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Ungeziefer im Haus: Diese Tiere sind gefährlich für die Gesundheit

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Von: Tobias Becker

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Immer wieder findet sich in deutschen Haushalten Ungeziefer, wie Motten, Milben, Fliegen und mehr. Aber: Welche davon sind schädlich und welche sogar nützlich?

Hier fliegt was durch die Luft, dort krabbelt es über den Boden – egal ob in der Küche, im Bad oder anderen Zimmern im Haus. Viele Menschen in Heilbronn und Baden-Württemberg kennen das Problem: Tiere in der Wohnung, die dort nicht hingehören. Dazu zählen Motten, Spinnen, Wanzen, Fliegen und andere Insekten. Doch nicht alle sind schädlich.

Ungeziefer im Haus: Silberfischchen, Milben und Obstfliegen

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Tiere, die in einem Haus oder einer Wohnung vorkommen können, ohne das man sie dazu eingeladen hat. Gerade sehr aktuell sind die Obstfliegen, auch Fruchtfliegen genannt, die mit einem einfachen Trick bekämpft werden können. Sie sind klein, setzen sich überall hin, aber: Sie sind nicht wirklich gefährlich für den Menschen. Anders kann es bei einer Stubenfliege aussehen, die Bakterien im Überfluss übertragen kann.

Ebenfalls recht klein, aber flink, huschen Silberfischchen gerne mal durch die Wohnung. Wer solch ein kleines Wesen sieht, braucht erstmal keine Sorgen haben, denn sie sollen keine Gefahr für die Gesundheit darstellen – und sogar nützlich sein, wie stern.de berichtet. Silberfischchen ernähren sich unter anderem von Hausstaubmilben.

Milben hingegen sind wiederum durchaus gefährlich, wie softsan.de schreibt. Sie können bei einigen Menschen Allergien auslösen und so das Leben deutlich erschweren. Bei 25 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit fühlen sich diese Schädlinge besonders wohl und vermehren sich rasant.

Ungeziefer im Haus: Mäuse und Schaben sind eine Gefahr

Ganz anders sieht es hingegen bei Motten, Schaben und Mäusen aus. Vor allem Schaben, die auch als Kakerlaken bekannt sind, jagen vielen Menschen einen Schauer über den Rücken. Auch dieses Ungeziefer ist nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Hygiene, sie sind aber gefährlich für die Gesundheit, weil sie Bakterien, Einzeller oder Schimmelpilze übertragen, ebenso Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder Typhus. Der Kakerlaken-Kot kann zudem Allergien auslösen.

Mäuse sind zwar deutlich niedlicher als Schaben, aber nicht weniger gefährlich, da sie ebenfalls eine ganze Reihe an Krankheiten übertragen können. Viel kleiner und häufiger anzutreffen sind dagegen Lebensmittelmotten. Die fressen sich durch Papier und Plastik in die Lebensmittel und nisten dort. Befallene Produkte sollten direkt entfernt werden. Wer sie dennoch isst, kann Allergien, Haut- oder Magen-Darm-Erkrankungen als Folge bekommen.

Kakerlake
Kakerlaken sind für die Gesundheit gefährlich. © dpa (Symbolbild)

Ungeziefer im Haus bedeutet nicht gleich ein Hygieneproblem

Spinnen sind übrigens selten eine Gefahr, gelten sogar als nützlich, da sie andere, ungebetene Gäste auf dem Speiseplan haben. Und tatsächlich gilt auch: Nur weil Krabbeltiere durch die Wohnung flitzen oder Lebensmittelmotten und andere Fliegeviecher umherschwirren, handelt es sich nicht gleich auch um eine Hygieneproblem. Ähnlich wie auch Spinnen sich in der Wohnung ein lauschiges Plätzchen suchen, machen das auch andere Insekten.

Das kann an der Kälte draußen liegen, auch wenn der Winter noch nicht in Sicht ist, da die kleinen Tierchen es lieber warm haben. Es kann aber auch am Abfall mit Biomüll liegen, der so verlockend ist. Dennoch ist der Drang da, das Ungeziefer gleich wieder aus dem Haus zu vertreiben. Die passende Methode ist wichtig und dafür muss man beispielsweise auch eine Obstfliege von einer Trauermücke unterscheiden können.

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