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„RIP schwäbische Bravo-Poster“: Stuttgarter scherzen über Abschaffung des Abfallkalenders

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Von: Nadja Pohr

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Auf einem Smartphone und einem Laptop ist der digitale Abfallkalender der Stadt Stuttgart geöffnet
Zum Jahreswechsel wird der gedruckte Abfallkalender in Stuttgart eingestellt und von einer digitalen Lösung abgelöst. © Stadt Stuttgart/AWS

Per Post informierte die Abfallwirtschaft Stuttgart die Bürger über eine Veränderung im kommenden Jahr: Der gedruckte Abfallkalender wird abgeschafft. Die Stuttgarter nehmen es mit Humor.

Stuttgart - Vor einigen Tagen erhielten alle Bürger der Landeshauptstadt Stuttgart Post von der Abfallwirtschaft. In dem Schreiben informieren das Entsorgungsunternehmen die Stuttgarter darüber, dass ab 2023 der altbekannte Abfallkalender abgeschafft und künftig nur noch in digitaler Version erscheinen wird.

Den Entleerungskalender der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) findet man ab dem Jahreswechsel nun entweder auf der Internetseite der AWS oder in der App. Das biete viele Vorteile. In den sozialen Medien reagieren einige Stuttgarter scherzhaft schockiert auf die Digitalisierung des Abfallkalenders.

„Jetzt reichts Stadt Stuttgart“: Twitter-User scherzen im Netz über Abschaffung des Abfallkalenders

Auf Twitter teilte die Seite „Kessel.TV“ den Brief der AWS, der das Ende des Abfallkalenders verkündet. „Den oberkultigen Kultabfallkalender abschaffen, das Highlight des Jahres, jetzt reichts Stadt Stuttgart“, heißt es in dem Twitter-Beitrag. Das Entsetzen darf man wohl aber nicht ganz ernst nehmen. Unter dem Post wird fleißig weiter gescherzt. „RIP, schwäbische Bravo-Poster“, schreibt ein User beispielsweise.

„Wie soll man den jetzt aushängen? Laptop in den Hausflur? Ohne WLAN-Steckdose im Flur? Können die mir einen Plan faxen?“, fragt sich ein Nutzer augenzwinkernd. „Bald nur noch ein Relikt vergangener Tage…“, trauert ein weiterer. „Früher war alles besser“, lautet das Fazit eines Nutzers. Ein User stellt dagegen außerdem noch eine sehr berechtigte Frage: „Wer denkt denn an die Omis, DIE OMIS?‘“

Was tun, wenn kein Computer zu Hause ist? Freunde, Nachbarn oder Enkelkinder sollen in der Not helfen

Die AWS denke natürlich auch an diejenigen in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, die weiterhin gern einen Papierkalender zur Hand haben, schreibt das Entsorgungsunternehmen. „Wenn jemand selbst keinen Computer oder keine Gelegenheit zum Drucken hat, könnte man vielleicht Freunde, Nachbarn oder Enkelkinder darum bitten“, erklärt Geschäftsleiter Markus Töpfer. Auch das AWS-Team helfe zur Not weiter und schickt auf Anfrage per Telefon oder E-Mail eine ausgedruckte Version per Post, heißt es.

Die Umstellung biete alles in allem mehrere Vorteile. Unter anderem bleibe der digitale Kalender immer aktuell, man könne sich Erinnerungen aufs Handy schicken lassen und es werden Ressourcen wie Papier und Energie gespart. Darüber hinaus wird der Kalender künftig auch mehrsprachig zur Verfügung stehen.

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