1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Längere Laufzeit des AKW Neckarwestheim möglich? Das sagt EnBW zur Diskussion

Erstellt:

Von: Tobias Becker

Kommentare

Das AKW Neckarwestheim 2 wird Mitte April abgeschlatet, doch trotz des Termins gehen die Diskussionen über eine Verlängerung des Betriebs weiter. Nun äußert sich EnBW dazu.

Drei Atomkraftwerke (AKW) laufen noch in Deutschland – darunter auch das AKW Neckarwestheim 2. Doch schon bald werden die letzten Energielieferanten dieser Art im Land abgeschaltet. Im April geht das AKW nahe Heilbronn (rund 15 Kilometer entfernt) vom Netz. Bis dahin geht der Streckbetrieb weiter, der im vergangenen Jahr von der Politik beschlossen wurde. Doch wäre es möglich, das AKW doch länger laufen zu lassen?

AKW Neckarwestheim 2 bis April am Netz – und dann?

Immer wieder gibt es Warnungen vor einem Blackout in Baden-Württemberg. Energieversorger forderten bereits Sparmaßnahmen zu bestimmten Tageszeiten, da der Strom knapp werden könnte. Auch der Strom-Alarm wurde bereits ausgelöst. Die laufenden AKW könnten zumindest unterstützend eine Hilfe sein. Die Diskussionen darüber reißen einfach nicht ab.

Doch wie der „SWR“ berichtet, ist es gar nicht mehr möglich, das AKW Neckarwestheim 2 über den April hinaus zu betreiben. Der Grund: Laut EnBW-Chef Andreas Schell sei der „Point of no Return“ erreicht. Das sagte der Boss des Karlsruher Energiekonzerns auf dem „Handelsblatt Energie-Gipfel 2023“, wie die Agentur „Reuters“ meldete.

Kernkraftwerk Neckarwestheim
Das Kernkraftwerk Neckarwestheim läuft noch bis zum 15. April. © Marijan Murat/dpa/Archivbild

AKW Neckarwestheim 2 wird abgeschaltet – Strom-Knappheit befürchtet

Aktuell wird das AKW Neckarwestheim 2 für den geplanten Streckbetrieb vorbereitet. Ende Januar soll dann wieder Strom produziert werden – bis zum 15. April. Im Anschluss wird es spannend: Bekommt Deutschland ausreichend Strom oder droht wirklich ein Blackout? Zumindest Stromengpässe scheinen möglich zu sein, denn bereits zum Jahresbeginn gab es eine Art Schwankung im Netz der „TransnetBW“, dem Stromnetzberteiber. Heißt: Ein Stromengpass.

Bei den kalten Temperaturen, die der überraschende Wintereinbruch in Baden-Württemberg hervorgerufen hat, könnte es auch in den nächsten Tagen und Wochen wieder eng werden. Sollte dann auch das mögliche Extremwetter, ein arktischer Winter, auf die Region zu kommen, werden die Heizungen noch weiter hochgedreht – und lassen die Diskussion über einen Weiterbetrieb des AKW Neckarwestheim sicher erneut hochkochen.

Auch interessant

Kommentare