1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Hochwasser in Baden-Württemberg – Warnung vor Überflutungen

Erstellt:

Von: Dominik Jahn, Anna-Maureen Bremer, Lisa Klein

Kommentare

Die Wasserpegel in Baden-Württemberg sind deutlich gestiegen. Bis Sonntag muss laut Hochwasservorhersagezentrale mit Überflutungen gerechnet werden.

Update vom 20. August, 12 Uhr: Der meiste Niederschlag ist bereits am Freitagabend heruntergekommen und die Unwetterlage entspannt sich am Samstag etwas. Dennoch muss laut Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg auch weiterhin mit Überflutungen gerechnet werden. „Aufgrund der gefallenen und für heute (Samstag) erwarteten Niederschläge sind in den Flüssen Baden-Württembergs die Wasserstände teilweise deutlich angestiegen“, heißt es in einer Meldung am Samstagnachmittag. Auch abseits von Gewässerläufen können sich im Einzelfall noch schnelle lokale Überflutungen entwickeln, zum Beispiel in Unterführungen, Tiefgaragen oder Straßen.

Gestiegene Wasserpegel in Baden-Württemberg – heftige Unwetter in Bayern und Österreich

Bereits seit Donnerstag sind in Baden-Württemberg große Mengen Niederschlag gefallen. Am Freitagabend führten dann weitere „kräftige Niederschläge zu Erhöhungen von Wasserständen“, wie aus einem Lagebericht der Hochwasserzentrale hervorgeht. Betroffen sind vor allem kleinere Flüsse im südöstlichen Teil des Landes. Laut Zentrale kam es dort zu kleineren Hochwassern, die im Mittel alle zwei bis fünf Jahre auftreten. An den Pegeln in Laupheim/Rottum und Unterkirchberg/Weihung haben sich in der Nacht von Freitag auf Samstag auch größere Hochwasser gebildet.

Deutlich heftiger wurden Bayern und benachbarte Länder von den Unwettern getroffen. In Österreich kamen in Folge umgestürzter Bäume fünf Menschen ums Leben, mindestens elf weitere wurden verletzt. Auf der französischen Insel Korsika starben nach Behördenangaben sechs Personen durch das Unwetter, weitere 20 wurden verletzt, einige schwer. 

Die Feuerwehren haben in der Nacht auf Samstag auch in Bayern einiges zu tun gehabt: Vollgelaufene Keller, durch Äste blockierte Straßen und über die Ufer getretene Bäche. Wie ein Sprecher des Lagezentrums Bayern gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte, halte sich die Zahl an größeren Unfällen und verletzten Personen „glücklicherweise in Grenzen“.

Weitere Niederschläge in Baden-Württemberg erwartet – Überflutungen möglich

Sowohl im Osten als auch im Westen Baden-Württembergs sind bis Sonntag (21. August) „vereinzelt Gewitterniederschläge und damit verbunden Wasserstandsanstiege möglich“, schreibt die Hochwasservorhersagezentrale. Die bereits eingesetzten Anstiege der Wasserstände können sich damit teilweise fortsetzen.

In den großen Flüssen des Landes – Rhein, Neckar und Donau –werden aktuell lediglich „moderate Anstiege“ erwartet. In bebauten Gebieten kann es beim Auftreten von Starkniederschlägen im Einzelfall zu örtlichen Überlastungen der Kanalisation und zu schnellen Überflutungen von Straßen, Kellern, Unterführungen und Tiefgaragen kommen.

Extremes Wetter mit Starkregen: In einigen Regionen wird Hochwasser erwartet

Update vom 19. August, 17.35 Uhr: In den frühen Abendstunden hat die Hochwasservorhersagezentrale der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) einen aktuellen Lagebericht herausgegeben. Mit Blick auf die bereits seit Donnerstag-Nachmittag vereinzelten ergiebigen Niederschläge, sind besonders kleinere Flüsse schon deutlich angestiegen.

Betroffen sind besonders Flüsse im südöstlichen Teil des Landes. Die Experten rechnen bis Samstagmorgen mit weiteren ergiebigen Niederschlägen. Auch dabei ist hauptsächlich der südöstliche Landesteil betroffen. Wasserstände, die aktuell schon gestiegen sind, können demnach teilweise noch bis in den Samstag hinein steigen.

Hochwasser Lage in den Regionen: Pegelstände an großen und kleinen Flüssen

Die zu erwartenden Hochwasser erreichen Pegelstände, die laut Hochwasserzentzrale im Mittel alle 2 bis 5 Jahre einmal auftreten. In den großen Flüssen des Landes (Rhein, Neckar und Donau) werden laut LUBW aktuell lediglich moderate Anstiege erwartet.

Und auch in Ortschaften und Städten kann sich der extreme Niederschlag bemerkbar machen. Dazu heißt es, dass es in bebauten Gebieten beim Auftreten von Starkniederschlägen im Einzelfall zu örtlichen Überlastungen der Kanalisation und zu schnellen Überflutungen von Straßen, Kellern, Unterführungen und Tiefgaragen kommen kann.

