Entschärfungstrupp mit Roboter

Stuttgart: Verlassener Rucksack ruft Bombenkommando auf den Plan

Landeskriminalamt Baden-Württemberg
+
Bombenalarm: Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg musste am Mittwoch einen verlassenen Rucksack sichern. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
    schließen

Aufregung in der Stuttgarter Innenstadt am Mittwochmittag (18. August). Die Polizei wurde zu einer möglichen Bombenentschärfung gerufen. Was los war:

Verlassene Rucksäcke sorgen regelmäßig für Großeinsätze der Polizei. Zu groß ist die Angst vor eine Bombe. Denn in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Explosionen durch Gepäckstücke, die vermeintlich vergessen wurden, tatsächlich aber an belebten Plätzen deponiert waren, um sie später gezielt in die Luft zu sprengen. Genau diese Befürchtung bestand wohl auch heute (18. August) in der Stuttgarter Innenstadt.

Am Mittag, ab ca. 12:30 Uhr, hatte die Polizei die Thouretstraße und die Stephanstraße abgesperrt. Grund war ein verlassener Rucksack auf Höhe des Bülow Carres. Das bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber echo24.de*. Beide Straßen waren knapp zwei Stunden lang nicht zugänglich, da das Landeskriminalamt vorsorglich einen Bombenentschärfungstrupp geschickt hatte.

Bombenalarm in der Stuttgarter Innenstadt - das war im Rucksack

Die Entschärfer kamen schließlich an die Stelle, an der der Rucksack lag. Mit im Gepäck ein Roboter, der bei der Untersuchung des herrenlosen Rucksacks zum Einsatz kam. Schnell hatten sich die Experten ein Bild von der Lage gemacht.

Gegen 14:15 Uhr kam schließlich die Entwarnung: In dem Rucksack hatte sich keine Bombe befunden, sondern lediglich ein aufblasbares Kissen. Also konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden. Von dem verlassenen Gepäckstück geht anscheinend keine Gefahr aus.

Bombenalarm Stuttgart: Verlassener Rucksack gefunden - was tun?

Bisher unklar ist laut Polizei immer noch, woher der Rucksack kam und wieso er herrenlos in der Stuttgarter Innenstadt gelegen hatte. Doch selbst wenn so ein verlassenes Gepäckstück nur versehentlich stehen gelassen wurde, kann das laut merkur.de* teuer werden. Allerdings nur unter gewissen Umständen.

Aber was tun, wenn man einen einsamen Rucksack findet? Am Bahnhof zumindest gibt es hierfür ein bestimmtes Protokoll. Laut inside.bahn.de sollte herrenloses Gepäck immer direkt einem DB-Mitarbeiter an der Reiseinformation gemeldet werden. Das Personal kann dann per Durchsage den Besitzer ausrufen. Nur wenn das Gepäckstück auch dann unbeaufsichtigt bleibt, sollte die Polizei gerufen werden. Das Credo der Bahn: „Lieber wird einmal zu häufig ein unbeaufsichtigter Koffer gemeldet.“ *echo24.de und *merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema