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SWEG und Lokführergewerkschaft GDL zu Verhandlungen bereit

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Von: Michaela Ebert

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Tarifstreit zwischen SWEG und GDL
Das Bahnunternehmen SWEG und die Gewerkschaft der Lokführer GDl sind bereit, sich für Verhandlungen an einen Tisch zu setzen. © Marijan Murat/dpa/Archivbild

Die SWEG und die GDL sind bereit, sich nach Monaten des Tarifstreits endlich wieder an einen gemeinsamen Tisch zu setzen. Weitere Streiks soll es während der Verhandlungsgespräche vorerst nicht geben.

Es kommt Bewegung in den Tarifstreit zwischen der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und der Lokführergewerkschaft GDL: Das Bahn-Unternehmen will sich mit der GDL an einen Tisch setzen, um eine Regelung für die anstehende Schlichtung auszuhandeln, wie ein Sprecher am Freitag (20. Januar) mitteilt.

Erst am Donnerstag hatte Claus Weselsky, der Chef der GDL, dem Bundesland Baden-Württemberg Untätigkeit vorgeworfen. Nun wollen die beiden Verhandlunsparteien mit einer größtmöglichen Offenheit in die Gespräche gehen, berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa). Während dieser habe die Gewerkschaft zugesagt, von weiteren Arbeitskampfmaßnahmen abzusehen.

Nach finanzieller Schieflage: SWEG hatte SBS für zunächst zwei Jahre übernommen

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Tarifkonflikt, in dem die GDL künftig nicht nur für die frühere Abellio Rail Baden-Württemberg (heute SBS), sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte.

Insgesamt zählt der Konzern 1.800 Beschäftigte. Die SWEG lehnt das ab und will die SBS auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Das verdienen Lokführer: Gehälter bei der Deutschen Bahn.

Die GDL ruft seit dem vergangenen Spätsommer bei SWEG und SBS immer wieder zu kurzfristigen Arbeitsniederlegungen auf – zuletzt wurde ein Bahnstreik am 10. Januar beendet. Insgesamt habe die Gewerkschaft das Unternehmen schon mehr als 630 Stunden bestreikt, teilt die SWEG mit.

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