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Serienvergewaltigung in Walldürn? Polizei findet mögliche Hinweise auf weitere Opfer

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Von: Dominik Jahn, Juliane Reyle, Lisa Klein, Michaela Ebert, Julia Cuprakowa

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Mann soll Frau tagelang festgehalten und vergewaltigt habe
Die Rollläden sind heruntergelassen: Ein mutmaßlicher Serientäter soll im baden-württembergischen Walldürn eine junge Frau mehrere Tage lang mit Hilfe seines Bruders festgehalten und vergewaltigt haben. © Heiko Becker/dpa

Ein 37-Jähriger soll eine 26-Jährige in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) über mehrere Tage festgehalten und vergewaltigt haben. Die Polizei befreite aus dem Haus noch zwei weitere Frauen. Nun gibt es Hinweise auf mögliche weitere Opfer.

Update, 7. November: Nachdem drei Frauen aus einem Haus in Walldürn im Norden Baden-Württembergs befreit wurden, ermittelt die Polizei zu möglichen weiteren Opfern. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, geht die Polizei davon aus, dass sich zeitweise noch weitere Personen in dem Anwesen der mutmaßlichen Geiselnehmer befunden hätten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mosbach am Montag.

Bei diesen Menschen gehe es nun darum abzuklären, inwiefern sie möglicherweise ebenfalls Opfer von Straftaten wurden. Nähere Angaben, etwa zur Zahl der Personen, machte der Sprecher nicht. Ein 37-Jähriger soll in Walldürn mindestens eine Frau über mehrere Tage bei sich festgehalten und vergewaltigt haben. Der Mann befindet sich inzwischen in einer psychiatrischen Klinik. Sein 23 Jahre alter Bruder soll bei der Tat geholfen haben und sitzt in Untersuchungshaft.

Frau in Walldürn tagelang eingesperrt und vergewaltigt: Polizei sucht nach weiteren Opfern

Update, 5. November: Der Vergewaltigungsfall von Walldürn schockiert die Öffentlichkeit. Nach der Befreiung von drei Frauen aus einem Haus im Norden Baden-Württembergs laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Die Polizei sucht nach weiteren Opfern von mutmaßlichem Serientäter. Bis Samstagmittag (5. November) hatten sich den Angaben zufolge jedoch keine weiteren möglichen Opfer gemeldet.

Vergewaltigungsfall von Walldürn: Mutmaßlicher Serientäter hält insgesamt drei Frauen gefangen

Die Staatsanwaltschaft Mosbach verdächtigt einen 37-Jährigen, eine Frau über mehrere Tage bei sich festgehalten und vergewaltigt zu haben. Die 26-Jährige habe schließlich eine Bekannte angerufen, die die Polizei alarmierte. Als Polizisten das Haus in Walldürn am 19. Oktober durchsuchten, stießen sie den Angaben nach auf zwei weitere Frauen. Wie lange diese schon dort waren, war zunächst unklar, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die Ermittler werfen dem 37-jährigen Mann Geiselnahme in Tateinheit mit besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung vor. Nach seiner Festnahme kam in eine psychiatrische Klinik. Sein 23-jähriger Bruder gilt als Helfer und sitzt in Untersuchungshaft.

Vergewaltigungsfall von Walldürn: Art der Tat für Kriminologen „höchst selten“

Update, 4. November, 18.40 Uhr: Im Vergewaltigungsfall von Walldürn im Norden Baden-Württembergs sucht die Polizei aktuell nach weiteren Opfern des 37-Jährigen. Die Beamten gehen nach aktuellem Stand der Ermittlungen bei dem Mann von einem Serientäter aus.

Am Freitag hat sich nun auch Walldürns Bürgermeister Markus Günther zu dem schrecklichen Fall geäußert und zeigte sich über das brutale und skrupellose Vorgehen „entsetzt“. Das Anwesen, in dem die Tat geschehen sei, stehe im Moment leer, sagte Günther gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Näheres dazu wisse er aber nicht.

Vergewaltigungsfall von Walldüren auch für Kriminologen „höchst selten“ in Deutschland

Auch bei den Ermittlern herrscht durchaus Fassungslosigkeit bei der Grausamkeit der Tat des 37-Jährigen. Wie die dpa schreibt, hält selbst der Kriminologe Christian Pfeiffer einen Fall, wie diesen, für „höchst selten“ in Deutschland. Dass Menschen andere über längere Zeit festhielten und auch wiederholt zum Täter würden, sei sehr ungewöhnlich.