Überflutungen drohen: DWD warnt vor „teils extremem Unwetter“ 

Update vom 19. August: Endlich kühlt es – zumindest kurzfristig – mal so richtig ab in Baden-Württemberg. Sogar über den Regen freuen sich viele, denn vor allem die Natur braucht ihn. Nach lang anhaltender Trockenheit füllen sich die Regentonnen wieder und die Erde wird ordentlich getränkt. Allerdings können die extremen Wassermassen, die am Freitag und in der Nacht zu Samstag herunterkommen, regional zum Problem werden – ein Wetter-Experte warnt vor Überflutungen.

DWD warnt vor Unwetter in Baden-Württemberg – Starkregen, Gewitter und Sturm

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor „teils extremem Unwetter“ und unwetterartigen Regenmengen. Der Unwetterschwerpunkt liegt vor allem im Südosten Baden-Württembergs und Bayern. Bis zu 60 Litern pro Quadratmeter werden am Freitag im Allgäu innerhalb von 12 Stunden erwartet, von der Ostalb bis nach Oberschwaben gebietsweise um die 30 Liter pro Quadratmeter. In Bayern sind sogar bis zu 100 Litern Regen möglich, erklärt der Meteorologe Bernd Madlener in einem Video von wetter.com.

Dazu muss am Abend laut DWD im Osten und Süden neben Starkregen, Dauerregen und Gewitter in Baden-Württemberg auch mit Windböen von bis zu 60 km/h gerechnet werden. Madlener warnt aufgrund der Unwetter vor Überflutungen und Aquaplaning. echo24.de berichtet, worauf Autofahrer bei Unwetter achten müssen.

In der Nacht zum Samstag soll sich die Unwetterlage in Baden-Württemberg einigermaßen beruhigen und es gibt dem Deutschen Wetterdienst zufolge eine „vorübergehende Regenpause“ – allerdings ziehen von Westen her erneut Regenschauer und vereinzelte Gewitter auf. Am Samstag nimmt die Schauer- und Gewitteraktivität wieder Fahrt auf. Richtig abziehen sollen die Schauer und Gewitter erst in der Nacht zum Sonntag.

Unberechenbare Unwetter-Lage: Starkregen droht – „regional wird es heftig“

Erstmeldung vom 18. August: „Auch dieses Mal gehe ich von Überschwemmungen aus. Regional wird es heftig werden. Wo aber genau diese Regionen liegen werden, wird man erst sehen, wenn sich die Gewitter und Unwetter gebildet haben“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net. Es kommt also etwas, aber wo genau, da sind sich die Experten unsicher. Was erwartet der Deutsche Wetterdienst für Baden-Württemberg?

Wetter in Deutschland unberechenbar: Experten rechnen mit Unwettern und Starkregen

Nach wochenlanger Dürre und Hitze, kann es einem ganz anders werden, wenn man sich die Wettervorhersage für die nächsten Tage ansieht. Am Donnerstag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zunächst in der Mitte und im Süden von Deutschland gebietsweise mit starken Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Teils kann es auch Starkregen ohne Gewitter geben.

Der DWD schreibt deutlich: „Erhöhte Unwettergefahr durch heftigen Starkregen!“ Bis zum Abend rechnen die Wetter-Experten aber mit einer Verlagerung der stärksten Gewittertätigkeit in den Osten und Nordosten. Dabei sind dann auch mehrstündigen und unwetterartigen Starkregen nicht ausgeschlossen.

In Offenbach (Hessen) soll bis zum Donnerstag eine Menge Regen fallen. Weil die Böden ausgetrocknet sind, ist das erwartete Wetter aber ein Problem. op-online.de berichtet über die nahende Gefahr.

Baden-Württemberg erwartet Regen – ob auch hier heftige Unwetter kommen werden?

Am Freitag soll es vor allem in der Osthälfte von Deutschland weitere starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen, teils auch mehrstündigem Starkregen geben. Dabei besteht weiterhin Unwettergefahr durch heftigen Starkregen. Vielleicht kommt Baden-Württemberg glimpflich davon? Der Deutsche Wetterdienst schreibt für Freitag von einer Zweiteilung: In der Südosthälfte soll es meist stark bewölkt sein und zeitweise Schauer, teils Gewitter geben.

Dabei herrschen noch 20 bis 25 Grad. Im Nordwesten Baden-Württembergs gibt‘s wohl einen Wechsel aus Sonne und Wolken und nur vereinzelt Schauer bei Maxima von 24 bis 29 Grad. Die detaillierte Wettervorhersage für Baden-Württemberg gibt‘s im echo24.de-Wetter-Ticker, der jeden Tag aktualisiert wird. Der Herbst rückt langsam aber sicher näher. Langzeitmodelle geben einen ersten Ausblick über das Wetter in Deutschland im nahenden September.

Auch interessant

Kommentare