Highlights in Stuttgart

Sehenswürdigkeiten in Stuttgart: Wilhelma, Mercedes-Benz-Arena, Stadtbibliothek & Co

Ein Magnolienbaum blüht auf dem Schlossplatz in Stuttgart.
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Ein Magnolienbaum blüht auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

Als Reiseziel wird Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, immer beliebter. Aus gutem Grund! Viele Sehenswürdigkeiten können entdeckt werden.

Wer bei Stuttgart zuerst an Daimler AG, Mercedes-Benz und das umstrittene Bauprojekt Stuttgart21 denkt, dem sei gesagt: Stuttgart bietet so viel mehr! Für jedes Wetter und jedes Alter bietet Stuttgart vielfältige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Besonders beliebt: Das Neue Schloss und der Schlossplatz.

Neues Schloss und Schlossplatz in Stuttgart: Besonders beliebt im Sommer

Das spätbarocke Stadtschloss entstand zwischen 1746 und 1807 im Auftrag von Herzog Carl Eugen von Württemberg. Der Herzog wollte ein zweites Versailles errichten lassen. Das Schloss verfügt allerdings über eine verhältnismäßig schlichte Fassade, die nur mit Skulpturen versehen ist. Das Neue Schloss wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts von württembergischen Herzögen und Königen als Residenz genutzt.

1944 wurde das Schloss im Krieg zerstört und erst zwischen 1958 und 1964 wieder aufgebaut. Heute finden im Neuen Schloss Veranstaltungen und repräsentative Empfänge der Landesregierung Baden-Württemberg statt. In den Seitenflügeln befindet sich außerdem das Ministerium für Finanzen. Schlossführungen sind seit 2014 wieder möglich und über die Website buchbar. Der Schlossplatz ist im Sommer ein sehr beliebter Ort. Auf der Grünfläche wird entspannt und der Stadttrubel mit etwas Entfernung beobachtet.

Schloss Solitude: Highlight von innen und außen

Das Jagd- und Lustschloss „Schloss Solitude“ ließ Herzog Carl Eugen von Württemberg zwischen 1763 und 1769 erbauen. Das Lustschloss als Hauptbau diente dabei nur Repräsentationszwecken. Es liegt auf einer kleinen Anhöhe und bietet einen fantastischen Ausblick in Richtung Norden und nach Ludwigsburg.

Die Innenräume des Schlosses sind im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Hier sind originale Möbel aus Rokoko und Klassizismus zu bestaunen. In den Nebengebäuden ist die Akademie Schloss Solitude untergebracht. Diese hat sich der Förderung von künstlerischem Nachwuchs verschrieben.

Stuttgarter Fernsehturm: Erster Turm mit einer Stahl-Betonkonstruktion

Der Stuttgarter Fernsehturm ist Wahrzeichen der Stadt und Touristen-Highlight zugleich. Seit 1956 bietet der Fernsehturm einen fantastischen 360-Grad-Blick auf Stuttgart. Bei guten Sichtverhältnissen kann man sogar den Schwarzwald und die Schwäbische Alb sehen.

Der Stuttgarter Fernsehturm ist der weltweit erste Fernsehturm dieser Art. Das besondere ist nicht nur die bauliche Innovation, sondern auch die Kombination aus Aussichtsplattform und touristisch-gastronomischer Nutzung. 1986 wurde der Turm in die Liste der Kulturdenkmäler aufgenommen. Aufgrund seines Einflusses auf viele weitere Bauten erhielt er 1959 einen Architekturpreis. 2009 wurde von der Bundesingenieurkammer der Titel Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland verliehen.

Killesbergturm: Wanderung mit besonderem Ausblick

Der Killesbergturm steht seit 2001 an der höchsten Stelle des Killesbergparks und bietet einen weiten Blick über Stuttgart und das Land. Der 42 Meter hohe Stahlnetz-Turm verfügt über zwei gegenläufige Treppen: eine für den Aufstieg und eine für den Abstieg. Die Aussicht kann auf vier Plattformen genossen werden, jeweils in acht, 16, 24 und 31 m Höhe.

Gerade an sonnigen Tagen bietet es sich an, eine der zahlreichen Wanderungen auf den Killesberg zu unternehmen. Das Erklimmen der 348 Stufen wird mit einem unvergleichlichen Blick über den Stuttgarter Talkessel belohnt.

Staatsgalerie: Kunstgeschichte über Jahrhunderte hinweg verfolgen

Die Staatsgalerie Stuttgart, 1843 unter König Wilhelm I. von Württemberg eröffnet, ist das größte Kunstmuseum in Baden-Württemberg. In der Staatsgalerie sind Meisterwerke vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart ausgestellt. Auch optisch ist der Erweiterungsbau, die Neue Staatsgalerie, einen Blick wert. 1984 eröffnet und vom britischen Architekten James Stirling im postmodernen Architekturstil gestaltet, wird es in Deutschland als Meisterwerk dieser Stilrichtung bezeichnet.

