Höhepunkt des Unwetters

Starkregen und Hagel drohen: DWD warnt erneut vor extremen Unwetter

  • Julia Thielen
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  • Violetta Sadri
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In Baden-Württemberg galt am Montagabend eine amtliche Unwetter-Warnung für manche Orte. Im schlimmsten Fall drohte sogar Lebensgefahr. Heute wird erneut ein schweres Unwetter erwartet.

Update vom 29. Juni, 10.50 Uhr: Nach dem heftigen Unwetter am Montag gibt es unzählige Schäden. Überflutete Straßen und Keller, umgestürzte Bäume und sogar mehrere Blitzeinschläge - die Feuerwehr im Dauereinsatz. Wie schlimm es in einigen Regionen wirklich war, berichtet echo24.de. Doch wie geht es heute weiter? Manche haben sich von den gestrigen Schäden noch gar nicht erholt, steht schon das nächste Unwetter an. Auch am Dienstag wird es alles andere als ruhig.

Erneut soll sich ein heftiges Unwetter zusammenbrauen. Heute könnte es sogar zum Höhepunkt kommen. Zunächst soll es nur vereinzelt stark regnen. Im späteren Tagesverlauf erwartet der DWD erneut Gewitter mit starker Unwettergefahr. Von Ostfranken, der Schweiz und den Alpen können kräftige Gewitter über das Land ziehen. Gegen Abend könnte es zu einem großen Gewitterkomplex kommen. Es können bis zu 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde fallen. Auch Hagel ist nicht auszuschließen. Sturmböen könnten eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h erreichen. In der Nacht sollen die Gewitter langsam abziehen.

Unwetter verursacht Schäden in Baden-Württemberg/Heilbronn: Feuerwehr im Einsatz an der Allee

Extremes Unwetter über BaWü: Amtliche Warnung vom DWD - „Lebensgefahr“

Update, 16.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst gibt aktuell für Teile Baden-Württembergs eine amtliche Warnung vor extremem Unwetter heraus. Das ist die höchste Warnstufe. Dabei weisen die Experten sogar auf drohende Lebensgefahr hin.

Für das Wetter in Baden-Württemberg hatte der DWD bereits eine Vorabinformation für schwere Gewitter herausgegeben. Am Nachmittag sollten sich im Südwesten einmal mehr Gewitter bilden. Diese nehmen aber nun offenbar teils üble Ausmaße an.

Unwetter in Baden-Württemberg: Amtliche DWD-Warnung - „Lebensgefahr“

Wie aus einer Warnkarte des DWD ersichtlich wird, sind nach aktuellem Stand vor allem folgende Kreise betroffen:

  • Freudenstadt
  • Calw
  • Pforzheim
  • Böblingen
  • Tübingen
  • Reutlingen
  • Sigmaringen
  • Tuttlingen
  • Villingen-Schwenningen
  • Rottweil

Hier rechnen die Wetter-Experten mit „extrem heftigem Starkregen und Hagel“. Zwischen 50l/m² und 70l/m² sollen in einer Stunde fallen. Hinzu kämen „schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 Stundenkilometern. Außerdem können golfballgroße Hagelkörner vom Himmel prasseln.

Laut DWD drohen deshalb gleich mehrere Gefahren, die durch die heftigen Regengüsse, die Gewitter und Unwetter ausgelöst werden können:

  • entwurzelte Bäume und beschädigte Dächer
  • örtliche Überschwemmungen sowie überflutete Keller und Straßen
  • Erdrutsche

Ohnehin gilt: „Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr!“ Der Deutsche Wetterdienst rät deshalb dringend dazu, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Falls dies unumgänglich ist, sollte man Gegenstände sichern und „insbesondere Abstand von Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen“ halten. Zuhause empfiehlt es sich dringend, Fenster und Türen zu schließen.

Unwetter in Baden-Württemberg: Neben Hotspots auch andere Orte betroffen

Neben den extremen Unwetter-Hotspots sind möglicherweise auch andere Orte von starken Unwettern in Baden-Württemberg betroffen. Aktuell gibt es weitere amtliche Warnungen, die eine Schneise ausgehend vom Südwesten des Landes betreffen. Ein Großteil Baden-Württembergs ist laut DWD von Unwettern betroffen.

Wetter Baden-Württemberg und Deutschland: Starkes Unwetter zieht über das Land

Erstmeldung, 28. Juni, 12 Uhr: Zum Anfang der Woche warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut vor schweren Gewittern*. Erst in der vergangenen Woche richtete das Unwetter große Schäden in Teilen Baden-Württembergs an*, echo24.de* berichtete. Am Montag rechnen die Meteorologen im Osten mit bis zu 33 Grad, im Norden und Westen mit 26 bis 30 Grad. Vom Schwarzwald bis zu den westlichen und teils zentralen Mittelgebirgen entwickeln sich heftige Gewitter mit Unwetterpotenzial mit Starkregen und Hagel. Im Rest Deutschlands soll es weiterhin trocken bleiben und auch die Sonne zeigt sich weiterhin. Am Dienstagabend und in der Nacht soll es dann verstärkt im Schwarzwald, den Vogesen und Schweizer Alpen gewittern.

Im Laufe der Nacht soll sich das Gewitter bis in die Pfalz, nach Hessen und Franken verlagern. Dabei erwartet der DWD heftigen Starkregen bis in den extremen Unwetterbereich mit über 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden. Schwere Sturmböen könnten vor allem Abends von Hagel begleitet werden. Ab Dienstag könnten die Gewitter auch auf den Norden Deutschlands treffen. Im Westen bewegen sich die Temperaturen zwischen 21 und 26 Grad. Der Osten bleibt vom Unwetter verschont und es wird noch einmal richtig heiß mit bis zu 33 Grad.

In Deutschland wird vor Unwettern gewarnt. (Archivfoto)

Wetter in Baden-Württemberg und Deutschland: Tief mit Folgen - danach geht es bergauf

Das wechselhafte Wetter soll dann bis nächste Woche anhalten. Erst dann soll sich die Wetterlage beruhigen. Die Hitze wandert in den Osten. Im Rest Deutschland bleibt es wechselhaft. Kühl wird es dadurch trotzdem nicht. Die Temperaturen bleiben zwischen 17 und 25 Grad. Anfang Juli soll sich die Wetterlage wieder ändern. Die Temperaturen sollen Spitzenwerte von bis zu 30 Grad erreichen. Könnte jedoch sein, dass das Hochsommerfeeling schnell wieder vorbei ist und die nächste „Abkühlung“ kommt. Fest steht: Die Hitze mit bis zu 35 Grad und höher lässt noch auf sich warten. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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