Für die Aufklärung des Falls sei es von Interesse, das Rollenverhältnis der Brüder zu ergründen, sagte Pfeiffer. Zudem stelle sich die Frage, warum weitere Betroffene nicht die Polizei gerufen hatten. Das lege nahe, dass die Täter ihren Opfern gewaltige Angst eingeflößt hätten, sagte der Kriminologe.

Frau tagelang eingesperrt und vergewaltigt – es gibt wohl weitere Opfer

Update, 4. November: Zwischen dem 15. und 19. Oktober hat ein 37-jähriger Mann in Walldürn im Norden Baden-Württembergs eine 26-jährige Frau über mehrere Tage festgehalten und vergewaltigt. Erst als es dem Opfer gelang, Bekannte zu alarmieren, wurde über den Notruf die Polizei informiert.

Den Ermittlern zufolge soll es sich bei dem 37-Jährigen vermutlich um einen Serientäter handeln. Es soll weitere Opfer geben, doch dazu können zum aktuellen Zeitpunkt noch keine weiteren Angaben gemacht werden. Der 23-jährige Bruder des Täters soll bei den Taten ebenfalls geholfen haben.

Polizei vermutet neben 26-jähriger Frau noch weitere Vergewaltigungsopfer

Auch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mosbach kann am Freitag (4. November) noch keine genaueren Angaben zu weiteren Opfern machen. Zum Teil soll es sich dabei um ermittlungstaktische Gründe handeln und zum anderen Teil wisse man dazu auch noch nichts. Doch weitere Betroffene des Vergewaltigungs-Täters seien bereits ermittelt worden.

Der Verdacht auf weitere mutmaßliche Opfer des 37-Jährigen ergab sich durch die Durchsuchung des Tatorts und die weiteren Ermittlungen. Laut Staatsanwaltschaft soll mindestens einer der beiden Verdächtigen in dem Anwesen in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) gelebt haben. Die Verdächtigen hätten sich teilweise bereits zu der Sache geäußert, sagte der Sprecher gegenüber der Deutschen-Presseagentur (dpa).

Dem 37-jährigen Mann wird nun Geiselnahme mit besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Derzeit ist er mit einem Unterbringungshaftbefehl in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Der 23 Jahre alte Bruder des Täters soll ihm Hilfe geleistet haben. Er wurde wegen des Verdachts auf Beihilfe verhaftet.

Geiselnahme einer 26-jährigen Frau in Baden-Württemberg - Polizei nimmt Täter fest

Erstmeldung, 3. November: Was sich vom 15. bis zum 19. Oktober in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) abspielte, ist erschreckend. Ein Mann soll ab Dienstagabend (15. Oktober) bis in die Nacht auf Samstag (19. Oktober) eine 26-jährige Frau gegen ihren Willen festgehalten und vergewaltigt haben. Nun berichtet die Polizei, dass sie den mutmaßlichen Täter festnehmen konnte. Ebenso wie einen weiteren Beschuldigten.

Dass die Frau gerettet werden konnte, ist auch der Beihilfe einer Freundin zu verdanken. Diese alarmierte über den Notruf die Polizei, als die 26-Jährige ihr mitteilte, dass sie gegen ihren Willen festgehalten wird und um ihr Leben fürchtet. Daraufhin leitete die Kriminalpolizei Mosbach intensive Ermittlungen ein.

Nach Geiselnahme und Vergewaltigung einer 26-Jährigen: Polizei ermittelt weitere Betroffene

Infolge von Durchsuchungsmaßnahmen vom 19. Oktober am Tatobjekt, wird dem 37-jährigen Hauptverdächtigen „Geiselnahme in Tateinheit mit besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung“ vorgeworfen. Darüber hinaus soll sein 23-jähriger Bruder Beihilfe zur Tat geleistet haben.

Zudem konnte die Polizei zwischenzeitlich weitere Betroffene ermittelt. Aufgrund der Durchsuchung und den Erkenntnissen aus den Ermittlungen gehen die Behörden von weiteren potenziellen Geschädigten aus. Die Ermittlungen dauern an.

Gegen den 37-jährigen Beschuldigten wurde ein Unterbringungsbefehl erlassen. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Gegen seinen 23-jährigen Bruder wurde ein Haftbefehl erlassen und dieser in Vollzug gesetzt. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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