Bier und Bollerwagen trotz Corona?

Vatertag in Baden-Württemberg: Das ist trotz Corona erlaubt

Vatertag mit Bollerwagen
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Vatertag in Baden-Württemberg: Auch an Christi Himmelfahrt gibt es wegen Corona einiges zu beachten (Archivbild).
  • Christina Rosenberger
    vonChristina Rosenberger
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Vatertag unter Corona-Bedingungen - wie soll der Feiertag in diesem Jahr aussehen? Wir haben alle Fakten zusammengefasst.

Für viele Männer gibt es nichts Schöneres, als am Vatertag mit Kumpels, Bollerwagen und Bier loszuziehen. Doch was eigentlich an Christi Himmelfahrt, 39 Tage nach Ostern, uralte Tradition ist, kann in diesem Jahr (13. Mai) nur eingeschränkt stattfinden, denn Corona bestimmt den Alltag nach wie vor stark.

Zwar sinken die Infektionszahlen mittlerweile vielerorts wieder, doch gelten immer noch strenge Kontaktbeschränkungen. Und die unterscheiden sich von Region zu Region, denn sie sind dank der Bundes-Notbremse streng an die jeweilige 7-Tage-Inzidenz gebunden. Außengastronomie und Biergärten sind dagegen momentan noch überall in Baden-Württemberg geschlossen.

Vatertag in Baden-Württemberg: Was ist trotz Corona erlaubt?

Gesundheitsminister Manne Lucha appellierte am Dienstag (11. Mai) in Stuttgart an die Vernunft der Menschen, „feucht-fröhliche Zusammenkünfte zu vermeiden, ganz besonders dort, wo die Inzidenzen weiter hoch sind.“ Denn das Infektionsgeschehen nehme zwar ab, aber wir seien noch nicht über den Berg.

Was jetzt am Vatertag trotzdem geht, sind in jedem Fall - unabhängig von der Covid-19-Inzidenz - Zusammenkünfte von einem Haushalt plus einer weiteren Person. Kinder unter 14 Jahren sind dabei nicht eingeschlossen. Liegt die 7-Tage-Inzidenz in einer Region seit fünf Tagen unter dem Wert von 100, so dürfen sich bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Bei einem konstanten Inzidenzwert unter 35 sind sogar Treffen von 10 Personen aus drei Haushalten möglich.

Vatertag Baden-Württemberg: Was wird aus Ausflügen mit Bollerwagen und Bier?

Eine große Ausnahme bilden die sogenannten „Genesenen“ und vollständig geimpfte Personen. Sie genießen bereits seit einigen Tagen gewisse Privilegien. Unter anderem entfallen für sie Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Bedeutet: Sie müssen nicht mehr mitgezählt werden, werden also bei Zusammenkünften als 0 Personen gerechnet.

Wer gilt laut Bundesregierung offiziell als „Genesen“ oder „vollständig geimpft“?

Vollständig geimpft ist jeder, der in seinem Impfpass einen vollständigen Impfschutz nachweisen kann. Je nach Impfstoff bedarf es dazu ein oder zwei Impfungen. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen. Dazu gehören Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust.

Genesen ist eine Person, wenn sie offiziell über einen PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Nachweis muss mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegen. Auch hier gilt zusätzlich, dass die Freiheiten nur für Menschen ohne Covid-19-typische Krankheits-Symptome gelten.

Ausflüge im Freien sind übrigens generell erlaubt, allerdings müssen immer die Regelungen der baden-württembergischen Corona-Verordnung beachtet werden. Zum Beispiel gilt nämlich in Hotspot-Regionen mit Corona-Inzidenzen über 100 immer noch eine nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr. Außerdem gibt es in einigen Städten und Landkreisen, wie zum Beispiel in Stuttgart, ein Alkoholverbot an bestimmten Plätzen. Deshalb muss man sich immer im Vorfeld ganz genau informieren, was wo erlaubt ist.

Vatertag Baden-Württemberg: Bekommen wir Ausflugswetter?

Allerdings erwartet die Regierung ohnehin keine großen Ausflugsscharen für den Vatertag, denn die Wetteraussichten für Baden-Württemberg sehen nicht besonders rosig aus. Laut dem Deutschen Wetterdienst gibt es pünktlich zu Christi Himmelfahrt Schauer und sogar einzelne Gewitter.

Immerhin: Was zum Vatertag leider nichts mehr wird, könnte schon am Wochenende eine kleine Erleichterung bringen. Nicht nur, dass das Wetter dann wieder besser werden soll - Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte am Dienstag, bei stabilen Inzidenzen unter 100 könnte es unter strengen Schutzmaßnahmen kontrollierte Öffnungen geben. Denn „es besteht Anlass zur Hoffnung, die Zahl der Geimpften steigt und auch die Inzidenzen sinken. Die Richtung stimmt.“

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