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Warnstreik an Unikliniken – Heidelberg legt auch Freitag die Arbeit nieder

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Von: Melissa Sperber, Lisa Klein, Michaela Ebert

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Warnstreik Verdi
Die Gewerkschaft Verdi ruft im Südwesten zu Warnstreiks an Unikliniken auf. © Paul Zinken/dpa/Symbolbild

Die Beschäftigte der Unikliniken in Baden-Württemberg streiken. Heidelberg stieg am Mittwoch in den Streik ein und legt bis Freitag (28. Oktober) die Arbeit nieder.

Update vom 27. Oktober: Seit Montag streiken die Beschäftigten der Unikliniken in Baden-Württemberg, am Mittwoch hat auch die Uniklinik Heidelberg ihre Arbeit niedergelegt. Für Mittwoch wurde vorerst ein spezieller Warnstreik für Azubis und OP-Beschäftigte angesetzt, an dem rund 300 Beschäftigte teilgenommen haben sollen. Am Donnerstag wurden dann alle Mitarbeitenden zum Warnstreik aufgerufen. Laut Verdi nahmen am Donnerstag an einer Demo rund 800 Beschäftigte des Heidelberger Universitätsklinikums teil.

Auch am Freitag soll der Warnstreik in Heidelberg weitergehen. Die Versorgung von Notfällen sowie die Akutversorgung soll trotz der Streiks weiterhin gewährleistet sein.

Hintergrund der Arbeitsniederlegung sind, wie echo24.de berichtet, die Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi. Diese fordert 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 375 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende sollen laut Verdi 200 Euro mehr erhalten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 2. November statt.  

Mehrtägiger Warnstreik an Unikliniken – auch in Heidelberg

Update vom 26. Oktober: Auch die Uniklinik Heidelberg steigt am Mittwoch (26. Oktober) in die laufende Warnstreikwoche der baden-württembergischen Universitätskliniken ein. Dazu findet laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine Kundgebung und Demonstration der Angestellten im Neuenheimer Feld statt.

Für Mittwoch wurde vorerst ein spezieller Warnstreik für Azubis und OP-Beschäftigte angesetzt, bevor laut der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag und Freitag dann alle Beschäftigten zu Kundgebungen und Demonstrationen im Neuenheimer Feld aufgerufen werden. Verdi rechne dabei mit einer hohen Streikbeteiligung.

Warnstreik an Uniklinik Heidelberg - Akutversorgung für Patienten gesichert

Wie der SWR berichtet, ist für den geplanten Zeitraum der Arbeitsniederlegung an der Uniklinik Heidelberg eine Akutversorgung der Patienten gewährleistet. Notfälle würden wie gewohnt behandelt werden: Es würden sowohl dringende Operationen durchgeführt, als auch die Notfallambulanz geöffnet bleiben. Für den 26. und 27. Oktober geplante Eingriffe, die sich verschieben lassen, würden laut Klinikum kurzfristig nachgeholt werden können.

Mehrtägiger Warnstreik an Unikliniken ab Montag – auch Heidelberg betroffen

Update vom 23. Oktober: Nachdem von Montag, 17. Oktober, bis Mittwoch, 19. Oktober, bereits die Piloten der Eurowings-Airline die Arbeit niedergelegt hatten, ruft nun die Gewerkschaft Verdi im Südwesten des Landes zu einem mehrtägigen Streik auf. Betroffen sind dabei rund 26 000 Beschäftigte an Unikliniken – auch in Heidelberg. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ginge es vor allem um den anhaltenden Tarifkonflikt.

Die ersten Arbeitsniederlegungen finden nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Ulm und Tübingen statt. Weitere Warnstreiks sind für Mittwoch in Heidelberg sowie für Donnerstag und Freitag in Freiburg geplant.

Verdi fordert besseres Arbeitgeberangebot für rund 26 000 Beschäftige

Im Tarifkonflikt für die rund 26 000 Beschäftigten an den Unikliniken fordert Verdi ein verbessertes Arbeitgeberangebot vor dem Start der zweiten Gesprächsrunde. Die aktuelle Offerte stelle eine bisher nicht vorstellbare Entwertung der Einkommen an den Unikliniken dar, teilte Verhandlungsführerin Irene Gölz mit. Weil auf dieser Basis keine ernsthaften Verhandlungen möglich seien, sehe sich die Gewerkschaft gezwungen, die Tarifrunde ungewöhnlich früh zuzuspitzen.

Warnstreik an Unikliniken

Bei den Verhandlungen geht es um Beschäftigte, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Uniklinika Baden-Württemberg gilt. Ärzte oder wissenschaftliches Personal fallen unter andere Tarifverträge.

Quelle: dpa

Das Angebot des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Uniklinika (AGU) sah eine steuerfreie Einmalzahlung von 2100 Euro vor sowie eine Steigerung der Gehälter um sechs Prozent in zwei Stufen ab Januar 2024. Verdi fordert unter anderem für Medizinisch-Technische-Assistenten sowie Pflege- und Verwaltungskräfte der Unikliniken 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 375 Euro mehr pro Monat; die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

Beschäftige an Unikliniken planen mehrtägigen Warnstreik – auch Heidelberg betroffen

Erstmeldung vom 19. Oktober: Die ersten Arbeitsniederlegungen gibt es am kommenden Montag in den Unikliniken in Tübingen und Ulm, wie die Gewerkschaft am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Verhandlungsführerin Irene Gölz forderte ein verbessertes Arbeitgeberangebot vor dem Start der zweiten Gesprächsrunde. Die aktuelle Offerte stelle eine bisher nicht vorstellbare Entwertung der Einkommen an den Unikliniken dar.

Gewerkschaft Verdi sieht sich zu ungewöhnlich früher Zuspitzung gezwungen

Gölz sagte weiter, weil auf dieser Basis keine ernsthaften Verhandlungen möglich seien, sehe sich Verdi gezwungen, die Tarifrunde ungewöhnlich früh zuzuspitzen. Aktionen sind an allen vier Einrichtungen in Ulm, Heidelberg, Tübingen und Freiburg vorgesehen. Das Angebot des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Uniklinika (AGU) sah eine steuerfreie Einmalzahlung von 2.100 Euro vor sowie eine Steigerung der Gehälter um sechs Prozent in zwei Stufen ab Januar 2024.

Verdi fordert unter anderem für Medizinisch-Technische-Assistenten sowie Pflege- und Verwaltungskräfte der Unikliniken 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 375 Euro mehr pro Monat; die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Bei den Verhandlungen geht es um Beschäftigte, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Uniklinika Baden-Württemberg gilt. Ärzte oder wissenschaftliches Personal fallen unter andere Tarifverträge.

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