DoorDash startet in Stuttgart mit 30 Fahrern

Neuer Lieferservice in Deutschland: US-Riese startet Testphase in Stuttgart

Start des Lieferdienstes DoorDash
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Neuer Lieferservice für Deutschland: US-Gigant startet in Stuttgart.
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Stuttgart: Der Markt der Essenslieferanten boomt in der Corona-Krise mehr als je zuvor. Doch der US-Gigant DoorDash bietet noch mehr.

Essen direkt vor die Haustüre liefern zu lassen war schon immer eine bequeme Alternative zum Kochen. Durch die Corona-Krise haben die zahlreichen Essenslieferanten in Deutschland einen regelrechten Boom erfahren. Jetzt drängt ein US-Gigant im Lieferservice auf den Markt. DoorDash klopft erstmals in Stuttgart an.

Stuttgart: US-Lieferservice startet Testphase

Mit der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg beginnt das amerikanische Unternehmen mit Sitz in San Francisco (Kalifornien) eine Testphase. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt, erklärte Mitgründer Andy Fang am Mittwoch in Stuttgart die Pläne: „Stuttgart ist für uns eine Art Test um zu sehen, ob es Appetit in Deutschland gibt für DoorDash.“

Und geht es nach dem Macher des Liefer-Riesen aus den USA, dann bleibt es nicht bei der schwäbischen Metropole. Fang: „Wenn wir erfolgreich in Stuttgart sind, dienen uns die hier gesammelten Erfahrungen auch in anderen Städten.“ Laut dem 29-Jährigen ist das Unternehmen in Amerika das marktführende Lieferunternehmen.

Stuttgart/Deutschland: DoorDash will Konkurrent übernehmen

Konkurrenz in Deutschland und Europa hat DoorDash aber reichlich. Wie die dpa berichtet, sind der finnischen Anbieter Wolt - besonders aktiv in Berlin - und der niederländische Konzern Just Eat Takeaway besonders stark, zu dem auch die Marke Lieferando gehört.

DoorDash

DoorDash ist ein US-Lieferservice, der Mahlzeiten von Restaurants an Verbraucher liefert. Das Unternhemen wurde 2013 als Start-Up gegründet. Zu Beginn hatte DoorDash in mehreren Finanzierungsrunden mehr als 700 Millionen US-Dollar von Investoren aufgebracht. Insgesamt sind zunächst bis 2019 rund 2,5 Milliarden US-Dollar investiert worden. Im Dezember 2018 landete DoorDash hinter Grubhub auf dem zweiten Platz im gesamten Verkauf von Lebensmitteln in den USA. Das Unternehmen fährt inzwischen einen Umsatz von rund 900 Millionen Dollar. Mitgründer Andy Fang gilt als chinesisch-amerikanischer Milliardär Tech-Unternehmer.

Doch da könnte es für DoorDash schnell ein Problem weniger geben. Erst vor knapp einer Woche soll der US-Lieferservice angekündigt haben, dass man für rund sieben Milliarden Euro den finnischen Anbieter Wolt übernehmen wolle. Fang hielt sich mit Erklärungen zu einem möglichen Deal zurück, man müsse auf die Billigung der Wettbewerbsbehörden warten: „Ich kann nicht so viel darüber sagen.“

US-Unternehmen setzt in Stuttgart auf 30 Fahrer

Mit dem Schritt nach Stuttgart und Deutschland wird DoorDash sein Tätigkeitsgebiet auf 20 Länder ausdehnen. Laut dem Handelsblatt will das Unternehmen seinen Fahrern 13 Euro pro Stunde bezahlen. Die geplanten 30 Fahrer kommen dabei von Partnerunternehmen.

Andy Fang ist ein chinesisch-amerikanischer Milliardär Tech-Unternehmer und Mitgründer von DoorDash.

Gründer Andy Fang erklärt die Maßnahmen für die künftigen Angestellten des US-Lieferservices: „Ich möchte klarstellen, dass wir in Deutschland Kurierfahrer Vollzeit über eine Agentur beschäftigen», erklärte Fang. «Wir bieten ihnen Trainings für die Sicherheit, und sie bekommen die Ausrüstung, die sie für ihren Job brauchen - Helme, Handschuhe, Winterjacken. Sie erhalten auch E-Bikes.“

DoorDash-Gründer sieht viel Potential im Lieferservice-Markt

Die Verantwortlichen sehen im Deutschen-Lieferservice-Markt enormes Potential. Einen Zwang den bisherigen Marktführer in Deutschland Lieferando abzulösen sieht man nicht. Laut dem dpa-Bericht seien nur 18,5 Prozent der Restaurants in Deutschland bisher auf einem Internet-Marktplatz für Lieferungen.

Und DoorDash wird in Stuttgart noch mehr zu bieten haben. Das Unternehmen will in der baden-württembergischen Landeshauptstadt außer Essen auch Blumen und Alkoholprodukte in den Lieferservice mit aufnehmen.

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