Neuer Besitzer des UFA-Palasts

Wohnungen statt Kino? Das könnte aus dem ehemaligen UFA-Palast werden

Der UFA-Palast in Stuttgart mit einem Film-Plakat.
+
Im Mai 2020 fiel der letzte Vorhang im UFA-Palast in Stuttgart.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
    schließen

Seit Juni 2020 ist der UFA-Palast in Stuttgart geschlossen. Inzwischen wurde das Gebäude verkauft, doch was wird aus dem ehemaligen Kino?

Wenn sich Angela Merkel am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten zum virtuellen Corona-Gipfel* trifft, wird es auch um weitere Lockerungen gehen. Dieses Vorhaben unterstützt auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann*, denn viele Geschäfte leiden unter dem andauernden Lockdown und fürchte um ihre Existenz.

Doch das Coronavirus macht nicht nur kleinere Geschäfte in Baden-Württemberg Probleme, auch die Kunst und Kulturbranche im Südwesten leidet unter den Stengen Regeln der Corona-Verordnung. Wie echo24.de* berichtete mussten in der Landeshauptstadt Stuttgart im vergangenen Jahr bereits zwei Kinos schließen.

UFA-Palast Stuttgart: Auch Metropol muss schließen

Ende Mai gab der UFA-Palast in Stuttgart bekannt, dass das Kino seine Tore für immer schließen werden. Die damalige Schließungsanordnung wegen der Corona-Pandemie, die fehlende Perspektive für einen Öffnungstermin und die Tatsache, dass die Filmverleihe alle Filmstarts auf unbestimmte Zeit verschoben hatten, führten laut einer Mitteilung zu einer wirtschaftlichen Situation in den Betreibern „keine Alternative gelassen hat“.

Nur wenige Monate später gab auch das Metropol-Kino* bekannt, dass es zum Jahresende dichtmachen wird. Künftig könnte das Kino zu einem Fitnessstudio werden. Auch für den UFA-Palast - der 1926 in den Räumlichkeiten des Metropols eröffnete - ist inzwischen ein Käufer gefunden.

UFA-Palast Stuttgart: Münchener Unternehmen kauft Ex-Kino

Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, hat das Münchner Unternehmen Isaria - dem bereits zwei Grundstücke in der Rosensteinstraße gehören - das rund 4000 Quadratmeter große Grundstück vom bisherigen Besitzer Soravia erworben. Beide Unternehmen machten keine Angaben zum Kaufpreis. Bereits kurz nach der Schließung im vergangenen Jahr äußerte Isaria sein Interesse an dem ehemaligen UFA-Palast. „Wir verfolgen die Aktivitäten um unser Stuttgarter Projekt natürlich sehr aufmerksam“, erklärte damals ein Sprecher den Stuttgarter Nachrichten.

„Das Objekt ist durch seine besondere Lage in die aufstrebende Stadtentwicklung eingebettet, die als Folge frei werdender Flächen im Rahmen des Projektes Stuttgart 21 entsteht“, begründet Isaria den Kauf des ehemaligen Kinos im Stuttgarter Norden. Was künftig auf der Fläche des UFA-Palasts entstehen könnte, sei jedoch noch nicht geklärt.

UFA-Palast Stuttgart: Das sind die Pläne für Ex-Kino

In den Stuttgarter Nachrichten betonte ein Isaria-Sprecher jedoch, dass das Unternehmen bislang hauptsächlich mit der Entwicklung von Mietwohnungen und gemischten Arealen zu tun hatte. Entsprechend liegt es nahe, dass in dem ehemaligen UFA-Palast in Stuttgart Mietwohnungen entstehen könnten. Auch eine Mischnutzung aus Wohnungen und Büros ist laut Stuttgarter Zeitung denkbar. „Es gibt aber noch kein Baurecht“, erklärte der Unternehmenssprecher.

Auch das zuständige Referat Städtebau, Wohnen und Umwelt von Bürgermeister Peter Pätzold hielt sich zunächst mit einer Bewertung des Verkaufs zurück. Die Frage nach den baurechtlichen Möglichkeiten auf dem Gelände des Stuttgarter UFA Palast blieb ebenfalls unbeantwortet. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema