1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Wildtiere im Rhein-Neckar-Kreis leiden unter Dürre und Trockenheit: Das können Sie dagegen tun

Erstellt:

Von: Michaela Ebert

Kommentare

Ein Rehbock.
Ein Rehbock auf einem trockenem Feld. © dpa

Aktuell belasten die Hitzewelle und der ausbleibende Niederschlag die Natur in der Rhein-Neckar-Region sehr. Die Trockenheit birgt nicht nur Waldbrand-Gefahr, auch Wildtiere haben es nicht leicht.

Der langanhaltende Rekordsommer bringt vor allem eines mit sich: Trockenheit. Das macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch der Natur. Hohe Temperaturen und ausbleibender Niederschlag sorgen dabei nicht nur für Wasserknappheit auf den Feldern und Höfen der Landwirte, sondern auch für Dürre im Wald. Das Austrocknen von kleinen Bächen, Tümpeln und Pfützen ist dabei besonders gefährlich – gerade für unsere Wildtiere.

Die haben es nämlich gerade gleich in vielerlei Hinsicht schwer: durch die fehlenden Futter- und Wasserquellen besteht für die Tiere akute Gefahr, zu verdursten. Dabei brauchen sie gerade jetzt viel Energie: Rehe und Hasen befinden sich aktuell in der sogenannten Brut- und Setzzeit. Damit bezeichnet man die Zeit, in der Junge geboren und aufgezogen werden. Durch das Säugen haben die Muttertiere daher aktuell einen besonders hohen Flüssigkeitsbedarf.

Wildtiere schützen: Das können Sie tun

Worauf man als Waldbesucher selbst achten kann, um die Tiere im Wald nicht weiter zu gefährden, erklärt Dorian Jacobs, Wildtierbeauftragter des Rhein-Neckar-Kreises gegenüber dem SWR:

Auch die aktuelle Paarungszeit der Rehe sorgt für Wirbel im Wald: Straßenquerungen in Wildwechselgebieten sind keine Seltenheit. Als Auto- und Motorradfahrer kann man daher nicht vorsichtig genug sein. Wer Wildwechselgebiete durchquert, sollte aktuell besonders achtsam und langsam fahren.

Wasserschalen können Tierleben retten

Wer auch die tierischen Besucher des eigenen Gartens, wie etwa Igel, Eichhörnchen und Co., unterstützen möchte, kann diese oftmals schon mit einer Kleinigkeit tun. Allein das Setzen von Wasserschalen kann Leben retten. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass das richtige Gefäß und Futter verwendet wird.

Und auch in den hiesigen Wäldern sei das Setzen von Wildtiertränken aktuell besonders wichtig, erklärt Jacobs dem SWR weiter. Damit könne der Wasserknappheit entgegengewirkt und Rot-, Braun und Schwarzwild unterstützt werden.

Auch interessant

Kommentare