Vor allem wegen Ruhestörung

Feierlustige in Stuttgart unterwegs – Polizei wird zu 90 Einsätzen gerufen

Zwei Polizisten stehen in Alt-Sachenhausen in Frankfurt auf der Straße und beobachten das Treiben
+
In der Nacht zum Sonntag zog es die Menschen vielerorts nach draußen (Symbolbild).
  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
    schließen

Stuttgart: Sommer und sinkende Coronazahlen sorgen dafür, dass sich wieder mehr Menschen treffen und die Polizei mehr zu tun hat.

Es ist Sommer, die Coronazahlen sinken fast überall und es gibt zunehmend Lockerungen – es zieht die Menschen wieder mehr nach draußen. In Stuttgart hatte das in der Nacht zum Sonntag zahlreiche Polizeieinsätze zur Folge.

Stuttgart: Hunderte Feierlustige in der Stadt unterwegs

Wie die Stuttgarter Nachrichten und die dpa berichten, musste die Polizei wegen Ruhestörung immer wieder einschreiten und die nächtlichen Partys auflösen. „Im Höhenpark Killesberg, am Feuersee und am Marienplatz waren jeweils zwischen 400 und 600 Feiernde unterwegs. Ebenso fanden sich 1000 Menschen mit 400 Fahrzeugen an der Waldau ein.“

Auseinandersetzungen blieben - wenn auch nur vereinzelt - nicht aus. Am Max-Eyth-See musste die Polizei anrücken wegen einer Schlägerei mit mehreren Personen. Ein Internetaufruf hatte dort dazugeführt, dass sich rund 300 Personen versammelt hatten. Bis in die Nacht hinein waren die Einsatzkräfte beschäftigt.

Gegen 2.30 Uhr in der Früh half der einsetzende Regen dabei, die gut besuchten Plätze und die Straßen in der Stadt zu leeren. Insgesamt wurde die Polizei zu rund 90 Einsätzen aufgrund von Ruhestörungen in der Nacht gerufen.

Polizei blickt trotz einiger Einsätze in Stuttgart auf ein normales Wochenende

Dass es trotz der zahlreichen Einsätze weitgehend friedlich blieb, sehen die Stuttgarter Nachrichten unter anderem darin begründet, dass eine „bunte Durchmischung der Menschen in der Stadt“ gegeben hatte. So waren die Besucher aus unterschiedlichsten Beweggründen unterwegs: Die einen, um die Fußball-Europameisterschaft unter Leuten zu verfolgen, andere erfreuten sich einfach am Ende der Ausgangssperre und suchen seitdem immer wieder gleiche Plätze im Freien auf, da das Kulturangebot nach wie vor eingeschränkt ist. Und dann gab es auch die, die einfach mal wieder eine belebte Innenstadt zu sehen bekommen wollte.

Nachdem im Mai in mehreren deutschen Städten Feierlichkeiten ausgeufert waren, fordern einige Oberbürgermeister in Baden-Württemberg Konsequenzen.

Erfreulich, dass es so ruhig bliebt in der Landeshauptstadt, denn genau ein Jahr ist es her, dass die Krawallnacht in Stuttgart tobte, randaliert wurde und Menschen Verletzungen davon trugen. Obwohl es auch in der Nacht zum Samstag zwischendurch Unruhen gab, ist das für die Polizei nichts Außergewöhnliches; mit steigendem Alkoholkonsum fliegen schneller die Fäuste, wenngleich das traurig ist, macht es die Samstagnacht nicht zu einem besonders dramatischen Polizei-Ereignis.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema