Erpresser wird von Polizei festgenommen

Frau ruft verlorenes Handy an - als Mann abnimmt, fordert er Unglaubliches

Ein Schatten von einem Mann mit Handy ist hinter der verschwommenen Hand des Mannes mit Handy zu sehen.
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Eine Frau verliert ihr Handy und ruft kurzerhand die eigene Nummer an. Tatsächlich nimmt jemand ab - und hat nichts Gutes im Sinn (Symbolbild).
  • Julia Thielen
    vonJulia Thielen
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Einer Frau kommt in Stuttgart das Handy abhanden. Sie ruft die eigene Nummer an. Tatsächlich nimmt ein Mann ab. Doch der hat nichts Gutes im Sinn.

Im Laufe des Mittwochabends hält sich eine junge Frau in der Innenstadt von Stuttgart auf. Irgendwann kommt ihr auf bislang ungeklärte Weise ihr Handy abhanden. Gegen 19.40 Uhr bemerkt die 27-Jährige jedenfalls, dass ihr Mobiltelefon fehlt. Kurzerhand wählt sie die eigene Nummer. Und tatsächlich: Ein Mann nimmt ab. Doch der fordert Unglaubliches.

Stuttgart: Frau wegen verlorenen Handys erpresst - Mann fordert Unglaubliches

Für die Rückgabe des Telefons will er satte 200 Euro haben. Und der Erpresser geht sogar noch weiter. Er droht der jungen Frau, ihr hochwertiges Handy zu zerstören, falls sie nicht zahlt.

Doch der Erpresser rechnet offenbar nicht mit der Reaktion seines Opfers. Die 27-Jährige geht zum Schein auf die unglaubliche Forderung des Mannes ein, einigt sich am Handy mit ihm sogar noch auf „nur“ 100 Euro.

Stuttgart: Erpressung wegen verlorenen Handys - Polizei schnappt Tatverdächtigen

Dann spricht sie unmittelbar nach dem Telefonat Polizisten am Rotebühlplatz in Stuttgart an und schildert die Erpressung. Anschließend vereinbart sie mit dem Tatverdächtigen einen Übergabeort.

Doch statt der jungen Frau trifft der Erpresser auf zivile Beamte. Die nehmen den 36-Jährigen gegen 21.30 Uhr an der Haltestelle Borsigstraße in Stuttgart vorläufig fest.

Stuttgart: Verlorenes Handy bleibt nach Erpressung verschwunden - weitere Ermittlungen

Allerdings ohne Handy. Das hat der mutmaßliche Erpresser nicht bei sich. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Derweil wurde der Mann nach Beendigung der Maßnahmen durch die Polizei vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dass Täter nicht immer so dreist handeln beweist ein Fall aus dem Frühjahr. Hier hatte ein Mann offenbar ein schlechtes Gewissen bekommen - und dementsprechend reagiert.

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