Kind im Technik Museum beinahe ertrunken

Sinsheim: Tragischer Unfall in Museum – Mädchen (2) muss reanimiert werden

Im beliebten Technik-Museum Sinsheim spielte sich die Tragödie ab. (Symbolfoto)
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Im beliebten Technik-Museum Sinsheim ist ein zweijähriges Mädchen beinahe ertrunken. (Symbolfoto)
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Bei einem tragischen Unfall im Sinsheimer Technik Museum ist ein zweijähriges Mädchen beinahe ertrunken und musste reanimiert werden. Nun ermittelt die Polizei.

Ein tragischer Unfall hat sich in dem Sinsheimer Auto und Technik Museum (Rhein-Neckar-Kreis) am Mittwoch (11. August) ereignet, bei dem ein zweijähriges Mädchen beinahe ertrunken ist. Wie genau es so weit kommen konnte, ist bislang unklar: Aus weiterhin ungeklärter Ursache stürzte laut Polizei ein zweijähriges Mädchen, das mit seiner Familie das Technikmuseum in Sinsheim besuchte, auf dem öffentlich frei zugänglichen Außengelände in einen Teich.

Das kleine Mädchen musste reanimiert werden und wurde im Anschluss in ein Krankenhaus eingeliefert – dort befindet sich die Zweijährige in intensivmedizinischer Behandlung. Die Familienangehörigen wurden vor Ort von einem Seelsorger betreut. Zum Gesundheitszustand des Kindes liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor, wie *echo24.de berichtet. Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Mädchen (2) ertrinkt beinahe in Sinsheimer Technikmuseum und muss reanimiert werden

Jährlich kommt es in Baden-Württemberg zu zahlreichen Badeunfällen*, bei denen sowohl Erwachsene als auch Kinder ums Leben kommen. Vor allem für Kleinkinder können auch schon flache Gewässer richtig gefährlich werden. Ertrinkungsunfälle geschehen oft nicht in großen Gewässern, sondern überwiegend im eigenen Garten, im Planschbecken, im Gartenteich, in der Regentonne, in einem kleinen Bach oder Graben. Meist unterschätzen die Eltern die Gefahr und lassen ihre Kinder unbeaufsichtigt. Vor allem Kleinkinder sind durch ihre körperlichen Gegebenheiten besonders gefährdet.

Ertrinken gehört neben Ersticken zu den häufigsten Ursachen tödlicher Unfälle bis zum fünften Lebensjahr. Im Alter von einem bis vier Jahren steht das Ertrinken sogar an erster Stelle der tödlichen Unfälle, wie kindergesundheit-info.de berichtet. „Die Kinder sterben lautlos – so furchtbar sich das auch anhört“, erklärte Michael McQuirt von der DLRG Neckarsulm gegenüber *echo24.de zum Thema Ertrinkungsgefahr bei Kindern*.

Wenn ein Kind zum Beispiel in einer Badewanne oder in einem Planschbecken mit dem Kopf unter Wasser gerät, verliert es die Orientierung und kann sich nicht selbst retten. Erschreckend ist auch, dass ein Baby bis zum Alter von etwa 15 Monaten in Wassertiefe von zehn Zentimetern ertrinken kann. Hinzu kommt, dass ein Kind etwa bis zum dritten Lebensjahr sein Gesicht nicht dauerhaft über Wasser halten kann, weil sein Kopf im Vergleich zum Körper zu schwer ist. Eltern sollten ihre Kinder also auf keinen Fall unbeaufsichtigt in die Nähe von Gewässer lassen – auch wenn sie nur wenige Zentimeter tief sind. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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