Coronavirus: Impfung tödlicher als gedacht?

Tod nach Corona-Impfung: Hohe Dunkelziffer? Experte mit Hammer-Forderung

Der Chef-Pathologe der Uni Heidelberg, Peter Schirmacher, drängt zu viel mehr Obduktionen von Geimpften. (Symbolbild)
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Der Chef-Pathologe der Uni Heidelberg, Peter Schirmacher, drängt zu viel mehr Obduktionen von Geimpften. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Gibt es womöglich viel mehr Tode, die im Zusammenhang mit Corona-Impfungen stehen, als bisher vermutet? Dem will ein Heidelberger Pathologe auf den Grund gehen.

Das Coronavirus hat Deutschland immer noch voll im Griff. Die Zahlen in Baden-Württemberg explodieren wieder und liegen aktuell wieder bei einer 7-Tage-Inzidenz von 15. Als einziges wahres Mittel, um die Pandemie endlich in den Griff zu bekommen, wird noch immer die Corona-Impfung gehandelt. Doch auch jetzt noch sind die Impfstoffe und ihre Nebenwirkungen wenig erforscht. Deshalb hat jetzt der Chef-Pathologe der Uni Heidelberg, Peter Schirmacher, eine große Forderung in den Raum gestellt.

Schirmacher drängt laut Deutscher Presse-Agentur dpa zu viel mehr Obduktionen von Geimpften. Denn er ist der Meinung, nicht nur Corona-Tote, sondern auch die Leichname von Menschen, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung sterben, müssten häufiger untersucht werden. Er warnt sogar vor einer hohen Dunkelziffer an Impftoten.

Tod nach Corona-Impfung? Heidelberger Pathologe will mehr Obduktionen

Der Direktor des Pathologischen Instituts in Heidelberg beklagt außerdem, von den meisten Patienten, die nach - und möglicherweise an - einer Impfung sterben, bekämen die Pathologen gar nichts mit. Jedoch ist sich die Wissenschaft in diesem Punkt nicht einig. Andere Forscher, die Ständige Impfkommission und auch das Paul-Ehrlich-Institut widersprechen Schirmacher in diesem Punkt klar.

Dennoch scheint die Obduktionsforschung gerade im Falle von Corona essenziell wichtig zu sein. Schon seit einem Jahr werden an den baden-württembergischen Unikliniken Corona-Tote obduziert - so können die Forscher die Krankheit viel besser verstehen. Unter anderem könne laut Chef-Pathologe Schirmacher die Behandlung und Beatmung von Covid-Erkrankten durch die Obduktionen optimiert werden.

Diese These unterstützt auch Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Sie meint: „Die hier gewonnen Erkenntnisse helfen also dabei, Erkrankte nun besser und erfolgreicher behandeln zu können und Leben zu retten.“

Tod nach Corona-Impfung: Obduktionen helfen auch künftigen Erkrankten

Nun will der Heidelberger Pathologe seinen Fokus eben auch auf schwere Nebenwirkungen des Impfens legen. Besonders der Impfstoff von AstraZeneca hatte vor einigen Monaten Schlagzeilen gemacht, weil im zeitlichen Zusammenhang mit der Corona-Impfung Hirnvenenthrombosen aufgetreten waren. Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, haben Schirmacher und sein Team bereits über 40 Menschen obduziert, die innerhalb von zwei Wochen nach ihrer Impfung gestorben sind.

Das Fazit daraus: Der Heidelberger Chef-Pathologe Schirmacher geht davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Untersuchten an der Impfung gestorben sind. Aus seiner Sicht werden die tödlichen Impffolgen in ihrer Häufigkeit unterschätzt. Doch dem widerspricht beispielsweise das Paul-Ehrlich-Institut. Denn laut PEI besteht laut Infektionsschutzgesetz Meldepflicht, wenn ein Mensch nach einer Impfung stirbt. Auch der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sieht „keine Daten, die hier eine begründbare Aussage zulassen“, und geht deshalb nicht von einer Dunkelziffer aus.

Tod nach Corona-Impfung: Weitere Pathologen fordern mehr Obduktionen

Dennoch ist Schirmacher mit seiner Meinung, es müsse mehr Obduktionen geben, nicht alleine. Auch der Bundesverband Deutscher Pathologen macht sich für diese Forderung stark. Nur wenn mehr Geimpfte obduziert würden, könnten Zusammenhänge zwischen Todesfällen und Impfungen ausgeschlossen oder nachgewiesen werden, sagt Johannes Friemann, der Leiter der Arbeitsgruppe Obduktion im Pathologen-Verband.

Er meint, die Länder müssten die Gesundheitsämter direkt anweisen, vor Ort Obduktionen anzuordnen - und diese Forderung ist nicht neu. Der Pathologen-Bundesverband hatte diese Forderung bereits im März in Form eines Schreibens an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) herangetragen. Der Brief blieb laut Friemann allerdings unbeantwortet.

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