Asiatische Tigermücke

„Gefährlichstes Tier der Welt“ in Heilbronn – mit diesem Trick bekämpfen

Breitet sich aus: Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) kann Krankheiten übertragen. (Symbolbild)
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Breitet sich aus: Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) kann Krankheiten übertragen. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die asiatische Tigermücke gilt als gefährlichstes Tier der Welt und ist jetzt offiziell auch in Heilbronn entdeckt worden. Doch wie kann man sie aufhalten?

Ein winziger Eindringling macht in Deutschland Schlagzeilen - die Asiatische Tigermücke sticht nicht nur in der Dämmerung, sondern auch tagsüber und sie überträgt dabei gefährliche Krankheiten wie das Denguefieber. Wohl deshalb bezeichnete auch Bill Gates den kleinen Blutsauger schon als „gefährlichstes Tier der Welt“. Auch in Baden-Württemberg wurde die Tigermücke schon gesichtet - nachdem unter anderem Freiburg, Stuttgart und Hockenheim bereits bestätigte Funde der Stechmücke gemeldet hatten, wurde zuletzt auch ein Fall aus Heilbronn bekannt.

Doch wie wird man den gefährlichen Plagegeist nun wieder los, wo er doch bereits in Baden-Württemberg angekommen ist? Auf diese Frage hat das Landesgesundheitsamt (LGA) gleich mehrere Antworten. Zum einen hilft es der Behörde schon sehr, wenn man Sichtungen der Asiatischen Tigermücke beim zuständigen Gesundheitsamt meldet.

Asiatische Tigermücke bekämpfen: Landesgesundheitsamt schlägt Maßnahmen vor

Dazu kann eine verdächtige Mücke eingefangen werden, wenn die Beschreibung der Tigermücke zutrifft. Dann sollte entweder ein Foto oder das Tier selbst eingeschickt werden - zum Beispiel geht das über mueckenatlas.com oder über das TIGER Projekt.

Aber auch gegen die weitere Vermehrung der fiesen Blutsauger kann jeder Garten- oder Balkonbesitzer in Baden-Württemberg etwas tun. Denn die Stechmücken kommen längst nicht mehr nur über den Import von Waren aus dem Ausland nach Deutschland. Die Asiatische Tigermücke pflanzt sich auch in Deutschland fort. Dazu benötigt sie nur geringe Mengen von stehendem Wasser - in Blumenkübeln, Regentonnen oder Vogeltränken.

Asiatische Tigermücke bekämpfen: Diese einfachen Regeln helfen gegen die Ausbreitung

Denn die Asiatische Tigermücke ist ein Baumhöhlen-Brüter. Somit sind alle natürlichen und künstlichen Klein- und Kleinstbehältnisse potenzielle Brutstätten, in denen sich (Regen-)Wasser ansammeln kann. Damit sich die Tigermücken-Larven also nicht vollständig entwickeln können, empfiehlt das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg einfache - aber sehr wirksame - Maßnahmen:

  • Wasserbehältnisse wie Vogeltränken sollten mindestens ein Mal wöchentlich geleert werden.
  • Außerdem sollten Sie die Schalen, Schüsseln oder Eimer gut schrubben - denn die Eier der Asiatischen Tigermücke haften sehr fest. Nur durch eine gründliche Reinigung werden Sie sowohl die Larven als auch die Eier los.
  • Regentonnen oder nicht benötigte Wassereimer sollten Sie abdecken - zum Beispiel mit engmaschigen Netzen, die über den Tonnen gespannt werden. Diese gibt es im Baumarkt oder online zu kaufen.
  • Leere Zaunpfähle sollten Sie mit Sand oder Zement auffüllen, damit auch hier keine Brutstätte für Tigermücken entsteht.
  • Blumenuntersetzer können auch mit Sand aufgefüllt werden, damit sich keine kleinen Pfützen bilden, die den Larven bereits ausreichen, um sich zu entwickeln.
  • Um erst gar keine Pfützen und Wasserstellen entstehen zu lassen, lagern Sie Behältnisse unter einem Dach - oder anderweitig regengeschützt. Eimer können beispielsweise über Kopf gelagert werden.

Wenn diese Maßnahmen befolgt werden und die Asiatische Tigermücke weiterhin gezielt bekämpft wird, so kann auch das Risiko von Übertragungen besonders gefährlicher Viren mit der Zeit eingedämmt werden.

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