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Staatsgalerie Stuttgart today is an architectural ensemble of four buildings from three centuries. It includes the world famous New Staatsgalerie by Scottish architect James Frazer Stirling, a mile stone of postmodernism opened in 1984. In our series #staatsgalerie_architecure we feature details and peculiar perspectives of this unique ensemble. If you pass by the museum today, you find it still closed - unfortunately and hopefully not for much longer. A cold comfort at least: The closed doors reveal a stylistic peculiarity of James Frazer Stirling: He was obsessed with strong colours, - or in respect to the cylindrical revolving doors in orange - even with signal colours. "I like contrasts" - is a famous saying by the architect. Well, the colours are a contrast indeed in comparison to the elegant travertine he used for the building. Find your favourite Stirling contrast when you are around next time. And share it with #staatsgaleriestuttgart

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Es finden immer wieder zeitlich begrenzte Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen statt. Auf der Website der Staatsgalerie werden diese angekündigt. Für alle Pablo Picasso Bewunderer: In der Staatsgalerie befindet sich eine der umfangreichsten Sammlungen Deutschlands. Weitere Werke beliebte Künstler, die im Museum zu bestaunen sind:

  • Rembrandt van Rijn
  • Peter Paul Rubens
  • Albrecht Dürer
  • Oscar Schlemmer
  • Claude Monet
  • Caspar David Friedrich
  • Giovanni Paolo Pannini

Wilhelma Stuttgart: Einzigartige Konstellation von Zoo und Botanik

Die Wilhelma Stuttgart im Stadtteil Bad Cannstatt ist ein zoologisch-botanischer Garten, eingebettet in eine Schlossanlage. Der zoologische Teil des Gartens kam erst in den 1950er-Jahren dazu. Mit mehr als einer Million Besuchern jährlich gehört die Wilhelma zu den beliebtesten zoologischen Gärten Deutschlands.

Auf etwa 30 Hektar gibt es rund 11.000 Tiere und ungefähr 1.200 unterschiedlichen Arten zu bestaunen. Neben den Tieren enthält der botanische Bereich um die 8.500 Pflanzenarten aus unterschiedlichen Klimazonen. Die Wilhelma konnte zahlreiche Zuchterfolge bei der Haltung von Menschenaffen erzielen und war damit europaweit erste Anlaufstelle für die Aufzucht von Hand.

Porsche Museum: Zeitreise durch die Porsche-Geschichte

Ein spiralförmig verlaufender Rundgang zeigt zeitlich geordnet die Produkt- und Markengeschichte von Porsche. Über mehrere Stockwerke hinweg lassen sich im Porsche Museum in Stuttgart über 80 Fahrzeuge und viele Klein-Exponate bewundern. Neben der Dauerausstellung gibt es immer wieder Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Themen und Fahrzeugen.

Eine weitere Besonderheit: Im Foyer des Museums befindet sich hinter einer gläsernen Trennwand die Museumswerkstatt. Als Besucher kann man live mitverfolgen, wie die historischen Fahrzeuge gepflegt werden. Kleiner Tipp: Eintrittskarte aufbewahren und bei Vorlage im Mercedes-Benz Museum 25 % Rabatt auf den Eintrittspreis erhalten.

Mercedes-Benz Museum: Von der Geburtsstunde des Automobils bis in die Zukunft

Im Mercedes-Benz Museum Stuttgart ist auf nun Ebenen die über 120-jährige Mercedes-Benz-Geschichte festgehalten. Doch nicht nur das: Die Historie der gesamten Automobilindustrie wird ebenfalls zeitlich geordnet und äußerst interessant erzählt. Das Mercedes-Benz Museum geht noch einen Schritt weiter und zeigt einen Blick in die Zukunft.

Auf 16.500 Quadratmeter werden 160 Fahrzeuge und über 1.500 Exponate ausgestellt. Der Rundgang durch das Museum beginnt im obersten Stockwerk, im Jahre 1886. Die Struktur des Gebäudes ist angelehnt an den Aufbau einer DNA-Spirale. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass sich die Mercedes-Benz dazu verpflichtet fühlt, unaufhörlich Neues zu erfinden.

Das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart ist das beliebteste Museum in ganz Deutschland.

Mercedes-Benz Arena Stuttgart: Heimat des VfB Stuttgart

Das Fußballstadion im Neckarpark wurde 1933 fertiggestellt. Seitdem gab es mehrere Um- und Ausbauten. Heute ist es eines der modernsten Stadien in Europa. Die Mercedes-Benz Arena bietet Platz für 60.000 Menschen – nicht nur für Fußballveranstaltungen. Es werden unterschiedliche Arena-Touren angeboten, zum Beispiel die Fan-Tour, die Spieltags-Tour, die Kids-Tour oder die Barrierefrei-Tour.

Stuttgarter Markthalle: Kulinarisches Erlebnis in der Innenstadt

In der historischen Jugendstil-Markthalle im Zentrum von Stuttgart gibt es für die Geschmacksknospen viel zu erleben. Die Markthalle gilt als eine der schönsten Markthallen der Welt. Seit 1914 befindet sich die Markthalle an genau dieser Stelle. Es lässt sich sogar nachweisen, dass dort bereits 1300 ein Markt oder eine Markthalle gewesen ist.

In der Stuttgarter Markthalle bieten auf 5.000 Quadratmeter über 30 Händler ihre Waren an: Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse, Gewürze, Blumen und vieles mehr. Regionale und internationale Angebote sind hier zu finden. Neben den Händlern gibt es außerdem drei Restaurants. Im oberen Stockwerk der Stuttgarter Markthalle befindet sich ein Warenhaus mit gehobener Ware für Wohnung und Garten.

Stadtbibliothek Stuttgart: Architektonisches Kunstwerk

Die Stadtbibliothek wurde im Oktober 2011 eröffnet und ist mittlerweile eines der am häufigsten fotografierten Bauwerke in Stuttgart. Geplant hat sie der koreanische Architekt Eun Young Yi und erschuf damit ein architektonisches Meisterwerk. Im Erdgeschoss kann man zwei Audio-Guides ausleihen: eines für die Architektur und eines für die Bibliothek selbst. Nicht verpassen: einen Blick von der frei zugänglichen Dachterrasse werfen. (Von Katharina-Maria Röder)

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