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Frau stirbt in Altkleider-Container in Baden-Württemberg – Wohlfahrtsverbände warnen

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Von: Anna-Maureen Bremer, Julia Cuprakowa

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Vermutlich kommt die 26-Jährige ums Leben, weil sie sich nicht allein befreien kann. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Immer wieder sterben Menschen bei dem Versuch, Altkleider aus Containern herauszuholen. Zuletzt ließ dabei eine 26-Jährige in der Nähe von Stuttgart ihr Leben. Wohlfahrtsverbände kennen das Problem.

Update, 7. November, 20 Uhr: Eine junge Frau ist in einem Altkleider-Container in Weinstadt bei Stuttgart gestorben. Die 26-Jährige sei vermutlich bei dem Versuch in den Container zu steigen, mit dem Oberkörper in der Klappe stecken geblieben, teilte die Polizei am Montag (7. November) mit. Die Beamten gehen davon aus, dass sie versucht hatte, gebrauchte Kleidung herauszuholen.

Den Angaben nach hatte ein Fußgänger die tote Frau am Samstagmorgen (5. November) an dem Malteser-Container auf einem Parkplatz gefunden und den Notruf gewählt. Die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod der 26-Jährigen feststellen. Die Polizei ermittelt, geht aber von einem Unfall aus.

Frau stirbt in Altkleider-Container in BaWü – Ähnliche Vorfälle gibt es bundesweit immer wieder

Im vergangenen Sommer etwa war eine 25-Jährige in Großostheim bei Aschaffenburg ums Leben gekommen. Auch sie hatte versucht, Altkleider aus einem Container zu holen und war kopfüber in der Einwurfklappe stecken geblieben, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

In Düsseldorf war ein 41-Jähriger auf ähnliche Weise ums Leben gekommen. In Braunschweig hatte ein Mann 2019 versucht, einen Beutel aus dem Container zu holen. In dem Beutel war sein Wohnungsschlüssel, den er wohl versehentlich hineingeworfen hatte. Er kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus und starb dort.

Wohlfahrtsverbände kennen die Problematik

„Unsere Gedanken sind bei der Verstorbenen“, teilten die Malteser Baden-Württemberg mit. „Wir sind erschüttert.“ Alle rund 900 Malteser-Container seien mit gut sichtbaren, mehrsprachigen Warnhinweisen versehen, die auf die Lebensbedrohung bei einem Einstiegsversuch hinweisen würden. Die Container würden regelmäßig von externen Bereitstellern auf ihre Sicherheit hin überprüft und seien TÜV-zertifiziert. Sie seien eigentlich so konstruiert, dass man nicht hineinklettern könne.

Nach Angaben des Roten Kreuzes in Baden-Württemberg seien solche Piktogramme nicht obligatorisch. In Bayern hingegen wurden die Hinweise auf die rund 4.100 Rot-Kreuz-Container angebracht. Das Bayerische Rote Kreuz wies darauf hin, dass es für Bedürftige keine Notwendigkeit gebe, Altkleider aus Containern zu fischen. „Die aufbereitete Kleidung wird an den Ausgabestellen für Bedürftige entweder kostenfrei oder zu einem sehr niedrigen Preis bereitgestellt“, sagte ein Sprecher.

Auch ein aus Versehen in den Container geworfener Schlüssel oder anderer Wertgegenstand müsse nicht unter Lebensgefahr herausgeholt werden. „Auf den Containern sind Rufnummern – spätestens am nächsten Tag hat man den Schlüssel oder Geldbeutel wieder.“

Tote Frau in Altkleider-Container in Baden-Württemberg gefunden

Erstmeldung, 7. November, 8 Uhr: Über einen schrecklichen Fund am Wochenende berichtet die Polizei. Ein Passant hat in einem Altkleider-Container in Weinstadt bei Stuttgart die Leiche einer Frau entdeckt.

Die Polizei teilt am Montag mit, dass es bisher danach aussehe, dass die 26-Jährige bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Es sei wahrscheinlich, dass sie in den Container auf einem Parkplatz gestiegen sei, um gebrauchte Kleider herauszunehmen. „Hierbei blieb sie in der Abladeklappe des Containers stecken und konnte sich nicht mehr selbstständig aus ihrer misslichen Lage befreien“, sagte ein Polizeisprecher. Am Samstagmorgen habe ein Fußgänger die tote Frau gefunden.

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