Urlaub trotz Coronavirus

Corona und Urlaub: Diese Regeln gelten für Reise-Rückkehrer

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Wer im Sommer 2021 trotz Corona in den Urlaub will, muss einiges beachten. Auch bei der Rückreise nach Deutschland.

Endlich Sommer! Für viele Menschen in Baden-Württemberg heißt das vor allem eines: Urlaub! Während mehr und mehr Leute wegen der Corona-Pandemie auf Camping-Urlaub in Deutschland* setzen, zieht es andere in den Süden. Doch wer seinen Sommerurlaub im Ausland verbringt, muss einiges beachten, wie echo24.de* berichtet.

Denn nicht nur bei der Reise ins Ausland gelten strenge Regeln*, sondern auch bei Rückkehr nach Deutschland. Entscheidend dabei ist die Einordnung des Urlaubslandes durch das Robert-Koch-Institut (RKI) sowie das Datum der Einreise nach Deutschland. Je nach Urlaubsland-Status gelten unterschiedliche Regeln für die Rückreise. Derzeit unterscheidet das RKI drei Arten von Risikogebieten.

  • Risikogebiet: In diese Kategorie fallen alle Länder oder Regionen, deren Inzidenz in den vergangenen sieben Tagen höher lag als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.
  • Hochinzidenzgebiet: Als solche bezeichnet das RKI Länder oder Regionen, deren Inzidenz ein Mehrfaches über den Infektionszahlen in Deutschland liegt, in der Regel beträgt der Wert aber mindestens 200. In Ausnahmefällen werden auch Gebiete, die diese Inzidenz unterschreiten, aufgrund eines hohen Infektionsrisikos und aus anderen Gründen zum Hochinzidenzgebiet erklärt.
  • Virusvariantengebiet: Hierunter fallen Länder und Regionen, in denen besonders ansteckende Mutanten wie die Delta-Variante* verbreitet sind.

Corona-Urlaub 2021: Das müssen Urlauber aus Riskiogebeiten beachten

Urlauber, die aus einem Risikogebiet zurückkehren, müssen vor der Rückreise eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Das ist jedoch frühestens drei Tage vor der geplanten Einreise möglich. Nachdem die Angaben in einem Portal hinterlegt sind, bekommen Urlauber eine Bestätigung, die bei einer Kontrolle oder an einem Grenzübergang vorgelegt werden muss. Zudem wird das zuständige Gesundheitsamt automatisch darüber informiert, wenn eine Quarantänepflicht vorliegt.

Auch bei der Quarantänepflicht kommt es darauf an, aus welcher Art Risikogebiet der Reisende zurückkehrt. Wer sich vor seiner Rückreise nach Deutschland in einem einfachen Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten hat, muss grundsätzlich für zehn Tage in Quarantäne. Reisende, die aus Virusvariantengebieten kommen, müssen sogar für 14 Tage in Quarantäne.

Corona-Urlaub 2021: Trotz Risikogebiet keine Quarantäne - aber nur mit Test

Wer allerdings aus einem Risikogebiet zurückkehrt, kann die Quarantäne mit einem negativen Testergebnis sofort beenden, das über das Einreiseportal der Bundesrepublik gemeldet werden muss. Da Reisende ohnehin einen negativen Test vorweisen müssen, der frühestens 48 Stunden (bei PCR-Test frühestens 72 Stunden) vor der Einreise bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise gemacht werden muss, ist diese faktisch nicht notwendig.

Die Testpflicht trifft dabei vor allem den Flugverkehr. „Diese Nachweispflicht gilt unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben“, heißt es auf der Seite des Gesundheitsministeriums. Für Geimpfte oder Genesen sowie bei Kindern unter sechs Jahren entfallen sowohl Quarantäne als auch die Testpflicht. Als Beleg werden ein ärztlicher Nachweis oder der digitale Impfpass sowie der gelbe Impfpass akzeptiert.

Tagesausflüge und Grenzverkehr

Wer sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist laut Informationen des Auswärtigen Amtes von der Quarantäne- und Testpflicht ausgenommen. Auch die digitale Einreiseanmeldung ist dann nicht notwendig.

Corona-Urlaub 2021: Keine Ausnahmen für Virusvariantengebiete

Auch Reisende aus Hochinzidenzgebieten sind von der Testpflicht betroffen, allerdings muss das Ergebnis hier bereits vor der Rückreise vorliegen, da es beim Boarding vorgelegt werden muss - selbiges gilt auch für die Einreise per Zug oder Auto und polizeiliche Kontrollen. Die zehntägige Quarantäne kann nach frühestens fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test beendet werden. Auch hier gelten die Ausnahmen für Genesene und Geimpfte.

Wer aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland zurückkehrt, hat da weniger Glück. Die 14-tägige Quarantäne kann auch durch einen negativen Test nicht verkürzt werden. Zudem dürfen nur Deutsche beziehungsweise in Deutschland lebende Urlaubsrückkehrer einreisen und auch das nur mit einem negativen Corona-Test. Bei einem PCR-Test darf die Probeentnahme höchstens 72 Stunden zurückliegen, bei einem Antigentest nur 24 Stunden. Ausnahmen für Genesene und Geimpfte gibt es nicht. Diese Regeln sollen auch vorerst weiter gelten, darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern* in der vergangenen Woche geeinigt. *echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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