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Mordprozess um Frauenleiche in Kofferraum startet: Ehemann vor Gericht

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Von: Michaela Ebert

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Aussenaufnahme des Justizgebäudes Heidelberg.
Am Landgericht Heidelberg kommt es ab Montag zu einem Mordprozess. Ein Mann soll seine Ehefrau ermordet und anschließend im Kofferraum versteckt haben. © Uli Deck/dpa

Er soll seine Frau im Juni aus Habgier ermordet und anschließend im Kofferraum eines Autos weggefahren haben. Jetzt beginnt der Mordprozess gegen den Ehemann in Heidelberg.

Ab Montagmorgen (16. Januar) 9 Uhr wird verhandelt – dann beginnt der Mordprozess am Landgericht Heidelberg gegen einen Mann, der seine Ehefrau mit einem Hammer erschlagen und die Leiche in einem Kofferraum versteckt haben soll. Habgier und Heimtücke wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor, denn aus Sicht dieser habe er an die Hinterbliebenenrente seiner Frau kommen wollen. In dem Prozess sollen auch die beiden Kinder des Paares eine zentrale Rolle spielen.

Der Fall hatte im vergangenen Sommer in der Region Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) für Aufsehen gesorgt, weil das Auto samt Leichnam der 64-Jährigen in einem Gewerbegebiet entdeckt worden war. Den Tatverdächtigen nahm die Polizei knapp einen Monat später fest.

Mordprozess in Heidelberg: Angeklagtem droht lebenslange Freiheitsstrafe

Der Deutsche hat sich nach Auskunft einer Gerichtssprecherin bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Gelegenheit bekommt er am Montag vor Gericht. Zudem sollen die beiden erwachsenen Kinder des Paares gehört werden, die als Nebenkläger an dem Prozess teilnehmen. Dem Angeklagten droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann im Juni seine Ehefrau zu Hause überraschend angegriffen und vermutlich mit einem Hammer erschlagen hat. Er habe ihr mutmaßlich mit einem einzigen wuchtigen Schlag auf den Kopf so schwere Verletzungen zugefügt, dass die 64-Jährige kurz darauf starb. Dann soll der Beschuldigte die Tote in den Kofferraum ihres Autos gelegt haben, zu einem Parkplatz am Rande des Gewerbegebiets gefahren sein und den Wagen dort abgestellt haben. Aus Sicht der Anklage ging der Mann heimtückisch vor.

Ehemann wegen Mordes angeklagt: Urteil wird im März erwartet

Die Polizei hatte zur Aufklärung des mutmaßlichen Gewaltverbrechens eine Sonderkommission mit 69 Ermittlern und Ermittlerinnen gebildet. Sie erhielt rund 70 Hinweise aus der Bevölkerung.

Das Schwurgericht am Landgericht hat sechs Fortsetzungstermine geplant. Es könnte demnach Anfang März ein Urteil sprechen. Bis dahin will es zahlreiche Zeugen und einen Sachverständigen hören.

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