Wasserpegel könnten erneut steigen

Unwetter-Gefahr in Baden-Württemberg: DWD warnt vor „starkem Gewitter“

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Auch die neue Woche startet in Baden-Württemberg mit Unwetter-Warnungen. Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor „starkem Gewitter“ und Starkregen.

Update, 26. Juli: Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut vor Unwetter und starkem Gewitter in Baden-Württemberg. „Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h (20 m/s, 38 kn, Bft 8) sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 15 l/m² und 25 l/m² pro Stunde und Hagel“, schreibt der DWD. Der Grund: ein „Tiefdruckeinfluss sorgt in Verbindung mit feuchtwarmer Luft für unbeständiges und gewittriges Wetter in Deutschland“.

Am Dienstag (27. Juli) soll es im Tagesverlauf ebenfalls erneut einzelne Gewitter in Baden-Württemberg geben, auch vor Starkregen, warnt der Deutsche Wetterdienst. Erst zur Mitte der Woche soll es im Südwesten Besserung geben. Übrigens: In unserem tagesaktuellen Wetter-Ticker lest Ihr, wie das Wetter in Heilbronn und Baden-Württemberg.

Überschwemmungen in Baden-Württemberg: Unwetter-Gefahr – DWD warnt erneut

Update, 25. Juli, 12:19 Uhr: In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat es in Baden-Württemberg einige Unwetter mit Gewitter und kräftigem Starkregen gegeben. Die große Hochwasser-Katastrophe blieb zum Glück aus, dennoch hat es einige Überschwemmungen und vollgelaufene Keller im Südwesten gegeben – auch in Stuttgart und Heilbronn.

Auch am Sonntag könnte es wieder kräftig gewittern, sagt eine Sprecherin vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Die Luft ist sehr feucht und warm, da kann es brodeln.“ Der DWD warnt vor örtlichen Gewittern tagsüber. Dabei soll es in Baden-Württemberg meist Starkregen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde geben. Lokal kann es auch zu Unwetter mit Mengen um die 30, vereinzelt bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde kommen. Auch mit Hagelkörnern von bis zu zwei Zentimetern Größe und Sturmböen bis zu 80 Stundenkilometern muss währen der Unwetter in Baden-Württemberg gerechnet werden.

Unwetter in Baden-Württemberg: Überschwemmungen, Starkregen und Gewitter

Allein dem Polizeipräsidium Heilbronn wurden in der Nacht zum Sonntag insgesamt 19 Unwetterereignisse gemeldet. Hierbei handelte es sich um vereinzelt vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und überflutete Straßen, wie die Polizei mitteilt. Schwerpunkt waren hierbei im Landkreis Heilbronn die Gemeinden Brackenheim, Lauffen, Ilsfeld, Obersulm, Flein und Talheim.

Auf der Strecke von Flein in Richtung Talheim stürzten mehrere Bäume um. Die Dimbacher Straße in Obersulm-Willsbachmusste, ebenso wie die Waldkreuzung im Bereich Flein/Talheim, mussten aufgrund Überflutung zeitweise voll gesperrt werden. Auch im Stadtkreis Heilbronn kam es vorübergehend zu überfluteten Straßen. Personen wurden bei den Unwettern nicht verletzt.

Wetter in Baden-Württemberg: DWD warnt erneut vor Unwettern

In der Landeshauptstadt Stuttgart* hat es ebenfalls aufgrund der starken Regenfälle Überschwemmungen in der Innenstadt gegeben. Wegen eines verstopften Gullys habe am Samstagabend das Regenwasser nicht abfließen können, sagte ein Sprecher der Polizei. Dadurch stand die Schillerstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs unter Wasser. Die Straße wurde vorübergehend gesperrt.

Im Kreis Ludwigsburg wurden am Samstagabend mehrere Straßen überschwemmt und Gullydeckel hochgehoben. Zudem blieb ein Auto in einer überschwemmten Straße stecken, das Wasser stand einen halben Meter hoch. Die Insassen kletterten auf das Autodach und wurden von der Feuerwehr befreit. Im Kreis Calw wurden ebenfalls mehrere Gullydeckel hochgedrückt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Im baden-württembergischen Salem nahe dem Bodensee schlug am Samstagabend ein Blitz in ein Hotel ein. Der Strom fiel in Teilen der betroffenen Straße aus, wie die Polizei mitteilte. Im Hotel roch es verschmort, aber keiner der 60 Gäste wurde verletzt. Die vergangene Nacht ist in den Hochwasser-Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – entgegen vorheriger Befürchtungen – nahezu trocken geblieben.

Baden-Württemberg: Gefahr steigt - erste Unwetter-Warnungen vom DWD

Update, 24. Juli, 17.40 Uhr: Jetzt wird es leider ungemütlich in Baden-Württemberg. Zum Abend muss der DWD die ersten amtlichen Unwetter-Warnungen herausgeben. Tief Dirk macht sich auf den wüsten Weg durch Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst weist eindrücklich auf die Gefahren durch die herannahende Front hin.

„Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien“, lautet die klare Aussage der Wetter-Experten. Denn: Eine ganze Reihe von Gefahren droht durch das Unwetter und seine möglichen Folgen. Darunter:

  • Lebensgefahr bei Blitzschlag
  • entwurzelte Bäume und abgedeckte Dächer, herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände
  • Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen
  • Erdrutsche

Der DWD empfiehlt, alle Fenster und Türen zu schließen, Gegenstände zu sichern und insbesondere Abstand zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu halten.

Baden-Württemberg: Gefahr steigt - erste Unwetter-Warnungen vom DWD

Update, 24. Juli: Die Unwetter-Front nähert sich am heutigen Samstag langsam aber sicher Baden-Württemberg. Für die ersten Regionen im Südosten des Landes gelten bereits „Warnungen vor markantem Wetter“, wie den Informationen des Deutschen Wetterdienstes zu entnehmen ist.

Gewitter, Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70km/h und Starkregen ziehen aktuell bereits über das Land. Im Verlauf des Nachmittags sollen die Unwetter immer heftiger werden. Auch in der Nacht zu Sonntag wird das Wetter in Baden-Württemberg ungemütlich.

Unwetter in Baden-Württemberg: Gefahr steigt - erste DWD-Warnungen

Von West nach Ost könnte laut Meteorologe Alban Burster auf wetter.com grundsätzlich jeder von Unwettern betroffen sein. Vorhersagen, wo sich Regenmassen und Gewitter tatsächlich niederschlagen sind laut ihm allenfalls ganz kurzfristig möglich.

Grundsätzlich sorge Tief Dirk aber für den perfekten „Nährboden“ für Unwetter. Besonders im Süden Deutschlands könnte Hagelschlag ein Problem werden. Der Deutsche Wetterdienst hält in seinen Vorhersagen Körner von bis zu 3cm Größe für möglich.

Baden-Württemberg: Erste Warnungen wegen Unwetter-Gefahr

Besonders im Fokus: der Starkregen. Denn: Gerade in den zuletzt vom Hochwasser betroffenen Regionen könnte dieser erneut fatale Folgen haben und Überflutungen begünstigen, wie Burster erklärt. Die Unwetter-Gefahr sei in jedem Fall „im Südwesten sehr groß“. In Rheinland-Pfalz hat wegen der drohenden Unwetter-Lage sogar bereits der Katastrophenschutz reagiert, wie merkur.de* berichtet.

Unwetter in Baden-Württemberg: Gefahr steigt am Samstag

Erstmeldung, 23. Juli: Das Wetter in Deutschland spielt dieses Jahr ziemlich verrückt*. Ein Tief nach dem anderen zieht über das Land. Vom Sommer war bisher nur wenig zu sehen, da kündigt sich auch schon das nächste Unwetter mit Starkregen an. Am Wochenende soll das Tief „Dirk“ von Frankreich und den Benelux-Staaten über Baden-Württemberg ziehen. So verheerend wie sein Vorgänger „Bernd“ soll es nicht sein. Aber: Für Regionen, in denen das Wasser jedoch sowieso schon hoch steht, könnte es dennoch gefährlich werden.

Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von bis zu 30 Grad. In Kombination mit dem Tief muss man sich also auf schwüle Luft einstellen. Der Freitag verläuft noch ruhig, am Samstag erreicht das Tief dann Westen und Teile im Südwesten. Die Gewitter kommen mit Platzregen, Hagel und Sturmböen. Vor allem der Westen Deutschlands, der besonders vom Hochwasser betroffen war, könnte erneut schwer unter dem Unwetter leiden. Da die Böden noch durchnässt sind und kein Wasser mehr aufnehmen können, könnte es zu Erdrutschen kommen, wie ntv.de berichtet.

Wetter in Baden-Württemberg: Erneut zieht Unwetter über das Land - Starkregen und Hagel erwartet

Bei dem Gewitter soll es sich um ein „normales“ Sommergewitter handeln. Örtlich sind Regenfälle von 20 bis 40 Litern pro Quadratmetern zu erwarten, je nach Wettermodell sind auch 50 Liter möglich. Am Sonntag soll sich das Gewitter weiter ausweiten. Erst ab Mitte nächster Woche soll sich das Tief langsam auflösen. Dann sind auch wieder Sonnenstunden zu erwarten - ein Sommerhoch bleibt jedoch vorerst aus. Denn die Unwetter bringen kühle Luft mit und nach wirkt sich auf die darauffolgenden Tage aus. Die Temperaturen bewegen sich am Montag zwischen schwülen 22 bis 29 Grad, ab Mittwoch zwischen 20 und 26 Grad.

StuttgartHeilbronn
Samstag17 bis 29 Grad vereinzelte Gewitter17 bis 29 Grad vereinzelte Gewitter
Sonntag16 bis 25 Grad Gewitterschauer17 bis 25 Grad Gewitterschauer
Montag15 bis 23 Grad Gewitterschauer17 bis 24 Grad Gewitterschauer

Unwetter in Baden-Württemberg erwartet - Tief „Dirk“ kommt von Frankreich

Bleiben die Hochsommer-Temperaturen aus? Leider sieht es auch für den Rest des Sommers nicht so gut aus. Denn sogar die heißesten Tage des Jahres vom letzten Juli-Drittel bis Mitte August, auch genannt Hundstage*, echo24.de* berichtete davon, zeigen bei den aktuellen Trends keine übermäßige Hitze. *echo24.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Peter Komka/dpa

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