden.

Gegen die 72-Jährige wurde durch die Staatsanwaltschaft daraufhin beim Amtsgericht Mannheim ein Haftbefehl eingeleitet. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Kriminalkommissariats Mannheim dauern derzeit noch an.

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