Gibt es ein Verbot?

Feuerwerksverbot an Silvester wegen Corona? Entscheidung in Stuttgart gefallen!

Silvester - Stuttgart
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In Stuttgart wurde über ein Feuerwerksverbot an Silvester entschieden.
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In Stuttgart wurde wegen der Corona-Pandemie über ein Feuerwerksverbot diskutiert. Jetzt ist die Entscheidung gefallen.

Stuttgart: Silvester ohne Feuerwerk wegen Corona? Entscheidung über Böller und Rakten gefallen!

Update, 21. November: Gibt es in Stuttgart an Silvester ein Feuerwerksverbot oder nicht? Das ist die Frage, mit der sich die Politik in der Landeshauptstadt in den vergangenen Tagen beschäftigt hat. Der Grund dafür sind die weiterhin steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg.

Inzwischen ist klar: An Silvester darf in der Stuttgarter Innenstadt nicht geböllert werden! „Wilde Feierei und Böllerei müssen dieses Jahr wirklich nicht sein“, erklärte Oberbürgermeister Fritz Kuhn laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wie die Landeshauptstadt am Freitag mitteilte, gilt das Verbot vom Silvesterabend bis um 2 Uhr an Neujahr.

Stuttgart: Feuerwerksverbot an Silvester - Das gilt in der Innenstadt

Das Feuerwerksverbot gilt innerhalb des Stuttgarter City-Rings und auf weiteren beliebten Plätzen. In den betroffenen Bereichen ist es in dieser Zeit nicht erlaubt, Raketen oder Böller mitzuführen oder abzubrennen. Zudem gilt auch ein Alkoholverbot. Erlassen wurde das Verbot aus Gründen der Sicherheit und des Infektionsschutzes. Kuhn erklärte, dass man das neue Jahr nicht mit einer Infektionswelle beginnen wolle.

Zuvor hatten laut dpa einige Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschaftler ein generelles Feuerwerksverbot an Silvester gefordert, um zu verhindern, das sich das Virus unter den Feiernden ausbreitet. Zudem wolle man so genug Kapazitäten in den Krankenhäusern für Patienten mit dem Coronavirus bereithalten. Ein generelles Verbot wurde allerdings von zahlreichen Politikern wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann abgelehnt.

Stuttgart: Kein Feuerwerk an Silvester wegen Corona?

Erstmeldung, 18. November: Ob überhaupt gefeiert werden kann und falls ja, dann wie, das klärt die baden-württembergische Landeshauptstadt derzeit noch. Noch immer sind die Infektionszahlen durch das Coronavirus in Stuttgart* zu hoch. Wie echo24.de* berichtet teilte ein Sprecher diese Woche mit: „Es laufen Gespräche zwischen den städtischen Fachbehörden und der Polizei, wie das Infektionsrisiko niedrig zu halten ist.“ In mehreren deutschen Großstädten, etwa in Köln, Hamburg und Kiel, wird aktuell ein mögliches Verbot diskutiert.

Bei Feiern ist das Ansteckungsrisiko hoch - das ist bekannt. Aus diesem Grund enthalten die aktuellen Empfehlungen der Bundesregierung* dringend die Empfehlung, Kontakte zu beschränken. Ein weiterer Grund über ein Feuerwerksverbot nachzudenken könnte aber auch sein, dass in den Krankenhäuser ausreichend Kapazitäten für Erkrankte zur Verfügung stehen müssen. Kein Feuerwerk bedeutet weniger Verletzungsrisiko und letztlich weniger Auslastung dadurch in den Kliniken. Es steht deshalb zur Debatte, ob Feuerwerk jeder Art verboten wird. „Wir werden Klarheit schaffen und kommunizieren, welche Regeln in der Nacht zum 1. Januar in Stuttgart gelten, sobald diese vereinbart sind“, sagte der Sprecher.

Stuttgart als Debatten-Vorreiter: Kein Feuerwerk an Silvester?

Damit scheint die Landeshauptstadt bisher eher eine Ausnahme zu bilden, denn in Ulm wird das Thema nach Angaben der Stadt zurzeit noch nicht diskutiert. Zwar gebe es immer schon Regeln, die das Silvesterfeuerwerk einschränken, diese dienen aber der konkreten Gefahrenabwehr - also dem Brandschutz, und seien durch das Polizeigesetz legitimiert.

Auch in Freiburg und in Heidelberg ist das mögliche Verbot von Silvesterfeuerwerk noch kein Thema, wie es aus den Rathäusern heißt. Und wenn, dann zumindest nicht wegen der Corona-Pandemie, sondern wegen der Brandgefahr, heißt es in Freiburg. Aber auch dafür gebe es aktuell keine Hinweise. Grundsätzlich sei das Silvesterfeuerwerk beziehungsweise Verkauf und Abbrennen bundesrechtlich geregelt.

Während Stuttgart konkret über Feuerwerksverbote an Silvester nachdenkt, warten andere noch ab

Im nicht weit entfernten Karlsruhe gibt es bisher keine fixen Pläne für ein Verbot. Allerdings gab es hier bereits vor dem Coronavirus Beschränkungen. Ein Sprecher sagte dazu: „Im vergangenen Jahr wurde erstmals eine Verbotszone eingerichtet, die sich auf den Schlossplatz erstreckte.“ Nach den positiven Erfahrungen damit habe der Gemeinderat im August beschlossen, diese Verbotszone auf den zentralen Marktplatz auszudehnen. Noch vor Weihnachten scheint uns eine wirklich ruhige Adventszeit bevorzustehen. Winfried Kretschmann malt ein erschreckendes Winter-Szenario* für das ganze Land. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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